Versetzt werden

Klar, so mancher, der sich mit so einem obdachlosen penner wie mir verabredet, der glaubt wohl, dass ich inzwischen so entwürdigt und stumpf bin, dass es mir nichts ausmacht, wenn ich drei stunden erfolglos warte. (Es kann ja jedem was dazwischen kommen, und so habe ich immer ein hohes maß an zeit und geduld.) Mit jeden tag, den ich lebe, wäxt die anzahl der menschen, die mich am arsch lecken können.

<persoenlich_gemeint>
Ja, C., genau du bist hier gemeint! Lauf mir ja nicht mehr über’n weg, du kriegst keine besonders freundliche begrüßung. Und sei froh, dass ich nicht im regen gestanden und nicht gefroren habe, sonst würde ich dir bei der nächsten begegnung dein großes, unverbindlich-freundlich laberndes fressbrett einschlagen. Du kannst dir gar nicht vorstellen,  wie groß für mich inzwischen der aufwand ist, meinen körper ein paar kilometerchen durch die gegend zu bewegen. Und es scheint dir auch scheißegal zu sein. Ich kann mir weder die überteuerten fahrkarten des nahverkehrs leisten, noch kann ich mir wie du ’ne taxe leisten, wenn ich wie du zu blöd wäre, eine uhr abzulesen. Im moment tut mir jeder schritt weh, und das hat du gewusst und es war dir einfach nur scheißegal. Deine verantwortungslosigkeit und gleichgültigkeit sind widerlich.
</persoenlich_gemeint>

An alle anderen mitleser: das musste jetzt einfach mal raus.