Voll die leere karte

Nicht nur bei softwäjhr für kompjuter führen überläufe von ganzzahligen werten immer wieder zu wenig erkwicklichen fehlern, auch die softwäjhr für moderne digitalkameras scheint zuweilen mit heißer nadel und geringer sorgfalt gestrickt worden zu sein. Oder gibt es eine bessere erklärung dafür, dass eine leere speicherkarte voll sein soll?

Blogger fragen, der Schwerdtfegr antwortet…

Ach, was sind die suchbegriffe doch manches mal so unbegreiflich, mit denen menschen auf meine blogs kommen…

manipulieren von geldspielgeräten – ich empfehle zu diesem zweck eine große, wuchtige axt. Nach dem einschlagen der frontscheibe einfach mit ein paar beherzten schlägen in das drahtgewirrte, elektronische innenleben den klimpernden kassenbehälter freilegen, rausreißen und mitnehmen. Wenn sich in der umgebung des gerätes jemand darüber aufregt, kann dem leicht durch drohende gesten mit der gleichen axt begegnet werden, es wird also keine zusätzliche ausstattung benötigt. (Getrocknete blutspritzer auf dem werkzeug sind für diese verwendung sehr hilfreich, auch sollte man einen irren blick vor dem spiegel einüben.) Diese grobe metode ist in gleicher weise kriminell und strafbar wie die feineren metoden gewisser betrügerbanden – warum also lange über besonders „schlaue“ metoden grübeln?!

widerruf bei my adventskalender – das sollte ganz einfach gehen, da der geschickt und dreist formulierte ausschluss des widerrufsrechts in den AGB kaum wirksam sein dürfte. (Es handelt sich um eine überraschende klausel.) Dennoch ist es eine menge schreibkram. Das ist ja auch der grund, weshalb eine wahrscheinlich ungültige klausel in den AGB steht. Menschen, die den schreibkram (und im härtefall die konsultazjon eines anwaltes) scheuen, zahlen dann eben etwas widerwillig die knapp sechzig euro, um die sie für ein so blödes spiel abgezockt wurden. Frohe weihnacht!

worüber bloggen – wer das nicht weiß, der sollte sich fragen, ob er nicht lieber etwas anderes tun möchte als ausgerechnet bloggen. Oder warum er überhaupt bloggen möchte. Ist das bloggen inzwischen zu einer sozjalen zwangshandlung verkommen, die auch dann betrieben wird, wenn man gar nix mitzuteilen hat? Denn misch einfach jeden tag einen kartenstapel durch, zieh fünf spielkarten und blogge das. Nenne es: „mein persönliches poker-blog“. Das sind die inhalte, auf die das internetz gewartet hat!

kleine pfläumchen – findet man so ab mitte august wespenumsurrt an kleinen pflaumenbäumchen. Guten appetit! Und nicht den magen verderben!

was an weihnachten verschenken? – am besten nichts. Wenn man sich solche fragen stellt, denn ist das schenken sinnlos geworden. Wenn jemand wirklich etwas braucht, stellt sich die frage nach einem geschenk nicht. Nur unter satten menschen mit wohnungen voller tinnefs kann eine solche frage aufkommen, da verkommt die an sich beglückende idee des schenkens zur zwangshandlung, die irgendwann den betroffenen in einen laden für „geschenkartikel“ führt. Dort gibt es jede menge dinge, die zu nichts weiter nutze als dem wegwurf des verschenkens sind. Hässliches, unnützes zeug. Wer nicht weiß, was er verschenken soll, der soll dem schenken, der etwas braucht – denn da stellt sich diese frage niemals. Und die beschränkung des schenkens auf das fest des coca-cola-weihnachtsmannes kann auch gleich aufgegeben werden.

kosten vreie onlein spiele – so etwas soll es gelegentlich geben. Bei einigermaßen korrekter rechtschreibung sollte guhgell auch etwas anderes als dieses kleine blog finden, das überhaupt keine hilfe für konsumwütige internetz-nutzer der trüben jetztzeit ist.

ältestes blog – Das kommt ganz darauf an, was man ein blog nennt. Die ältesten blogs sind wohl persönliche websites, die einigermaßen regelmäßig aktualisiert wurden, aber damals hat noch niemand von einem blog gesprochen. Dieser wahnsinn ist neuerem datums. Er geht damit einher, dass eine moderne blogsoftwäjhr auch dem technisch unkundigen menschen das mitteilen im Internetz ermöglicht. Was nun aber die älteste, regelmäßig aktualisierte internetz-präsenz von technisch völlig unkundigen menschen ist, das weiß auch ich nicht zu sagen. Ich habe die internetz-seiten von microsoft in verdacht…

Offlein

Man sollte viel häufiger für ein paar tage das internetz einfach das internetz sein lassen. Nach einigen tagen ohne diesen wahnsinn, zu dem ich eine geradezu ambivalente haltung habe, brauchte ich nur meine heutige spämm abzuholen, um wieder so richtig lustlos zu werden. Manchmal denke ich gar, dass ich mich einfach völlig auch dem internetz verabschieden sollte, um mich erfreulicheren dingen zuzuwenden.

