Die allgegenwart der katzenhaare

Manchmal, wenn man ein paar tage bei jemandem verlebt hat, der sich eine katze hält, möchte man glauben, dass so eine katze in wirklichkeit nur aus haaren bestünde.

Huhu, Cl.!

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Katzengeld

Es ist mir ja nichts neues mehr, dass menschen gar nicht mehr wissen, dass sie überhaupt etwas tun können — nein, das darf ich jeden tag erfahren. Aber selbst recht einfache tätigkeiten wie das aushängen von ein paar zetteln, damit andere menschen die augen offenhalten und sich nach einem entlaufenen haustier umschauen, scheinen inzwischen für viele zeitgenossen eine überforderung zu sein. Deshalb gibt es dafür nun kommerzjelle anbieter, die solche zettel anbieten:

Wenn man den entlaufenen Luis irgendwo sieht, darf man beim anrufen bei diesem kommerzjellen anbieter auf gar keinen fall vergessen…

…die „suchplakat-nummer“ am telefone bereit zu haben, damit das auch schon effizjent und technokratisch „bearbeitet“ werden kann. Schließlich ist die suche nach einer tier-ID ja viel einfacher als alles andere; und denen geht es vor allem um katzengeld, um das gewinnschlürfen aus entlaufenen katzen und aus der dummheit derer, die nicht einmal mehr auf die idee kommen, selbst ein paar zettelchen aufzuhängen. Ob der besitzer dieses katers wohl weniger probleme hätte, zu erkennen, um was es den anrufer geht, wenn da seine eigene telefonnummer draufstünde?

Gesehen in hannover-linden

Rechnen und heizen

Ich verfolge die zunehmende hitzeentwicklung in den modernen kompjutern ja schon seit jahren mit wachsenden kopfschütteln, aber dass es einmal so weit führen würde…

Pross und Höger GbR Elektroinstallationen - Telekommunikation - Datennetzwerke - Speicherheizungen

…dass „datennetzwerke“ und heizungen in einem einzigen atemzug benannt werden könnten, das hätte ich denn doch nicht für möglich gehalten. 😉

Gesehen in linden bei hannover

Die leserpost des tages

Ein tag, an dem man nichts zu lachen hat, ist wohl ein tag, an dem man nicht im internetz ist. Da schrieb mich doch glatt ein leser meines „richtigen“ blogs über das dortige kontaktformular an, um mir einmal seinen unmut über eine meiner entscheidungen mitzuteilen (der name ist hier natürlich nicht mitzitiert):

Hallo

Der Hammer wenn ich mit Google Chrome auf Deine Seite will. ich hoffe nur das Dich Google auch aus dem Index von der Suchmaschine nimmt. So etwas Naives das man Google Chrome Benutzer nicht erlaubt Deine Seite anzuschauen, habe ich nicht oft gesehen.

Freundliche Grüsse

Und das beste daran: um das zu schreiben, hat er extra seinen brauser gewexelt. Der hatte also etwas besseres als dieses satan-nazi-guhgell-ding, diese beta-enteignungsmaschine von guhgell. Warum bleibt der nicht einfach dabei. Ich habe doch nichts gegen ihn persönlich, ich habe nur etwas gegen eine bestimmte form des technikgebrauches durch gewisse firmen. Dieses unbehagen teile ich vielleicht mit den gut 600 leuten, die sich in den letzten tagen das wördpress-plackin zum sperren des guhgell-brausers bei mir runtergeladen haben, und die es vielleicht sogar unter piratenlizenz weitergeben. Ob ich nun „naiv“ bin, oder ob es jemand ist, der irgendwelche beta-softwäjhr einer datenkrake verwendet und selbstverständlich erwartet, dass ihm damit das ganze internetz verfügbar ist und ihn freundlich empfängt, das ist noch eine ganze andere frage… 😉

Übrigens: wenn guhgell mich wirklich aus dem index der suchmaschine nähme, ginge mir das inzwischen ziemlich am arsch vorbei. Dank der piratenlizenz für mein blog werde ich doch recht kräftig gespiegelt, und das auch auf sites, die sich eines recht hohen leserinteresses erfreuen. Generell wird es höchste zeit, dass man die unentbehrlichkeit dieser suchmaschinen mal wieder durch sinnvolle verlinkung ein bisschen aushöhlt.

Soviel nur dazu.

Und: Guhgell ist böse!

Wurmstichige äpfel

Nicht alles, was mit einem apfel als logo geziert wird, ist lecker; so manches früchtchen ist wurmstichig- Tatsächlich schafft es „apple“ immer mehr, auf kwalität und brauchbarkeit seiner produkte zu scheißen und stattdessen lieber mit dem kult der marke zu werben. Ist es da ein wunder, wenn sich diese produkte bei näherer betrachtung als recht unbrauchbar erweisen:

  • So etwas wie eine zwischenablage, mit der man mal eben etwas von einer anwendung in die andere kriegen kann, gibt es nicht.
  • Wer PIM und mäjhl synkronisieren will, der muss ausgerechnet microsoft exchange benutzen, kein anderes produkt wird von „apple“ unterstützt.
  • Der speicher im telefon lässt sich nicht so einfach als „mobile festplatte“ für den transport von daten verwenden, wie das jedes moderne händi ohne probleme hinkriegt.
  • So ein händi mit apfel lässt sich nicht einmal als modem für notebooks nutzen.
  • Und zu allem überfluss kann man nicht einmal den akku auswexeln, das kann nur „apple“. Tja, und wenn er leer ist, denn muss man eben irgendwo laden können, so ein einfacher austausch gegen einen geladenen zweitakku geht da nicht. Und wenn der akku irgendwann verschlissen ist, denn hat der tiefgläubige „apple“-kunde sowieso schon längst das nächste, mit hohem aufwand hipp gemachte schrottprodukt gekauft. Wie kann man nur so bescheuert sein?

