Die herrin der hündin

Ich habe ja diese angewohnheit, wenn ich unterwegs bin, jeden einzelnen aushang gründlich zu lesen. Besonders, wenn ich mich in einer eher unvertrauten gegend aufhalte und gar nicht recht weiß, was ich von den menschen dort halten soll, geben diese kleinen abriebe des lebens, die an baumstämmen und laternen geklebt sind, um dort unfallzeugen und flüchtige hauskatzen zu suchen, einen guten eindruck von der psychischen verfassung und dem weltanschaulichen koordinatensystem ihrer schreiber. Und immer wieder stößt man dabei auf ganz seltsame ausflüsse. Zum beispiel frage ich mich immer noch…

Podengo Portugues, gechipt, bei TASSO registriert, sehr menschenscheu, flüchtet, hat panische Angst von Männern

…wie „emanzipert“ wohl eine hundeherrin sein muss, damit „ihre“ hündin eine panische angst vor männern bekommt.

Ich ging jedenfalls frohgemut und sanft in mich hineinsingend zwei orte weiter, weil mich ein gewisses unbehagen ob der dort lebenden menschen zu erfüllen begann… 😉