Archiv für Juni 2009

29
Jun
09

Die verdammten gottprogramme

Es mag ja sein, dass alle anwendungen komplexer und besser geworden sind, obwohl ich das meist nicht merke, denn alles, was ich an einem mäjhlprogramm, einer textverarbeitung, einer tabellenkalkulation nutze, das nutze ich so schon seit anderthalb jahrzehnten. Aber ich wünsche mir oft die zeit zurück, in der ein programm sehr unmittelbar nach dem start „da“ war und nicht versucht hat, alle noch so fernliegenden probleme zu lösen, nicht versucht hat, ein gott zu sein — auch wenn sich dabei der programmstart über mehr als eine minute hinziehen kann.

Ich brauche keine textverarbeitung, in der ich die buchstaben mit einem material überziehen kann und mit einer lichtkwelle beleuchten kann, ich brauche keinen brauser, der als grundlage für die programmierung „moderner“ anwendungen in javascript dienen soll und damit immer fetter und lahmarschiger wird, ich brauche kein mäjhlprogramm, dass für die erstellung von mäjhls einen WYSIWYG-editor eingebettet hat, als ob ein normaler mensch HTML-mäjhls schreiben würde. Es reicht mir, wenn diese verdammten programme das tun, wofür ich sie benutzen will und dazu einigermaßen schnell starten und nicht das gesamte RAM des kompjuters an sich reißen, den ich gerade benutze.

Wie gesagt, ich wünsche mir oft die zeiten zurück, in der programmierer noch darauf geachtet haben, dass sich ihr häckwerk schnell „anfühlt“ und für den benutzer benutzbar bleibt. In gewisser weise waren das bessere zeiten. Nur eines wünsche ich mir wirklich nicht zurück, und das sind die lahmen und überteuerten rechner von damals…

25
Jun
09

Immer wieder eine „freude“…

…sind jene menschen, die mir etwas über ein ereignis mit einer mäjhl mitteilen wollen, aber statt einer kurzen, textuellen zusammenfassung der wesentlichen daten eine geskänntes flugblatt dranhängen, natürlich mit mindestens 300dpi und nicht unter einem megabyte dateigröße. So als mäjhlanhang kommt das auch gleich noch ein bisschen besser, weil die dateigröße wegen der base64-kohdierung nochmal um 25 prozent aufgebläht wird. Wie sehr ich diesen menschen wünsche, einmal zu erleben, wie eine solche mäjhlbombe über einen langsamen internetzzugang abgeholt wird und das virtuelle postfach nachhaltig verstopft.

Nichts gegen ein eingeskänntes flugblatt, aber ein bisschen kleiner darf es schon sein. Ich will es doch nicht drucken…

24
Jun
09

Manchmal…

…kann man beim musikmachen mit anderer leute softwäjhr und kompjutern aber auch lustige meldungen sehen:

Der kompjuter ist zu langsam, um die musik abzuspielen...

Zugegeben, diese recht geräuschvolle fläche war auch keine kleinigkeit. Und mein nächstes album wird „kryptogramm“ heißen. Es kann aber noch ein bisschen dauern…

19
Jun
09

Grönemeyer, Rüttgers und die chinesen

Wenn einem doch nur das lachen dabei nicht vergehen würde — ich habe inzwischen mehr zahnlücken als zähne…

Hagen Rether | direkter link zu youtube

18
Jun
09

Betriebssystem von haien

Geht es eigentlich nur mir so, dass ich beim anblick des buchstaben „o“ im buhtlogo von windohs 1.01 unwillkürlich…

Microsoft Windows Version 1.01 Copyright (c) Microsoft Corporation, 1985. All Rights Reserved. Microsoft is a registered trademark of Microsoft Corp.

…unwillkürlich an den geöffneten schlund eines haifisches denken muss. ;-)

17
Jun
09

Reichtum und wohlstand

Und ich spreche als bettelnder, obdachloser künstler zu dem menschen, der sich um alles andere kümmert und mich verachtet: „Zeig du mir einmal deinen ‘reichtum’ und deinen ‘wohlstand’ ohne glück und ohne taten, und ich will dir aus meinem glück und aus meinen taten den reichtum und wohlstand in meinem leben zeigen, den du nicht siehst.“

Und dieses mein sprechen, es könnte irgendwann der grund sein, dass man mich und meinesgleichen einfach elimiert; erschießt oder für verrückt erklärt und wegsperrt und kriminalisiert und verknastet. Da lebe ich.