Mein absolutes sahnestückchen aus dem verlinkten artikel ist aber das hier:

Unternehmen, die bereits eine BlackBerry-Infrastruktur betreiben, müssten eine zweite Infrastruktur für die Administration des iPhone aufbauen. Die Verteilung zusätzlicher Applikationen über den AppStore oder über iTunes sei im Geschäftskundensegment „nicht gerade üblich“ […]

Über den „iTunes“-schrott softwäjhr verteilen, ich schmeiße mich weg! Dieses „nicht gerade üblich“ scheint mir die sanfteste denkbare formulierung für derartigen dummfug.

Webforen, die ich hasse

Es gibt etwas, was ich wirklich hasse. Und das sind webforen, die nur gelesen werden können, wenn man sich anmeldet.

Versteht mich nicht falsch. Dort, wo es um eine koordinazjon politischer arbeit geht und man gewisse störungen vermeiden will; dort, wo es um konkrete lebenshilfe in empfindlichen psychischen bereichen geht und man eine unerwünschte öffentlichkeit vermeiden will; und auch dort, wo ein webforum als praktisches hilfsmittel für eine eher interne kommunikazjon verwendet wird, ist eine solche entscheidung absolut sinnvoll. Solche webforen meine ich nicht.

Ich meine jene an sich für mich völlig unbedeutenden foren, in denen sich leute über hardware und treiber, über autos oder sonstige allgemeine temen austauschen. Der inhalt eines solchen austausches wäre sicherlich für viele andere menschen interessant, und jeder könnte davon gewinnen, wenn die beiträge in einem solchen forum offen lesbar wären. Vollends sinnfrei ist so etwas bei allgemeinen foren, die um nachtleben, fernsehen und allgemeine bespaßung kreisen, hier will mir auch nach längerem nachdenken nicht einleuchten, warum mal sich zum lesen anmelden soll.

Wieso mir so etwas überhaupt auffällt?

Nun, ich interessiere mich sehr dafür, wo meine leser herkommen, und ich werfe regelmäßig einen blick auf die referer in meinen logdateien. Dabei stelle ich auch immer wieder einmal fest, dass ich in gewissen foren verlinkt werde, und natürlich interessiere ich mich dann auch für den kontext der verlinkung. Dabei stoße ich immer wieder darauf, dass ich nur lesen kann, nachdem ich mich im forum registiert habe.

Normalerweise muss man für eine registrierung eine mäjhladresse angeben. Ich muss also eine mäjhladresse offenbaren, nur weil ich solche verlinkungen betrachten will. Da ich es für unfreundlich gegenüber jedem forenadmin halte, an solcher stelle eine wegwerfadresse anzugeben, nehme ich eine spezjelle mäjhladresse für solche zwecke. Meine erste tat in solchen foren ist es dann immer wieder, dass ich schnell mein profil bearbeite, um diese mäjhladresse nicht öffentlich sichtbar werden zu lassen — ich ertrinke auch so schon in spämm. Nur, weil ich sehen will, wie und warum ich an gewissen stellen verlinkt werde, habe ich inzwischen gewiss meine sechzig forenanmeldungen gesammelt.

Und ich bin da gewiss nicht der einzige.

Was versprechen sich die macher solcher foren von dieser maßnahme? (Wie gesagt, es gibt genug situazjonen, in denen ich eine solche administrative entscheidung verstehen kann, davon spreche ich hier gar nicht.) Wollen die unbedingt eine riesengroße nutzerzahl sehen, auch wenn ein großteil der nutzer gar nicht wirklich am forum teilnimmt? Sind die so heiß auf große zahlen als selbstzweck?

Oder sammeln die so gern mäjhladressen?

Tatsache ist, dass meine nicht besonders leicht erratbare mäjhladresse für solche anmeldungen mein größter spämm-sammler geworden ist. Es scheint also bei einigen solcher foren durchaus üblich zu sein, dass ihr betreiber die adressen irgendwo verhökert, um damit ein kleines geschäftchen zu machen — das internetz wird von zu vielen zeitgenossen einfach nur als gelddruckmaschine betrachtet, da stören sich diese arschlöcher auch nicht daran, wenn der austausch von menschen in einer flut von scheiße ertrinkt, solange nur die eigene kasse stimmt.

Und genau das ist der grund, weshalb ich solche foren hasse. Die anmeldung zum lesen ist in der regel überflüssig, und der eindruck, der bei mir entsteht, gereicht einem solchen forum auch nicht zur ehre. Ich würde heute jedem menschen davon abraten, sich bei einem forum anzumelden, dass eine anmeldung zum einfachen lesen der beiträge erzwingt. Erstens sind katzen im sack meist keine besonders gute ware, und zweitens scheint es eine gewisse korrelazjon zwischen der lust am adressensammeln und der zusammenarbeit mit asozjalen spämmern zu geben. Das beides ist ein guter grund, die finger davon zu lassen.

Aber wer unbedingt will: immer nur zu. Fresst scheiße, leute!