Nachtrag zu joomla

Ich habe ja kürzlich erst berichtet, wie herzhaft ich über joomla ablästern kann. Ein bisschen relativieren muss ich das nun doch, denn ich habe gerade den zweiten relieskandidaten für joomla 1.5 in einer lokalen installazjon vor mir liegen.

Ein erster, sehr flüchtiger blick in die kwelltexte zeigte, dass wirklich vieles, wenn nicht gar alles neu gemacht wurde. Und es wurde zumindest verständlicher gemacht – es bleibt natürlich ein recht komplexes system, das ich nicht binnen einer halben stunde verstehen kann, aber die kwelltexte erwecken nicht mehr den eindruck eines schwer verständlichen und fehleranfälligen gestrokels. Ganz im gegenteil, es wirkt ungewöhnlich aufgeräumt. Zudem ist der gesamte kwelltext knapp, aber doch durchaus vorbildlich mit PHPdoc-kommentaren dokumentiert, so dass man eine schangse hat, sich in das projekt reinzulesen.

Joomla macht als RC2 schon im programmierstil den eindruck eines viel robusteren systems. Hoffentlich macht das auch die wenig erkwickliche sicherheitsgeschichte dieses CMS vergessen. (Natürlich machen programmierer fehler, aber die alten joomla-versjonen waren schon auffällig anfällig.)

Optisch aufgeräumt, aber in den konzepten weit gehend unverändert ist die benutzerführung. Auch bei der neuen versjon sollte man nicht leichtfertig eine entscheidung zu gunsten joomlas treffen, da doch ein gewisser einarbeitungsbedarf für jeden besteht, der mit diesem system eine internetz-präsenz mitgestalten will. Darin spiegelt sich die immense komplexität dieses CMS wider, es ist wohl nicht vermeidbar. Aber das administrations-modul ist jetzt wenigstens in einer weise optisch aufgeräumt worden, die den meisten menschen etwas besser entgegen kommt. Ich mag zwar die verwendeten, relativ kontrastarmen piktogramme nicht, aber das ist geschmackssache – und bei joomla kann man auch das erscheinungsbild des admin-bereiches anpassen. Es gibt wohl jetzt schon ein paar templates, die auch eher meinem geschmack entgegen kommen. Ich habe nur keine lust, danach zu suchen, weil ich zurzeit nichts vor mir liegen haben, was die möglichkeiten eines joomla erfordert.

Was einen puristen wie mir aber schon richtig gut gefällt, ist die tatsache, dass das erzeugte HTML im RC2 viel besser als in den früheren versjonen ist. Es gibt keine basteleien mehr mit ineinander verschachtelten tabellen, die das erstellen eines eigenen templates schnell zu einem alptraum machen konnten. Statt dessen wird voll auf CSS gesetzt, was angesichts der fähigkeiten der gegenwärtig benutzten brauser völlig angemessen ist. Auch die vorlagen für das erscheinungsbild der internetz-präsenz sehen deshalb aufgeräumter und verständlicher aus, als ich das von früher her gewohnt bin.

Sieht man bei anderer softwäjhr oft dieses streben nach immer mehr fiehtjers, in dem die beseitigung lästiger unstimmuigkeiten und fehler vergessen wird, so ist bei joomla 1.5 RC2 gar nicht so viel hinzu gekommen. Was aber hinzu gekommen ist, das habe ich damals schon vermisst: eine schnittstelle für XML-RPC als standard-plackin.

Kurzes fazit des langen pohstings: Wer eine größere internetz-präsenz zu gestalten hat, die von mehreren menschen mit verteilten rollen gepflegt werden soll, der sollte sich unbedingt einmal den RC2 von joomla 1.5 anschauen. Dieses stück softwäjhr ist wirklich viel versprechend, und es kann durchaus appetit auf die endgültige versjon machen. Allerdings darf man den einarbeitungsaufwand nicht vergessen, wenn man darüber nachdenkt…

WordPress-datenbanken duplizieren

Ich weiß ja nicht, ob es anderen genau so geht. Ich habe mehrere wordpress-projekte und schaue eigentlich mit einem gewissen grauen auf die neue wordpress-versjon, die mit einer stark veränderten datenbank daher kommt. Viele dieser projekte benötigen die zusätzliche funkzjonalität durch gewisse plackins. Ich habe nämlich keine hemmungen, wordpress als ein minimales CMS zu verwenden, wenn mir das angemessen erscheint – und für so manche kleinigkeit muss da ein bisschen mit plackins erweitert werden.