16
Jun
09

Nachgeschmack

„Es schmeckte schon irgendwie komisch“, sagte das krokodil, nachdem es einen clown gegessen hatte…

15
Jun
09

In den sörverlog geflüstert

wie erkennt man antithesen / wie geht die welt unter / wie gewinnt man bei book of ra / wie kann man ip adressen echten menschen zuordnen / wie kriegt man malware weg / wie sind normale australier / wie viele menschen im moment / wie werden nichtwaehler hochgerechnet / wie wird die technische zukunft aussehen / wie wird die zukunft aussehen / wieder / wiefelspütz

Beim durchschauen der liste der suchbegriffe für juni 2009, nach absteigender häufigkeit und alfabetisch sortiert, gefunden. Gelacht. Ausgeschnitten und hochgeladen. Die fragezeichen sind beim lesen zu ergänzen. Mit deutlichem gruß an Wiefelspütz!

14
Jun
09

Die „tollen“ achtziger jahre

Ich kanns nicht mehr hören. Dauernd erzählen mir irgendwelche deppen, die gerade erst ihre zahnspange abgelegt haben und jetzt so richtig alternativ sein wollen, was die achtziger jahre doch für eine tolle zeit gewesen sind, vor allem kulturell und politisch und musikalisch…

Leute??? Ich hab damals gelebt! Ich war da jung und kriegte meine ersten eindrücke eines bewussten, eigenen daseins. In den achtziger jahren hat die totale enthirnung angefangen, die jetzt immer noch nicht an ihr ende gekommen zu sein scheint. Alles war scheiße. Die architektur ließ einen die blinden beneiden. Helmut Schmidt war scheiße; ein hochverräter, der die BRD einfach zum nächsten nuklearschlachtfeld destinierte, und der andere Helmut war ein noch größeres arschloch. Die leute waren scheiße und flüchteten sich in totalen konsumismus. Die kunst war — wenn man mal von Joseph Beuys absieht — einfach nur geschmacklos, oberflächlich, kalt und widerwärtig. Die frauen waren scheiße und haben unter emanzipation irgendwas falsch verstanden, so dass die bildreklamefotze Alice Schwarzer denen bis heute ihre gekwirlte kacke verkaufen kann. Die religiösen spinner waren scheiße, egal, ob sie hare krischna gesungen haben, ob sie mir vollgekifft einen von jesus erzählt haben oder ob sie die alten götter für astronauten gehalten haben. Sie wurden nur überboten von den esoterik-affen von damals, die UFOs, tarokarten, astrologie, steine, engel und halbmagische psychoterapie in einen großen mixer getan haben, um sich eine schöne konsumreligion zu backen. Die fernsehunterhaltung von damals hat mich zum völligen abstinenzler gemacht, die war so scheiße, dass Rudi Carrell schon ein echter lichtblick war. Und die musik der achtziger jahre…

DA KOMMT DER CLAUS, DA TOBT DAS HAUS! CLAUS DITTMAR Heya-heya Balla-balla

…ertrug man am besten im zustand der totalen taubheit. Und zwar gleichzeitig. Der ohren und des hirnes.

Leck mich einfach am arsch, wenn du weiterhin deine träume von einem besseren leben in die zeit projizieren willst, in der ich nur mit mühe meinem selbstmord entkam! Und begib dich mit deinem verträumten geschwätz unter deinesgleichen, ihr glaubt ja so fest an den müll, von dem ihr redet!

Die achtziger jahre waren nämlich durch und durch scheiße. Vor 1992 konnte ein fühlendes wesen kaum einmal luft holen in dieser alles überschwemmenden flut von scheiße. Eigentlich ist seitdem fast alles nur immer besser geworden.

So, und jetzt geh auf deine scheiß-achtziger-party, sauf dir da deinen letzten verstand weg, subtrahier dich von meinem dasein und halt einfach nur die fresse!

07
Jun
09

Das hirn ein kompjuter?

Es kann schon sein, dass das menschliche hirn im prinzip gar nicht so sehr anders als ein kompjuter funkzjoniert. Aber leider laufen dann viele dieser hirnkompjuter unter ziemlich miesen betriebssystemen und scheinen ständig abgestürzt zu sein.




Ganzkurz

Hier werde ich nicht immer täglich pohsten. Und. Immer nur kurze gedanken, eindrücke gegen die bekwemen eingefahrenen wege des denkens zu aktuellen ereignissen und pseudoereignissen. Manchmal auch unsinn. Aber wanns unsinn ist, das muss der leser selbst bemerken.

Völligunbeachtet

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