Manchmal…

…ist kein besonders kreativer tag, und denn überfällt mich auch manchmal so eine gewisse albernheit, die einige gar nicht bei mir vermutet hätten. Und denn setze ich mich hin und verfasse auch schon einmal ein richtiges träsch-pohsting für ein fernliegendes forum, wie etwa heute mein ausblick auf die zukunft des automatenspieles in der BRD im goldserie-forum.

Ich komme heute aus dem brüllen gar nicht mehr raus

So viel lustiges wie heute habe ich nur selten gelesen. Aber kaum noch zu überbieten an modern-puristischer realsatire ist wohl eine kleine nebenwirkung, die sich ereignete, als die comic-figur Lucky Luke auf steigenden druck hin in einen nichtraucher verwandelt wurde.

[…] Auf dem Umschlagrücken, der den Cowboy im siegreichen Duell mit seinem eigenen Schatten zeigt, sorgte Morris nämlich neben dem Grashalm gelegentlich noch für einen weiteren Ersatz, indem er seinem rauchfreien Helden jetzt noch einen zweiten Revolver in die Hand drückte. Und es sollte nicht nur bei dieser Schusswaffenvermehrung bleiben, auch Schussverlauf und Einschussstelle wurden bei dieser Gelegenheit einer Korrektur unterzogen: Die Kugeln treffen Lukes Schatten nun nicht mehr in die Magengegend, sondern mit kühler Präzision mitten ins Herz.

Nee, ich muss erstmal eine rauchen…

Ein neuer spitzenreiter

Ich teile ja einen sörver mit frank, und in den letzten monaten hielt frank immer die suchbegriff-rekorde, da meine alten seiten mit den spitzenreitern „runterholen“ und „f.cken im schlamm“ schon lange verschwunden sind. Franks suchbegriff-rekord ist übrigens „engel“, führt auf einen blogeintrag mit einem hübschen foto vom stöckener friedhof. Aber in diesem monat ist es vorbei mit dem interesse an flattrigen eso-wesen, in diesem monat geht es deutlich tierhafter zur sache, und da halte ich mal wieder den rekord mit „tier spezi ag„…

Meine einzige teilhabe an einem blogprojekt

Ich habe ja mit einem anderen meiner blogs bei diesem blogprojekt „ziele mit dem eigenen blog“ mitgemacht, aber alles in allem bin ich von der durchführung dieser an sich guten idee enttäuscht. Zeit für eine kleine nachbetrachtung, die etwas außerhalb des allzu offenen kontextes liegt.

Das gute an einem solchen blogprojekt ist es zweifellos, dass menschen selbst etwas text zum tema schreiben. Das erhebt die behandelte frage kwalitativ über die dumpfe erbsenzählerei eines fragebogens und nimmt diesen menschlich unangemessenen dunst der statistik aus einem solchen projekt – ein wirklicher mehrwert gegenüber den so genannten blogstöckchen, die ich immer schon etwas als etwas nichtsiges, als ein vehikel zur halbmechanischen content-produkzjon empfand.

Von daher erwartete ich auch interessante einblicke.

Doch um zum schlechten zu kommen: nachdem ich etliche texte zu den zielen gelesen habe, konnte ich mich des eindrucks nicht erwehren, dass die mehrzahl dieser texte nur aus einem grund verfasst wurden, nämlich, um die technische zahl des technorati-ränkings durch die anschließende massenhafte verlinkung nach oben zu schrauben. Inhaltlich erhellende hintergrund-informationen oder auch nur einen lesenswerten text zu finden, war in der menge des geschriebenen schwierig.

Diese schwierigkeit wurde auch nicht kleiner durch die etwas lieblose aufbereitung der ergebnisse: eine große liste von links, ohne jede sortierung und ohne weitere angaben. Ich musste tatsächlich kurz darüber nachdenken, ob ich diese liste überhaupt veröffentliche, so sehr wirkte sie nach reiner suchmaschinen-spämm. Das, was ein einblicken möglich gewesen wäre, geht in dieser aufbereitung völlig unter.

Dabei ist das technorati-ränking zumindest für die deutsche bloggosfäre völlig unwichtig und wird wohl von vielen weit überschätzt. Mehr als 98 prozent meiner leser kommen immer noch über konwenzjonelle suchmaschinen, hauptsächlich über guhgell. Das mag daran liegen, dass ich namen wie „Paris Hilton“ und temen wie das „iPhone“ niemals tagesaktuell erwähne, weil ich mich lieber mit der wirklichkeit als mit der wirr-lichkeit beschäftige. Aber bei technorati kann man eben diese technische, auf nackter verlinkung basierende zahl sehen, und wenn menschen eine zahl sehen, werden sie eben ein bisschen dumm. Schade, dass es einen deratigen zahlen-fetisch auch so verbreitet unter bloggern gibt – die kwalität eines blogs kann doch niemand mit einer zahl messen. Dieser zahlen-fetisch spiegelt nur den allgemeinen, gesellschaftlichen zahlen-fetisch wider, der alle lebensvorgänge zum zweck der leichteren vermarktung nummerisch erfassen will.

Um ein solches projekt besser zu machen, bedürfte es einer ganzen menge arbeit in der aufbereitung der ergebnisse.

Zunächst müssten die beiträge gelesen und oberflächlich sortiert werden. Das ist natürlich eine menge lesestoff, der in einigen fällen auch etwas ermüdend ist. Dabei finden sich wie von allein grobe kriterien für eine einordnung: es gibt kommerzjelle ziele, es gibt gesellschaftliche ziele, es gibt persönliche ziele. Diese bedürften der weiteren, feineren kategorisierung, um sie dem interessierten leser zu erschließen. Die kommerzjellen ziele zerfielen in herstellung von kundenbindung, herstellung einer corporate identity, offene werbung; die gesellschaftlichen ziele zerfielen in p’litische ziele, vereinsziele, jornalistische ziele; die persönlichen ziele zerfielen schließlich in das führen eines persönlichen tagebuches für eigene zwecke, schreiben über eigene interessen und so weiter…

Zu guter letzt gäbe es sogar noch ziele, die sich einer solchen kategorisierung widersetzten und daher einer eigenen behandlung mit einem kurzen satz zum jeweiligen blog bedürften.

Erst mit einer solchen aufbereitung wird das ergebnis eines derartigen blogprojektes überhaupt erst sinnvoll – sowohl für die teilnehmer, als auch für jene menschen, die eher zufällig darauf stoßen.

Allerdings wäre eine solche aufbereitung auch mit arbeit verbunden, mit letztlich jornalistischer tätigkeit. Dass diese nicht einmal in ansätzen geleistet wurde, dass stattdessen eine flugs über die zwischenablage erstellte unsortierte liste verwendet wurde, das zeigt, dass es den inizjatoren dieses blogprojektes auch nur um die manipulazjon des eigenen ränkings ging.

Und für solche spielereien bin ich mir schon lange zu schade. (Und das liegt nicht daran, dass ich schon ein leidlich gutes technorati-ränking habe, dieses habe ich nämlich vor allem durch kwalität und schräge gedanken und nicht durch manipulazjonen gewonnen.) Deshalb war das für lange lange zeit das letzte blogprojekt, an dem ich teilgenommen habe.

Obwohl ich es schade um die an sich gute idee finde.