Deshalb kann mich ich nicht einfach darauf verlassen, dass schon alles gut läuft, sondern muss die scheiße vorher testen. Dazu benutze ich eine lokale installazjon eines apache-websörvers mit PHP und MySQL, in der ich wordpress installiere. (Wer auch testen will und microsoft windows verwendet, findet in XAMPP die einfachste lösung für das aufsetzen des lokalen sörvers. Unter anderen betriebssystemen ist die installation ein kinderspiel.)

Na ja, wordpress lokal installieren ist etwas übertrieben, ich betrachte meinen backup des websörvers mit hilfe des webservers, nachdem ich in der wp-config.php die zugangsdaten für die datenbank angepasst habe.

Das einzige problem, was da noch hirnschmalz kostet, ist die frage, wie man die datenbank des websörvers so in die lokale MySQL-datenbank kriegt, dass wordpress auch funkzjoniert. Das ist relativ einfach, wenn man den MySQL-sörver seines blogs auch über das internetz erreichen kann, aber ich befürchte, dass auch viele fortgeschrittene anwender nicht wissen, wie das geht. Alles, was dafür benötigt wird, sind die MySQL-programme mysql und mysqldump, die zur standardinstallazjon gehören – und natürlich ein bisschen spaß mit der kommandozeile. Ich benutze dafür das folgende shellskript (das ich hier ein bisschen angepasst habe, um meine eigenen zugangsdaten zu verbergen) und hoffe, dass es anderen geplagten eine wertvolle hilfe bei eigenen tests ist:

#!/bin/sh
# Dieses Skript muss nach der Umstellung auf WP 2.3 an die
# neue Datenbankstruktur angepasst werden. Es kopiert eine
# WP 2.2.3-Datenbank.

# Die folgenden Zeilen sind durch die wirklichen Angaben zu ersetzen

webdb_host="Der Host der richtigen Blogdatenbank"
webdb_db="Der Datenbankname der richtigen Blogdatenbank"
webdb_user="Der Username auf der richtigen Blogdatenbank"
webdb_pass="Das Passwort auf der richtigen Blogdatenbank"
webdb_pf="Das Präfix für die WordPress-Tabellen"
locdb_user="Der Username der lokalen Datenbank"
locdb_pass="Das Passwort für die lokale Datenbank"
locdb_db="Der Datenbankname der lokalen Datenbank"
local_url="Die URL, unter der das lokale Blog erreichbar ist"

# Achtung, das hier ist nur eine einzige Anweisung...
#
# Die folgende Anweisung kopiert die Datenbank der richtigen
# WordPress-Installation in die lokale Datenbank. Wenn ein
# Plugin zusätzliche Tabellen anlegt, sollten sie in die
# Tabellenliste aufgenommen werden.

mysqldump --add-drop-table \
--allow-keywords --compact \
-C -q --disable_keys -f \
--add-drop-table --set-charset \
--default-character-set=utf8 \
--host=$webdb_host \
--user=$webdb_user \
--password=$webdb_pass \
$webdb_db \
$webdb_pf_categories \
$webdb_pf_comments \
$webdb_pf_link2cat \
$webdb_pf_links \
$webdb_pf_options \
$webdb_pf_post2cat \
$webdb_pf_postmeta \
$webdb_pf_posts \
$webdb_pf_usermeta \
$webdb_pf_useronline \
$webdb_pf_users |
mysql $locdb_db -u$locdb_user -p$locdb_pass --default-character-set=utf8

# Jetzt werden noch ein paar Anpassungen gemacht, damit WordPress
# funktioniert. Damit die Ansicht nicht verwirrt, bekommt das lokal
# kopierte Blog einen anderen Titel.

mysql wordpress -uwordpress -pwordpress \
--default-character-set=utf8 <<EOF

update tamagothi_options
set option_value = '$local_url'
where option_name = 'siteurl'
or option_name = 'home';

update tamagothi_options
set option_value = 'Lokale Installation'
where option_name = 'blogname';

update tamagothi_options
set option_value = 'Dies ist meine lokale Testversion des Blogs'
where option_name = 'blogdescription';

EOF

# Uff!

Es sieht schlimm aus, ich weiß. Aber es funkzjoniert gut, wenn man die datenbank seines blogs über das internetz erreichen kann, und das skript läuft völlig automatisch ab.

