Der fressende frust

Manchmal frisst auch in mir der frust. Dann frage ich mich, warum ich das alles noch mache und mein ganzer ton kriegt etwas selbstmitleidig winselndes, das ich selbst kaum bemerke, aber bemerken muss, um es von anderen menschen fernhalten zu können. Denn es ist natürlich mein ding, folge meines lebens und einiger entscheidungen, die ich einfach nur noch bis zur letzten konsekwenz durchziehe.

Denn etwas anderes als diese entscheidungen habe ich nicht mehr.

Ein teil dieser entscheidungen ist die „whitedarkness“ — ich will auch fortan alles in die kreative arbeit stecken und dafür sorgen, dass netzwerke zwischen menschen entstehen. Das zurückliegende offene wochenende war da mal wieder sehr entmutigend. Denn es gab ja jede menge angebote zur besseren bespaßung, die parallel liefen, und so kam es, dass selbst menschen, die sonst eigentlich immer da sind, lieber woanders hingingen. Da denke ich schon einmal im voll erblühenden selbstmitleid, dass diese menschen zu uns kommen wie zu einem notbehelf, wenn es keine leichter konsumierbaren angebote gibt. Und auch nach überwindung dieses selbstmitleids kann ich diesen eindruck nicht mehr abschütteln. Den anderen — zumindest Mira — geht es auch nicht so sehr anders. Und dann kann man sich auch ohne selbstmitleid schon einmal fragen, wofür man sich überhaupt die ganze mühe macht und sich gelegentlich den arsch aufreißt, um mit den wenigen verfügbaren mitteln, die wir nun einmal haben, eine veranstaltung auf die beine zu stellen.

Ich weigere mich strikt, mit meinem tun an einem markt für bespaßung aufzutreten. Ich habe für lange lange zeit keine besondere lust mehr, solche veranstaltungen mitzutragen — da kann ich auch gleich arbeiten gehen, für diesen frust wird man sogar noch bezahlt.

Vor allem vergeht mir die lust daran, wenn ich immer wieder erleben muss, dass mir menschen ins gesicht sagen, wie toll sie das alles finden — und dabei gleich ihr verständnis der gesamten whitedarkness als eine mehr oder weniger gelungene vorrichtung zu ihrer bespaßung mitschwingen lassen, die sie eben so toll finden.

Nein, ein dienstleister für bespaßung will ich niemals werden.

Es kann sein, dass ich diesen teil einfach hinschmeiße. Aber es geht den anderen nicht mehr so sehr anders als mir, und dieser flyer ist abgesprochen.

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