Interestingness…

Und immer wieder kann ich mich über die „fähigkeit“ der gestalter von so genannten „web zwo null“-anwendungen wundern, die nichtsigkeit ihrer „konzepte“ in unsinniger sprache zu verkleiden, damit sie nicht ganz so nackt vor dem anwender steht. Bei flickr habe ich zum beispiel eben den folgenden text lesen müssen:

Dies sind ihre 57 beliebtesten Inhalte, sortiert nach Interestingness

Wenn mir jetzt noch jemand erklären würde, was „interestingness“ sein soll… es kann sich dabei kaum um die zugriffszahlen handeln, da selbst fotos ohne nennenswerte zugriffszahlen weit oben in der liste aufscheinen und der spitzenplatz von einem niemals betrachteten foto eingenommen wird. Wahrscheinlich ist es einfach nur eine technisch ermittelte unsinns-zahl, und um das besser zu verbergen, wird ein hübsches unsinns-wort dazu geschrieben. Und damit man nicht merkt, wie unsinnig das unsinns-wort und das dahinter stehende technokratische „konzept“ wirklich ist, wird dieses unsinns-wort als englisches unsinns-wort in den deutschen text gekleistert. Sicherlich, man hätte auch „interessantheit“ schreiben können, aber das klingt erstens ziemlich falsch und zweitens merkt dabei jeder, was es für ein unsinn ist, wenn bilder ohne einen einzigen zugriff in einer solchen liste der „interessantheit“ ganz oben stehen.

Eben typisch „web zwo null“: ganz viel heiße luft. Was anderes kann solche blasen ja auch nicht groß machen.

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