Wenn es kalt wird

Eines ist mir eben aufgefallen, als ich zugriffsstatistiken für meine blogs und sonstigen projekte über die letzten drei jahre kurz überflogen habe: man kann an der anzahl der zugriffe sehen, dass es kalt wird. Im sommer gibt es einen kräftigen einbruch an warmen tagen, an denen die meisten menschen zum glück immer noch etwas besseres zu tun haben als das komische zeugs zu lesen, das sich im internetz lesen lässt. Im winter hingegen, so ab ende oktober, bleiben die zugriffszahlen über die tage hinweg auffallend konstant, und das hält so bis mitte märz an. (Natürlich ist weihnachten und silwester eine ausnahme.) Es ist eben ein leidiges sauwetter, bei dem jeder mensch durch einfaches rausgehen mitbekommt, dass deutschland eigentlich gar kein geeigneter lebensraum für menschen ist – da flüchtet mensch sich gern in die wirr-tuellen welten wohlig wahnwitzigen webs.

Für die letzten paar wochen habe ich die zugriffszahlen oberflächlich mit den temperaturen für kassel (hoffentlich ein guter deutscher durchschnittswert) abgeglichen. Es passt. Man könnte aus den zugriffszahlen eines tages ableiten, wie warm oder wie kalt es gewesen sein muss. In diesem jahr hatten wir einen deutlich kälteren sommer als im letzten jahr, die websörver haben es eifrig notiert.

Aber moment mal… das habe ich doch auch so gewusst. War’n scheißsommer.

Je deprimierter ich werde…

…desto besser werden die nachrichten, sogar die nachrichten in den staatsmedien. Jetzt hat microsoft, diese erstrangige kompjuter-enteignungs- und anwender-entmündigungsfirma, doch glatt mal pech vor gericht gehabt. Der einspruch gegen das bußgeld wegen des missbrauchs der marktmacht ist vom europäischen gericht abgelehnt worden.

Schade nur, dass die halbe milljarde euronen bei diesem verein fast ein trinkgeld ist. Und schade, dass dieses verfahren gewiss in die berufung gehen wird – ich bin doch ein "ausgelernter optimist" und erwarte deshalb nicht, dass große verbrecher angemessen zur rechenschaft gezogen werden.

Python

Immer wieder sagen mir irgendwelche mitmenschen, dass die programmiersprache python so eine vorbildliche syntax habe, ganz im gegensatz zu meiner lieblingssprache perl oder gar zum konzeptlosen zustand namens PHP. Wer so redet, übersieht dabei, dass auch dies python-syntax ihre kanten hat, die nur immer zu wenig beachtung geschenkt wird. Es ist durchaus leicht möglich, schwer verständliche python-programme zu schreiben.

Oft reicht schon die kreative verwendung von tupeln und lambdas, wie in diesem kleinen beispiel:

_ = (range(1, 101, 2), __import__('turtle'), 145)
map(lambda s: (_[1].forward(s), _[1].right(_[2])), _[0])

Klar, dass so etwas nicht in büchern über eine programmiersprache steht, welche die klare struktur hervorheben möchten. Natürlich ist so ein beispiel konstruiert. Zum beispiel würde niemals ein normal denkender mensch auf die idee kommen, den unterstrich als bezeichner zu benutzen, obwohl das möglich ist. Aber die grundsätzliche technik dieses beispieles ist gar nicht so abwegig, hier werden nur objekte (in diesem fall ein modul-objekt) und parameter für die verarbeitung in einem tupel vorgehalten. So etwas machen menschen manchmal, wenn sie programmieren. Wirklich. Ob allerdings menschen die map-funkzjon so missbrauchen sollten, wie es hier angeführt ist?

Zumindest ich habe es schon einmal getan.

Ich war allerdings mir selbst und anderen lesern dieses kwelltextes gegenüber so freundlich, einen klaren kommentar darüber zu schreiben. Warum? Weil ich ein geübter perl-programmierer bin, der ausnahmsweise einmal python machte…