Genug ist genug

Ich kann jetzt keine kwelltexte und keinen editor mehr sehen. Genug ist genug. Eine woche pause, wahrscheinlich auch mit eingeschränktem blogbetrieb, und dann ist die whitedarkness neun und dann denke ich vielleicht mal wieder übers häcken nach.

Außerdem werde ich mir so lange nicht anschauen, wie die wordpres-gemeinschaft auf das datenschutzproblem in WP 2.3 reagiert. Wahrscheinlich werden die meisten das problem erst dann sehen, wenn es zu spät ist und tausende oder zehntausende von blogs von irgendwelchen kriminellen übernommen wurden, die sich diese daten unterm nagel gerissen haben. Selbst, wenn die daten sicher abgelegt sind oder unmittelbar gelöscht werden, muss es gar nicht erst sein, dass überflüssige daten übermittelt werden. Was soll so ein unsinn? Und warum muss man sich diese beglückungsidee aus dem kwelltext raussuchen, warum steht das in keiner einzigen ankündigung vielleicht sogar zusammen mit einem text, was mit diesen daten geschieht und warum sie übertragen werden.

Blindes vertrauen ist ein haltung, die zum opfer macht. Auch bei softwäjhr.

Störrische softwäjhr

Es ist immer wieder erstaunlich, welche fehler man in programmen finden kann, wenn man ganz normal damit arbeitet, wenn man gar nichts besonderes damit macht.

Ich hatte heute das "vergnügen", in einem blogeintrag einen bäckschläsch im text zu haben. Das liegt daran, dass es sich um ein kurzes kwelltext-fragment handelte, in dem dieses zeichen nun einmal vorkam. Aber als ich brav mein "\" tippte und am ende speicherte, stellte ich zu meinem missvergnügen fest, dass es im beitrag verschwunden war. Gut, sagte ich mir als PHP-erfahrener häckkopf, da liegt wohl irgendwo auf dem weg ein stripslashes() zu viel. Und versuchte es mit einem doppelten bäckschläsch, tippte also "\\", wo ich nur "\" im text haben wollte. Als ich das speicherte, kam ich aus dem staunen nicht mehr heraus, denn nun stand im pohsting "\\", genau, wie ich es getippt habe.

Ich sagte einige unfreundliche worte und wunderte mich.

Nach kurzem nachdenken wurde mir klar, dass das problem nicht im PHP-kohd liegen könnte, da es mir sonst auch hier einen meiner bäckschläsche zerstört hätte, Es musste also ein anderes problem sein, vielleicht eines, das schon vorher auftritt. Ich stellte in meinem profil den WYSIWYG-editor ab, bearbeitete den text nochmal und speicherte – und hatte einen bäckschläsch im text untergebracht. (Es war also ein problem im javascript des WYSIWYG-editors.)

Aber das so ein fehler die ganze zeit von niemanden bemerkt wurde, das verwundert mich sehr. Schreiben programmierer niemals über ihre werke, zitieren sie niemals einen kwelltext im blog? Oder sind die meisten programmierer so gewohnt, auf schwerfällige art mit dem kompjuter zu kommunizieren, dass sie gleich alles direkt in HTML machen wollen?

Wenn letzteres stimmt, wäre es ein schönes beispiel dafür, wie diese fehler entstehen; diese fehler, die irgendwann jeder anwender einer größeren softwäjhr kennt, die den programmierern aber oft über jahre hinweg völlig zu entgehen scheinen. Der anwender ist nur mit der softwäjhr gestraft, die sich aus für ihn unerklärlichen gründen "störrisch" benimmt. (Ich konnte mir diesen fehler heute erklären, da ich über ein gewisses hintergrundwissen verfüge; der normale anwender hätte sich nicht zu helfen gewusst.) Was aber das "störrische" in der softwäjhr verursacht, das ist ein programmierer, der sich nicht dazu "herablässt", seine werke einmal wie ein normaler anwender zu betrachten, indem er sie einfach wie ein normaler anwender benutzt.

Ich hoffe, ich werde daran denken. Immer, wenn ich etwas programmiere.