Die borg und die ferengi

Wie die borg und die ferengi bei microsoft solche hilfetexte schreiben…

Drehen Sie so um 180 Grad den Umschlag wenn Drucken Ihres Umschlags mit der Lieferung und wenn Ihr Umschlag Adressen auf dem Kopf zurückgibt, dem Platzieren von es bevor in dem manuellen Einzug und drucken Sie dann es

das schaut man sich am besten – zusammen mit ein paar weiteren schmerztexten – beim alarmschrei an.

Wahnsinn des tages

Das hamburger landgericht hat mal wieder mit dem hammer zugeschlagen und weltfremdheit zum im deutschland geltenden recht erklärt, und Stefan Niggemeier muss sein bloggen über das, was ihm widerfuhr, mit den folgenden worten abschließen: „Falls Sie sich wundern, warum die Kommentare unter diesem Eintrag geschlossen sind, lesen Sie ihn bitte noch einmal.

Man kann nur noch auf die berufung hoffen – und wenn die rechtsauffassung der hamburger richter bestätigt wird, denn können wir alle schon einmal die kommentarfunkzjonen bei unseren blogs abstellen. Bei der beurteilung, wo eine besondere verpflichtung zur moderazjon der kommentare besteht, ist nämlich der willkür tür und tor geöffnet.

Es ist übrigens eine beachtliche tendenz deutscher rechtsprechung, dass sie nicht das grundrecht der freien mitteilung der eigenen meinung schützt, sondern die ansprüche beleidigter leberwürste, wenn sich nur genügend finanzelle macht bei den beleidigten leberwürsten findet.

Bastard des tages: my-adventskalender.de

Der bastard des tages geht an die betreiber von my-adventskalender.de, die uns allen zu weihnachten spämm und abzocke schenken. So eine arschlochhafte nummer habe ich schon lange nicht mehr gesehen. Man beachte die AGB mit ihren doch teilweise etwas überraschenden "vereinbarungen" (nur teilzitate, die ganze herrlichkeit gibt bei den veranstaltern des windigen spielchens):

Aus Gründen der Rechtssicherheit wird der Vertragsschluss mit dem Nutzer elektronisch dokumentiert. Es besteht bereits vor einem Vertragsschluss die Möglichkeit, diese Informationen sowie die Teilnahmebedingungen als Website über den Browser oder durch Kopieren und Einfügen in einTextverarbeitungsprogramm jederzeit zu speichern und ausdrucken. Darüber hinaus steht über den Link „RTF“ auf dieser Seite eine Version im Rich Text Format zum Download bereit.
Im Übrigen erhält der Nutzer mit Vertragsschluss sämtliche Informationen sowie die Teilnahmebedingungen in Textform. Danach ist der Vertragstext dem Nutzer nicht mehr zugänglich.

Warum solche absonderlichkeiten? Das muss wohl daran liegen, was in punkt 4 der AGB "vereinbart" wird:

Für die Teilnahme an My-Adventskalender.de gilt der bei der Bestellung angegebene Preis von 59 €.
Er ist auch unter Ziff. II 7. dieser Geschäftsbedingungen einzusehen.
Der Preis versteht sich brutto inklusive Mehrwertsteuer (Endgeld).
Die Zahlung ist sofort nach Vertragsschluss fällig.

Na, denn ist ja gut, wenn das überall einzusehen ist. Auch wenn es nicht alle einsehen wollen, die einfach nur an ein fröhliches und harmloses spielchen glaubten. Und wer glaubt, dass da ein widerrufsrecht in den AGB steht, der sollte noch einen blick in die "besonderen hinweise" in punkt 5 der AGB werfen:

Ihr Widerrufsrecht bezüglich der Dienstleistung erlischt vorzeitig, wenn die Online Service Ltd. mit der Ausführung der Dienstleistung mit Ihrer ausdrücklichen Zustimmung vor Ende der Widerrufsfrist begonnen hat oder Sie diese selbst veranlasst haben (z.B. durch Download etc.). Zu Gunsten des Nutzers wird von einem Erhalt dieser Belehrung dann ausgegangen, wenn  dem Nutzer dieser Text zusammen mit der die Vertragsannahme erklärenden Email des Betreibers übermittelt worden ist.

