WordPress 2.3 ist scheiße

Ich rege mich gerade so richtig darüber auf und muss das einfach mal loswerden, wie unglaublich die wordpress-entwickler die versjon 2.3 verkackt haben. Ich nutze wordpress ja jetzt schon ein paar jahre für unterschiedliche projekte, und ich kenne es auch noch aus einer zeit, in der es für viele dumme klickkinder unbrauchbar war. Alles in allem ist wordpress ein durchschaubares blogsystem, mit dem man auch eine menge basteln kann, wenn man sich an die unstrukturierte API-dokumentazjon gewöhnt hat.

Aber erfahrung ist die summe von misserfolgen. Ich weiß genau, warum bei großen versjonssprüngen mit geänderter datenbankstruktur und neuen funktionen immer ein bäckapp empfohlen wird – ich habe meinen mehrfach bei der umstellung von wordpress 1.5.x auf 2.0 gebraucht. Überhaupt war die 2.0 ein gestrokel vor dem herrn, eine bananensoftware, die erstmal ihre 10 subversjonen brauchte, bis sie einigermaßen sicher und fehlerfrei war. Damals wurde der appdäjht der eigenen blogs so etwas wie eine ruhtine, man war alle paar wochen damit gestraft.

Ich weiß natürlich auch, wie der kwelltext von wordpress aussieht. Weshalb ich wordpress trotzdem verwende, ist ganz einfach: es gibt eine sehr große benutzerbasis, und fehler werden schnell gefunden und behoben. Ambizjonen, daran mitzuprogrammieren, habe ich schnell aufgegeben.

Aber die ganze scheiße der vergangenheit ist nichts gegen diese stinkende datenjauche namens wordpress 2.3 – so etwas habe ich noch nie erlebt. Ich wusste ja vorher, dass sich eine menge im hintergrund geändert hat, und bevor ich die strokelware auf ein real existierendes projekt losließ, habe ich ausführlich lokale testinstallazjonen gemacht, um probleme möglichst im vorfeld zu erkennen. Niemand hat lust auf einen daungräjhd, wenn sich die struktur der datenbank geändert hat. Dabei habe ich auch das völlig überflüssige datenschutzproblem in wp 2.3 gefunden, als ich den netzwerkverkehr untersucht habe.

Und ich kenne die frühen betas und RCs von wordpress 2.3 – da lief so lange gar nichts, dass ich wirklich hemmungen hatte, bestimmte webpräsenzen umzustellen. Diese hemmungen habe ich – zum glück – bis heute, die die 2.2er läuft recht gut. Einige persönliche und wenig frekwentierte seiten habe ich aber dennoch umgestellt, so auch mein hauptblog „lumières dans la nuit„. Nicht, weil ich irgendeine neue funkzjon aus 2.3 gebraucht hätte, sondern, um im falle einer entdeckten sicherheitslücke eine bekweme möglichkeit zum schnellen, schmerzlosen und sicheren appdäjht zu haben. Die wichtigen seiten würde ich aber im zweifelsfall lieber für ein paar tage abstellen, bevor ich so eine strokelware darauf loslasse.

Denn dieses verdammte 2.3 macht nur probleme, es läuft gar nicht rund. Das fing schon kurz nach dem appdäjht an, als jeder kommentar zu einer fehlermeldung führte. Zwar erschien der kommentar dennoch, aber es ist wohl klar, dass ein benutzer davon verwirrt wird, und es gab etliche mehrfachpohstings von kommentaren. Das problem besteht in einem plackin, dass ich kurzer hand deaktivieren musste, bis es eine neue versjon gab. Auch andere plackins funktionierten nicht, obwohl sie in der kompatibilitätsliste als funktionierend aufgelistet wurden. Die fehler sind teilweise bis heute noch nicht gefixt, und alle umgestellten blogs laufen in gewisser weise in einem ständigen strokelbetrieb.

Was mir aber klar war, das ist passiert. Die völlige neuprogrammierung großer kohdteile führte zu völlig neuen fehlern und sicherheitslöchern, und es kam schon nach wenigen wochen zum ersten sicherheits-fix. Natürlich habe ich den aufgespielt.

Und seitdem fresse ich scheiße. Offenbar wurde der fix veröffentlicht, ohne dass ihn einer getestet hätte.

Normalerweise bekomme ich für jeden kommentar im blog eine mäjhl, was ich übrigens für eine gute und wichtige funkzjon  halte, da ich recht unmittelbar auf fragen und anmerkungen eingehen kann. Und diese ganz einfache funkzjon, das versenden einer mäjhl mit dem kommentartext, die geht nicht mehr. Zunächst habe ich mich gewundert, dass mich keiner mehr kommentiert, bis ich mal einen blick in mein „dashboard“ (was für eine scheißübersetzung) geworfen hatte und die gut sechzig kommentare einer woche vorfand. Es ist aber noch schlimmer. Ich würde eine solche mäjhl auch bekommen, wenn ein kommentar in der moderation landet, weil es sich um eine spämm handeln könnte. Ich lege wert darauf, kommentare von menschen möglichst schnell freizuschalten, weil es nun einmal der zweck einer kommentarmöglichkeit ist, dass sich menschen unmittelbar äußern können. Aber auch diese mäjhls kommen aus der total verkackten wordpress-versjon 2.3.1 nicht mehr raus.

