ei-fohn veräppelung

Perspektive 2010 lässt sich gleichermaßen knapp wie ausführlich über das händi eines ehemaligen kompjuterherstellers aus. Sein schluss:

Wie die Leute teils tagelang vor dem Apple-Store campieren konnten, nur um sich die Wegwerf-Technik als erste kaufen zu können, ist mir ein Rätsel. Dazu muss man wohl schon total bescheuert und konsumgeil sein.

Wegwerf-technik hat ja bei äppel tradizjon. Schon die iPods waren ab werk als müll produziert, da ihr akku vorsätzlich als „nicht austauschbar“ vorgesehen war – trotzdem waren leute so doof, das ding zu kaufen, nur weil ihnen eine riesige werbekampagne erzählte, dass es so richtig „hipp“ wäre. Nix hipp, ex und hopp war es. Mit dem iPhone wird’s auch nicht anders werden und die leute werden sich darauf stürzen wie eine horde schmeißfliegen auf ein frisch abgeseiltes würstchen hundekot. Dass es überteuert ist, fördert sogar noch den absatz, kann mitmensch prahlheini damit doch beweisen, wie gut er sozjal gestellt ist… und dass das nicht an seiner intelligenz liegt.

Nach einer whitedarkness…

…habe ich mir bis jetzt jedes mal gesagt, dass ich nie wieder bei einer dabei sein möchte. Und jedes mal war ich bei der nächsten whitedarkness dabei.

Auch jetzt ist mal wieder nach einer whitedarkness. Ich hatte diesmal sogar einen auftritt und habe einige meiner texte verlesen. Nein, verlesen habe ich mich bei den wenig erlesenen texte natürlich nicht, sondern ich habe sie vorgelesen. Das allerdings, so wurde mir hinterher allgemein versichert, soll sehr gut gewesen sein, geradezu der höhepunkt des abends.

Nun, wenn ich etwas lese, bekomme ich nicht mit, wie gut ich bin. Ich bin viel zu sehr darauf bedacht, einigermaßen haspelfrei durch meine an stolperstellen und komischen anklängen übervollen bleiwüsten zu wandeln, um diese in wortklang zu wandeln. Aber dieses mal kann ich noch rauskriegen, wie ich wirklich war, denn es gibt eine videoaufnahe dieser lesung. Ich werde sie wohl erst in den nächsten tagen sehen, aber ich bin wirklich gespannt darauf. Eventuell werde ich dieses dokument meines kampfes gegen die all-gemeine enthirnung auch veröffentlichen; aber natürlich nur, wenn es mir schmeichelt. (Mir schmeichelt ja sonst nichts und niemand.)