Was macht man aber, wenn das nicht geht, wenn man also „nur“ einen phpmyadmin zur verfügung hat? Da kann man nicht so leicht automatisieren, da ist etwas mehr handarbeit nötig. Man muss die tabellen exportieren und in die eigene datenbank bewegen, wobei man wirklich darauf achten sollte, dass man als standard-zeichensatz utf8 angibt, da es sonst zu unschönen effekten in der lokalen wordpress-kopie kommen kann (das ist von den einzelheiten der MySQL-installazjon abhängig). Alles, was danach zu tun ist, ist das ausführen der letzten drei anweisungen auf der lokal installierten datenbank – hier bitte $local_url durch die URL der lokalen wordpress-installazjon ersetzen:

update tamagothi_options
set option_value = '$local_url'
where option_name = 'siteurl'
or option_name = 'home';

update tamagothi_options
set option_value = 'Lokale Installation'
where option_name = 'blogname';

update tamagothi_options
set option_value = 'Dies ist meine lokale Testversion des Blogs'
where option_name = 'blogdescription';

Wer auch lokal einen phpmyadmin verwendet und ihn gut installiert hat, kann diese abfrage speichern, um sie bei bedarf wiederholen zu können. Aber man hat eben mehr zu tun, als wenn der datenbank-sörver direkt erreichbar wäre. Dafür hat man weniger kopfschmerzen mit der passwortsicherheit einer für die ganze welt (und allen ihren wirrköpfen) verfügbaren datenbank. Das kostet leider seinen preis…

Geschwätziges nichts

Manchmal sind die meldungen, die so eine debian von sich gibt, ein bisschen geschwätzig. Das ist ein eher seltenes urteil über linux. Aber die geschwätzigkeit hat einen guten grund, die programmierer waren zu faul, einen durchaus häufigen sonderfall nicht mit einer eigenen meldung zu berücksichtigen.

Als ich eben mal wieder ruhtinemäßig mit einem sudo aptitude update; sudo aptitude upgrade die installierte softwäjhr auf den neuesten stand bringen wollte, beglückte mich dieser vorgang mit dem folgenden text:

Es werden keine Pakete installiert, aktualisiert oder entfernt.
0 Pakete aktualisiert, 0 zusätzlich installiert, 0 werden entfernt und 0 nicht aktualisiert.
Muss 0B an Archiven herunterladen. Nach dem Entpacken werden 0B zusätzlich belegt sein.

So viele nullen…

Der einfache text in der ersten zeile hätte es doch auch getan, oder?

Man sollte niemals…

…damit anfangen, im forum von wordpress deutschland den mit wordpress geplagten seelen ihre fragen zu beantworten. Und wenn man doch damit anfängt, sollte man die mailbenachrichtigung abstellen. Aber der größte anzunehmende unsinn ist es, wenn man jemanden in einer PN die eigene ICQ-nummer mitteilt, weil man das forum von diesen kurzbeiträgen entlasten will, die besser in eine art tschätt passen. Das kann zu einer abendfüllenden beschäftigung werden, die zwar interessant ist, aber auch einmal mehr die erkenntnis hervorbringt, dass mancher mitmensch offenbar noch nie etwas von guhgell gehört hat.

Ich habe alle drei fehler begangen. Zum letzten mal. Ich wäre am heutigen tag, den ich hinterm rechner verbrachte, gern auch zu etwas anderem gekommen. (Na ja, ich war auch viel zu müde. Und ein bisschen spaß hat es auch gemacht.)

Wie dumm kann eigentlich jemand sein…

…, der den leuten internetz-zugänge verkauft? Wird die dummheit von arcor noch einmal überboten? Dort will man sich gar nicht bewusst gewesen sein, dass auf so einer IP-adresse manchmal ein paar domäjhns mehr liegen. Vielleicht hätten die einfach im telefongeschäft bleiben sollen, vielleicht verstehen die aber noch nicht einmal davon etwas. Immerhin wird die kaufmännische abteilung dort kwalifiziert genug sein, um rechnungen zu schreiben – sonst gäbe es diese deutsche deppenkammer schon gar nicht mehr.

Endlich hat auch Gott seine strafanzeige

Darauf haben wir doch alle gewartet: Ein US-p’litiker hat eine idee für eine ganz tolle PR-akzjon gekriegt und Gott angeklagt:

Gott habe […] Wirbelstürme, Überschwemmungen und Tornados verursacht, erklärte Chambers. Dies wolle er jetzt per Einstweiliger Verfügung stoppen. Über Schadensersatzforderungen ist bisher aber nichts bekannt.