Ich finde mich jetzt darin wieder, dass ich eine handvoll blogs jeden tag abklappern muss, um in viel zu langsamer reakzjon das zu erledigen, was früher nebenbei beim mäjhlverkehr erledigt wurde. Natürlich tue ich das nicht immer von zeitgemäßen rechnern aus, ich bin ja arm und obdachlos. Nein, viele der von mir benutzten rechner sind wahre schrotthaufen, reichen aber durchaus noch zum sörfen. Leider hat wordpress etwas andere ansprüche, wer einmal das ziemlich AJAX-lastige „dashboard“ mit einem 100MHz-rechner bedient hat, weiß, dass das eine geduldsprobe ist. Und wenn ich dann zu allem überfluss noch bei einem mitmenschen sitze, der keine fläträjht hat und mir deshalb der sekundenticker durch den kopf rieselt, denn wird dieser wordpress-fehler für mich zum anlass, sehr unfreundliche verwünschungen über die entwickler auszusprechen.

Die summe meiner erfahrungen mit wordpress 2.3.x – es ist einfach scheiße. Wer nicht muss, sollte es nicht verwenden, da schon die standardfunkzjonen fehlerhaft sind.

Und niemand glaube, dass dafür die neuen funkzjonen gut geworden sind. Dass man beiträge jetzt mit etiketten (oder schlagwörtern) versehen kann, ist so toll nicht, zumal es keinerlei möglichkeit einer administration für die täggs gibt. Da konnten vorherige plackinns wesentlich mehr und das besser – aber die laufen mit der neuen wordpress-versjon gar nicht mehr.

Kurz: wordpress 2.3 ist scheiße. Aber das sage ich ja mit jedem wort.

Ich hasse es.

Jeden tag ein bisschen mehr.

Es ist genau die richtige softwäjhr, um sich das bloggen wieder abzugewöhnen.

Die mit abstand längsten texte…

…schreibe ich momentan wohl für das voynich-blog, und diese texte sind auch einigermaßen gehaltvoll und für die meisten menschen völlig uninteressant. Aber ich schreibe sie trotzdem. Wenn in zukunft jedes einigermaßen p’litische bloggen und jede, auch die harmloseste haltung, der gesellschaftlichen kritik dazu führt, dass man mit einem bein im knast steht, wird dieses blog wohl das letzte sein, was von mir als aktiv gepflegtes blog übrig bleibt.

Bevor auch ich zum amokläufer werde.

Ich ertappe mich jetzt schon dabei, dass ich prüfe, ob sich die sturmmaske noch bequem über den kopf ziehen lässt. Damit die fotos keine schnelle identifikazjon meiner person ermöglichen, die dann als „weiches ziel“ ausgeschaltet wird, bevor sie einen nennenswerten „schaden“ angerichtet hat. Ich ertappe mich dabei, dass ich völlig unfriedliche gedanken denke und über rechtfertigungen des unfriedlichen denkens gar nicht mehr nachdenken muss, weil sie sich von allein aufdrängen. Diesen krieg gegen die menschen, den krieg des kapitals gegen die menschen, den habe nicht ich begonnen. Und verloren habe ich ihn sowieso. Da hilft nur noch sperrfeuer, um möglichst viele mitzunehmen – selbst der tod kommt mir zuweilen besser vor als mein elendes, einsames vegetieren unter den bedingungen des ökonomischen terrors und seines spiegels in der täglichen zwischenmenschlichen ödnis.

Und ich ertappe mich dabei, dass ich denke, dass so ein gedanke, und sei er auch noch so in der haltung des gedankenspieles gefesselt, dass so ein gedanke schon dazu führen kann, dass ein rollkommando der fascholizei den besonders kurzen prozess macht. präventiv, wie es dem neuen staatsgefüge als grundlage zu gefallen scheint. präventiv gegen jede änderung von zuständen, die geändert werden müssen – für die mehrheit der menschen.

Und ich ertappe mich dabei, dass sich auch bei mir, der ich weit gehend angstfrei bin und der ich mit meinem scheißleben nix mehr zu verlieren habe eine schere in die gedanken einschleicht. Dass der zwingende blick des großen bruders mit seinen immer größeren augen auch für mein herz zum bösen blick wird, zu einem brachialen zauber, der gedanken erstickt und mitteilungen unmöglich macht. Außer vielleicht die eindeutigen, einseitigen und ziemlich dummen mitteilungen der werbeagenturen.

Und ich weiß, dass ich in der wüste lebe. In der wüste, in der menschen auf einem schlachtfeld voller überfluss um ihre nackte existenz kämpfen müssen, pausenlos, jeden tag. Die sonntage sind lange schon abgeschafft. Der neue gott kennt nur das 7/24, er heißt finanzmarkt und er frisst kinder, schwache und alte.