Da die meisten opfer einfach auf ein türchen des mechanisch abzockenden adventskalenders klicken werden (denn da werden ja gewinne angeboten), bedeutet diese klausel eine faktische aufhebung des widerrufsrechtes. Wer unangemeldet ein türchen klickt, kommt auf ein registrierungsformular, wo er seine daten angibt. Danach kann er gleich das türchen öffnen – und damit haben die "beschränkten onlein-dienste" auf veranlassung des opfers mit ihrer "dienstleistung" begonnen. Und diese dienstleistung ist im wesentlichen ein unverbindliches gewinnversprechen, dass dem opfer 59 euro aus der tasche zieht. Gewiss ein grandioses geschäft, was das gemacht wird – wenn es auch nicht so ganz weihnachtlich ist.

Na ja, mit spämmern sollte man weder geschäfte noch spiele machen, egal wie harmlos es auch aussieht. Spämm wird nicht zum vergnügen versendet, sondern um menschen zu bescheißen.

Brüller des tages!!1!

Die huch medien AG hat einen eilantrag beim landgericht frankfurt gestellt, dass arcor die internetz-präsenzen google.com und google.de blockieren soll. Denn schließlich gewährt dieses pöse pöse guhgell ja auch einen zugriff auf pornografie, ohne dass das alter des lesers kontrolliert wird.

Mal schauen, ob die gerichte mit zweierlei maß messen werden. Für YouPorn hat es ja gereicht. Hier nochmal zum brüllen der hübschste teil der heise-meldung:

Laut dem heise online vorliegenden Antrag drängt sich der Verdacht "systematisch begangener schwerer Straftaten auf den Webseiten http://www.google.de und http://www.google.com auf". Arcor dürfte nach menschlichem Ermessen bekannt sein, dass man diese Webseiten als in Anspruch genommener Zugangsanbieter verbreite. Folglich trage der in Eschborn angesiedelte Dienstleister zumindest als Mitstörer zu den "entsetzlichen Verstößen auf dieser schrecklichen Webseite" bei. Die Antragstellerin habe Arcor am 20. November auf den Befund hingewiesen und Gelegenheit gegeben, die Seiten des Suchmaschinenprimus zu sperren. Eine Reaktion sei daraufhin genauso wenig erfolgt wie auf eine formale Abmahnung drei Tage später. Die Inanspruchnahme gerichtlicher Hilfe sei daher nun unerlässlich.

Ich schmeiße mich weg!

Heute reicht es mal wieder

Heute reicht es mal wieder, einfach nur die überschriften in der RSS-anwendung zu überfliegen – den volltext möchte ich meinem empfindlichen magen lieber vorenthalten: "Reformen am Arbeitsmarkt bringen keine Arbeitsplätze. Wirtschaftsministerium verschweigt eigene Studie"…

Na, wenigstens bringen die so genannten "reformen" doch massenarmut, eine verbreitete angst um die eigene existenz für viele menschen in deutschland und arbeitnehmer, die sich in dieser situatzjon krank und hundeelend zur maloche schleppen, die immer beschissener bezahlt wird. Und das ist sehr wohl der p’litisch erwünschte effekt. Zur hölle mit der p’litischen bande in der BRD!

Freie musik, daunlohd: Konditionierung

Mal wieder etwas musik für den daunlohd von mir, hatten wir ja lange nicht: Konditionierung…

Ich bin tatsächlich schon gefragt worden, warum es mit meinem neuen album so lange dauert. Das liegt vor allem daran, dass ich mich in einer persönlichen umbruchfase befinde und deshalb etliche alte entwürfe einfach verworfen habe, da sie nicht mehr mit mir selbst übereinstimmen. Ich fange also gerade wieder bei null an, musikalisch. Das gesamte klangbild ist noch etwas minimalistischer, als man es eh schon von mir gewohnt ist – auch sind die verwendeten sämpels weniger "mechanisch". Auch komme ich gerade zu nichts, und der kopf voller klänge kann sich gar nicht richtig austoben. Aber heute habe ich doch mal wieder etwas fertig gekriegt.

Eigentlich würde ich mich am liebsten für ein paar wochen wegschließen.

Aktenzeichen 11.9. ungelöst

Eigentlich sollte sich jeder einmal anschauen, für welche dokumentazjonen in deutschland jornalisten beim WDR gefeuert werden – es wirft ja ein klares licht auf die zustände im staatlichen rundfunk der BRD. Was es in der glotze nicht gibt, das gibt es wenigstens im internetz. e2dk-link: aktenzeichen 11.9. ungelöst, WDR-doku von Wisnewski und Brunner, im MPG-format.