Großartige idee. Ich bin echt gespannt, ob Gott zu seiner verhandlung erscheint und was er zu seiner entlastung zu sagen hat. Beim schadenersatz sollte man ruhig die latte etwas höher legen…

Joomla

Da fragt mich doch allen ernstes einer im IRC, was ich denn von joomla halte. Als wenn man das mal eben so auf der flotten zeile beantworten könnte. Joomla ist ein krampf im arsch!

Und meine flotte zeile war gar nicht so flott, sondern die längste zeile, die ich je in einem tschätt geschrieben habe (erst nach der dritten nachfrage):

Bei der Whitedarkness hatten wir lange Zeit ein Joomla im Einsatz, bis wir vor ein paar Wochen auf WordPress für unsere Site umgestellt haben. Wir haaten in der Zeit vier Mal einen Hackerangriff, der den Webserver geschrottet hat. Ich habe mehr als einmal in dieses Programm reingeschaut und immer wieder nur den Kopf geschüttelt. In WordPress habe ich schon eine Menge Dreck gesehen, aber das ist nichts gegen den Schrott, der in Joomla programmiert wurde. Wenn man keine Probleme damit hat, alle Security-Newsletter zu abbonieren und regelmäßig Updates einzuspielen, wenn man auch keine Probleme damit hat, einfachen Nutzern immer wieder zu erklären, wie man denn nur einen Text veröffentlicht, denn kann Joomla eine Menge. Es kann eine Menge mehr, als ein normaler Mensch jemals braucht. Zu einem hohen Preis an Aufwand.

(Ja, ich pflege im tschätt mit korrekter groß- und kleinschreibung zu protzen. Ist ja nicht der beta-mäßige schwerdtfegr-blog…)

Kleiner nachtrag: es ging hier nicht etwa um joomla für eine richtig große hohmpäjtsch, sondern um eine relativ kleine vereinsseite, die von ein paar wenig technikbegisteren freizeitmenschen gepflegt werden sollte. Den kommentar von bio kann ich durchaus verstehen – wordpress ist kein ausgewachsenes CMS.

Müllfraß-studium

Wer immer schon einmal wissen wollte, was von den studenten für so ein müllfraß-studium nach US-amerikanischem vorbild (neudeutsch: "bachelor") zu halten ist, der lese einmal in aller ruhe diesen forumsbeitrag im forum von wordpress deutschland.

Zu blöd, auch nur mal einen einzigen blick in die offizielle dokumentazjon zu werfen, aber akademiker.

Man, was kann ich manchmal froh über meine schlechte bildung sein…

Wenn es kalt wird

Eines ist mir eben aufgefallen, als ich zugriffsstatistiken für meine blogs und sonstigen projekte über die letzten drei jahre kurz überflogen habe: man kann an der anzahl der zugriffe sehen, dass es kalt wird. Im sommer gibt es einen kräftigen einbruch an warmen tagen, an denen die meisten menschen zum glück immer noch etwas besseres zu tun haben als das komische zeugs zu lesen, das sich im internetz lesen lässt. Im winter hingegen, so ab ende oktober, bleiben die zugriffszahlen über die tage hinweg auffallend konstant, und das hält so bis mitte märz an. (Natürlich ist weihnachten und silwester eine ausnahme.) Es ist eben ein leidiges sauwetter, bei dem jeder mensch durch einfaches rausgehen mitbekommt, dass deutschland eigentlich gar kein geeigneter lebensraum für menschen ist – da flüchtet mensch sich gern in die wirr-tuellen welten wohlig wahnwitzigen webs.

Für die letzten paar wochen habe ich die zugriffszahlen oberflächlich mit den temperaturen für kassel (hoffentlich ein guter deutscher durchschnittswert) abgeglichen. Es passt. Man könnte aus den zugriffszahlen eines tages ableiten, wie warm oder wie kalt es gewesen sein muss. In diesem jahr hatten wir einen deutlich kälteren sommer als im letzten jahr, die websörver haben es eifrig notiert.

Aber moment mal… das habe ich doch auch so gewusst. War’n scheißsommer.

Je deprimierter ich werde…

…desto besser werden die nachrichten, sogar die nachrichten in den staatsmedien. Jetzt hat microsoft, diese erstrangige kompjuter-enteignungs- und anwender-entmündigungsfirma, doch glatt mal pech vor gericht gehabt. Der einspruch gegen das bußgeld wegen des missbrauchs der marktmacht ist vom europäischen gericht abgelehnt worden.

