Was wichtig ist

Die folgende meldung konnte man heute im videotext von BBC world lesen. (Stand ist 18. juli, 11:56 mitteleuropäische sommerzeit, inzwischen wird diese meldung im ticker etwas nach unten gerutscht sein.)

People too relaxed over strokes

People would respond more quickly to losing a bank card than suffering the symptoms of a stroke, a survey says.

The stroke association poll of 2000 people suggests 88% would react immediately if they lost a bank card. This compared with 34% of people it suggested would wait 24 hours if they experience facial or arm weakness and speech problems – symptoms of a stroke.

Da hat die allgemeine gehirnwäsche und umerziehung doch so richtig gut gewirkt. Es gibt also im vereinigten königreiche ein gutes drittel der bevölkerung, das einfach erstmal einen tag abwartet, wenn es plötzliche lähmungserscheinungen am eigenen körper feststellt. Es könnte sich ja von selbst bessern, und man könnte ja durch eine krankheit die arbeit verlieren – offenbar vielfach eine größere angst als die vor dauerhafter einschränkung durch einen hirnschaden nach einem schlaganfall. Aber beinahe alle menschen werden sofort tätig, wenn sie die kundenkarte ihrer bank verloren haben. Da weiß man, was den umerzogenen menschen etwas wert ist, und man weiß auch, was ihnen wertlos geworden ist.

So etwas kommt eben raus, wenn menschen lernen, sich selbst als austauschbare batterien im betrieblichen produktionsprozess zu betrachten.

Überraschung!

Sagt mal, gibt es etwa wirklich doping im radsport? Ich bin ja so’was von überrascht, ich hätte das niemals für möglich gehalten. So nach allen diesen medial aufgeführten selbstkasteiungen und diesen vielen vor betroffenheit besoffenen worten. Die haben schließlich nicht nur moral, die haben auch noch ’ne doppelte moral. Und doppelt hält ja bekanntlich besser, auch besser dicht, wenn man dichthalten muss.