Und ich weiß jetzt, dass mir die sturmmaske noch passt. Und. Dass ich etwas mehr übung brauche, wenn ich etwas anrichten will und es an der körperlichen fitness mangelt. Aber nicht am hirn. Und. Nicht am willen, dinge nicht mehr hinzunehmen.

Vielleicht werde ich auch bald wissen, dass solche texte im nichts verschwinden. Unter den bedingungen, die hier geschaffen werden. In diesem land, in dem die verbrecher einig gegen recht und freiheit geworden sind.

In wenigen stunden werden die parlamentarier ihre drucksachen auf den tisch haben. Diese werden immer mehr zu sachen, mit denen druck gegen die menschen gemacht wird. Der plenarsaal wird leer sein, wie immer, wenn entscheidungen getroffen werden. Keine debatte ist mehr eine sternstunde des parlamentes. Der präsident macht seine ansagen, mit mechanischer eleganz und der vollendeten form einer absurden liturgie. Wo man die menschen verachtet, da muss man die form wahren – sei es in der p’litik, in der bank oder in der religion.

Ich weiß nicht, wie lange ich noch mache.

Ich weiß auch nicht, wie lange ich noch bloggen kann.

Das sprechen von mensch zu mensch, das geht noch. In der kälte. Ich habe in der regel kein händi dabei, das wird manchmal schon als konspirativ gewertet. Aber nur, wenn die gestapo ihr ziel kennt und schon unter beobachtung hat. Mich haben sie noch nicht unter beobachtung, sie wissen kaum, wo sie mich finden können. Wäre ich moslem, so nennte man mich wohl einen schläfer, obwohl ich wach bin, gleißend wach und voller ambivalenz.

Eine scheibe weißbrot, trocken.

Eine gute henkersmahlzeit.

Die hasskappe liegt bereit. Der hass gärt schon lange. Er ist die normale psychische reakzjon eines menschen, der nichts mehr zu verlieren hat. Nein. Er ist nicht vernünftig. Doch die vernunft hat ummich langeschon verloren, es ist zeit für den wahnwitz der insekten. Ein ameinsenstaat von menschen, jeder hat nützlich zu sein und nichts individuelles zu fühlen – schade, dass sie noch nicht wie die bewohner der in-sekten-staaten genetisch gleich geschaltet sind. Aber man arbeitet daran.

Meine momentan längsten und vielleicht gehaltvollsten texte schreibe ich für das voynich-blog.

Ich hoffe, jemand hat diese texte konserviert. Sie waren es wert, geschrieben zu werden; die beschäftigung mit wirklichen problemen brachte etwas schönwert in mein leben. Und. Nicht nur in meines.

Morgen werde ich wieder menschen treffen, die vom prozess geschliffen werden. Und nicht so hart sind, dass ihre seele daran nicht verblutet. Ich werde zuschauen müssen, wie sie sich mit tavor und diazepam durch ihr trübes dasein retten müssen, damit sie nicht durchdrehen. Ich werde mir anhören, was sie erleiden müssen in den zwangsweisen sozjalen umfeldern ihrer arbeitsplätze, ich werde mir anhören, wie sie von behörden in aussichtslose situazjonen gebracht werden, ich werde mir anhören, wie sie schamlos ausgenutzt werden, weil sich skrupellose zeitgenossen davon einen persönlichen gewinn versprechen. Und. Ich werde hilflos sein. Wie. Immer.

Ich werde meine sturmmaske immer dabei haben. Im november fällt es nicht auf, wenn orkanböen zu einer entsprechenden verpackung der menschen führen.

Wo es kalt ist, da packt man sich eben ein.

Ich werde offen sein für spontane, direkte akzjonen. Als wacher, nicht als schläfer. Bevor einem in deutschland auch noch verboten wird, sich dem wetter entsprechend zu kleiden, nur damit die fascholizei leichteres spiel bei der behandlung von ärgernisverursachern hat. Behandlung heißt hier: tod und mordschlag. Vor allem psychisch, damit das gesetz gewahrt bleibt. Auf die form kommt es an, wenn druck gemacht wird. Ob in der bank, der wirtschaft oder in anderen mafiösen strukturen.

Eine zensur findet nicht statt. Nur eine kriminalisierung. Aber die. Mit. Allen. Mitteln.

Ich warte, dass die nacht vergeht. Damit ich mich unauffälliger bewegen kann. In der nacht fällt jeder mensch der fascholizei auf, da können sich die sheriffs so richtig aufspielen. Wer in der scheinbaren normalität untertaucht, hat nichts zu befürchten. Wenn. Es kein gutes fahndungsfoto gibt.

Die wichtigste regel für die p’litik: Vergiss niemals, auch wenn du handschuhe trägst, deine eigentlichen hände.

Sonst vergisst du, dass du handeln kannst.

Gute nacht.