Schade nur, dass die halbe milljarde euronen bei diesem verein fast ein trinkgeld ist. Und schade, dass dieses verfahren gewiss in die berufung gehen wird – ich bin doch ein "ausgelernter optimist" und erwarte deshalb nicht, dass große verbrecher angemessen zur rechenschaft gezogen werden.

Python

Immer wieder sagen mir irgendwelche mitmenschen, dass die programmiersprache python so eine vorbildliche syntax habe, ganz im gegensatz zu meiner lieblingssprache perl oder gar zum konzeptlosen zustand namens PHP. Wer so redet, übersieht dabei, dass auch dies python-syntax ihre kanten hat, die nur immer zu wenig beachtung geschenkt wird. Es ist durchaus leicht möglich, schwer verständliche python-programme zu schreiben.

Oft reicht schon die kreative verwendung von tupeln und lambdas, wie in diesem kleinen beispiel:

_ = (range(1, 101, 2), __import__('turtle'), 145)
map(lambda s: (_[1].forward(s), _[1].right(_[2])), _[0])

Klar, dass so etwas nicht in büchern über eine programmiersprache steht, welche die klare struktur hervorheben möchten. Natürlich ist so ein beispiel konstruiert. Zum beispiel würde niemals ein normal denkender mensch auf die idee kommen, den unterstrich als bezeichner zu benutzen, obwohl das möglich ist. Aber die grundsätzliche technik dieses beispieles ist gar nicht so abwegig, hier werden nur objekte (in diesem fall ein modul-objekt) und parameter für die verarbeitung in einem tupel vorgehalten. So etwas machen menschen manchmal, wenn sie programmieren. Wirklich. Ob allerdings menschen die map-funkzjon so missbrauchen sollten, wie es hier angeführt ist?

Zumindest ich habe es schon einmal getan.

Ich war allerdings mir selbst und anderen lesern dieses kwelltextes gegenüber so freundlich, einen klaren kommentar darüber zu schreiben. Warum? Weil ich ein geübter perl-programmierer bin, der ausnahmsweise einmal python machte…

Sinnvolle behandlung von links in blogs

Ich denke gerade ernsthaft darüber nach, ob ich ein weiteres wordpress-plackin schreibe. Nur, um eine funkzjonalität nachzurüsten, die ich selbst gern für die webpräsenz der whitedarkness hätte.

Das zu lösende problem betrifft die auszeichnung von links. Ein HTML-link ist ein HTML-link, aus benutzersicht sehen zunächst alle links gleich aus. Es sind aber gar nicht alle links gleich, man kann sie grob in drei kategorien aufteilen:

  1. Links für die navigazjon in einer website
  2. Links zu verwandten Themen auf der gleichen website
  3. Links auf externe quellen

Wie gesagt, zunächst sehen diese links aus benutzersicht gleich aus, es wäre aufgabe des webdesigns, die kwalitativen unterschiede zwischen diesen drei klassen von links in geeigneter weise sichtbar zu machen.

Die links der ersten klassen, die vorwiegend zur navigazjon dienen, sind bereits gekennzeichnet. In einem typischen blogdihsein befinden sie sich in der seitenleiste und an exponierten posizjonen oberhalb und unterhalb des textes. Hier kann mit hilfe der gestaltung für die eindeutigkeit der darstellung gesorgt werden.

Anders sieht es hingegen mit den links der zweiten und dritten klasse aus. Sie sind normalerweise in den flusstext, in den eigentlichen bloginhalt eingebettet — und sie unterscheiden sich optisch nicht voneinander, sind also aus benutzersicht gleich. Natürlich steht es dem blogger frei, sein HTML von hand zu setzen und geeignete link-klassen zu vergeben, aber das ist doch etwas viel technischer aufwand für eine menschliche mitteilung. Ich bin der meinung, dass links der klassen 2 und 3 anhand eines ganz einfachen kriterjums unterscheidbar sind: die links der klasse zwei verweisen auf die domäjhn und das verzeichnis, in denen das eigene blog läuft, die links der klasse drei verlassen hingegen den sörver- und verzeichnisbereich des blogs.

Wie gesagt, der leser kann diese beiden linkklassen an ihrer erscheinung nicht voneinander unterscheiden, obwohl es sich um etwas logisch sehr verschiedenes handelt. Viele leser werden mit diesen links auch unterschiedlich umgehen wollen, etwa, indem sie die externen links in einem neuen tab ihres brausers öffnen, die internen hingegen nicht. (Ich bin der meinung, dass man diese entscheidung nicht in HTML auszeichnen darf, sondern dem leser überlassen muss. Aber damit der leser diese entscheidung treffen kann, muss ihm natürlich ein bisschen informazjon gegeben werden.)

