Werter netznutzer…

…der du heute der meinung warst, dass man guhgell mal die frage "siedepunkt von blut" stellen müsste,

es tut mir aufrichtig leid, dass du bei mir gewiss keine befriedigende antwort gefunden hast. Um so erstaunter war ich, dass du diese frage gleich vier mal stelltest und auch vier mal auf das gleiche suchergebnis klicktest. Dein wissensdurst muss außerordentlich sein, und es scheint so wenig antworten zu geben, diesen durst zu löschen.

Du wirst wohl selbst zu tat schreiten müssen, wenn du den siedepunkt von blut bestimmen willst. Alles, was du dafür brauchst, findet sich in jedem gut ausgestatteten haushalt. Das eine ist ein bratentermometer, das andere ist eine mikrowelle.

An der mikrowelle musst du allerdings etwas basteln. Diese blöde sicherung, die verhindern soll, dass man das gerät mit offener tür benutzt, die musst du irgendwie überbrücken. Das ist gar nicht so schwierig. Wenn du diese hürde gemeistert hast, nimmst du das bratentermometer und rammst es dir in den schädel. Den so präparierten kopf steckst du in die mikrowelle und beginnst mit dem vorgang der erhitzung. Wenn das blut zu sieden beginnt, bilden sich darin gasblasen vom wasserdampf. Dies führt zu einem gluckernden geräusch, dessen wahrnehmung dir mit den zum kopf gehörenden ohren nicht weiter schwer fallen sollte, Wenn du das gluckern hörst, schnell den kopf aus der mikrowelle holen, das termometer rausziehen und die siedetemparatur ablesen.

Ist doch ganz einfach.

Das messergebnis ist allerdings nur eine grobe näherung. Zum einen ist ein bratentermometer nicht sonderlich genau, zum anderen befindet sich im kopf auch etwas hirn, das von etwas anderer konsistenz als blut ist. Dennoch lässt sich mit einfachen haushaltsmitteln keine genauere messung erzielen. Wenn andere körperteile für die messung verwendet werden, fehlt das unmittelbare akustische fiedbäck, so dass das messergebnis noch stärker verfälscht werden wird. Es sei denn, du hast auch noch ein stetoskop herumliegen, damit könntest du denn die verwendeten messkörperteile belauschen, um den eintritt des siedevorganges abzupassen. Aber wer hat schon ein stetoskop herumliegen?!

Deshalb mach es einfach so, wie ich hier vorgeschlagen habe. Die abweichung dürfte gering sein.

Und wissen, dass man sich selbst erarbeitet hat, ist immer noch das nützlichste.

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