Die einzige schanse des blogautors, zusätzliche informazjonen zu einem link zu transportieren, ist im moment der titel des links. Dieser erscheint dem leser als eingeblendeter hinweis, wenn die maus für etwas längere zeit über dem bereich des links verweilt. Ich habe aus reakzjonen meiner leser zu meinen blogs die erfahren machen müssen, dass sich viele menschen der existenz einer solchen auszeichnung eines links gar nicht bewusst sind und deshalb auch nicht auf die einblendung der kurzen erläuterung warten. Man kann sich hier natürlich mit einem plackin behelfen, dass für eine recht auffällige einblendung mit hilfe von javascript sorgt, und ich tue das in einem meiner blogs auch, aber auch das ist nur ein notbehelf, wenn sich die menschen einer solchen auszeichnung nicht bewusst sind. Außerdem bürdet die konsistente verwendung dieser erläuterungen dem autor technische ausdrucksformen auf, die für die bloße unterscheidung der beiden linkklassen eher von einem kompjuter gegeben werden könnten.

Das ist der grund, warum ich ein plackin schreiben will. Was es tun soll, ist eigentlich etwas sehr einfaches: sowohl externe als auch interne links sollen eine (eventuell zusätzliche, falls der autor schon auszeichnet) CSS-klasse erhalten, die etwa internallink unnd externallink heißen könnte. (Im idealfall ist das konfigurierbar.) Dies macht es möglich, die beiden linkklassen mit CSS zu gestalten. Im idealfall sollte bereits eine vorgabe vorhanden sein, die vor den links ein kleines piktogramm einfügt, aber natürlich muss das überschreibbar oder auch abschaltbar sein. Darüber hinaus gehe ich davon aus, dass sich viele blogger, die dieses plackin verwenden eine möglichkeit wünschen, externe links in einem neuen tab oder einem neuen brauserfenster zu öffnen, auch das sollte automatisierbar sein.

So weit meine ersten einfälle. Leider komme ich im moment kaum zum programmieren, aber in meinem notizbuch steht schon ein erster entwurf eines pflichtenheftes.

Hat jemand eine meinung dazu?

Opera und die konstante wartezeit

Opera ist ja durchaus ein hinreichend flotter und stabiler vertreter der gattung brauser, den man auch auf einem schmalbrüstigen rechner noch gut verwenden kann. Aber manchmal nervt dieser brauser auf einem schwachen rechner zu scheiße, vor allem, wenn man „moderne“ websites mit tonnen von javascript und AJAX verwenden will.

Denn opera hat von allen brausern den wahrscheinlich langsamsten interpreter für javascript. Da kann es denn schon einmal passieren, dass man auf etwas klickt, was wie ein link aussieht, aber in wirklichkeit eine komplexe brauser-seitige skripting-operation anstößt, und denn kann es – gerade auf einem betagten rechner – auch passieren, dass man sehr lange darauf wartet, dass sich der brauser von dieser benutzereingabe erholt. Das sind denn die momente, wo sich der ältere kompjuterfreund jene seligen zeiten zurückwünscht, in denen er sich mit einem 1200-baud-modem mit seiner mailbox verband. Die wartezeit, bezogen auf die menge der übermittelten informazjon, kommt einem durchaus ähnlich vor.

Ich möchte fast schon ein gesetz formulieren: Der datenaustausch wird immer schneller, aber die wartezeit bezogen auf die menge der informazjon bleibt immer gleich.

Ganz ähnlich, wie es im weltall dunkle materje gibt, die sich zwar an ihren wexelwirkungen feststellen lässt, aber niemals direkt sichtbar wird, so gibt es auch in den netzwerken zwischen den compjutern dunkle informazjonen. Diese lassen sich an der benötigten übertragungs- und verarbeitungszeit feststellen, aber sie treten niemals direkt in erscheinung. Über die notwendigkeit der dunklen materje im all weiß man noch nichts, aber die dunklen informazjonen sind in aller regel völlig überflüssig. Ein großteil von ihnen dient nur der effekthascherei, mit deren überfülle allzuoft die bescheidenheit der wirksamen, sichtbaren, rezipierbaren informazjonen verborgen wird.