De-mäjhl

Einer der gründe, warum dieser de-mäjhl-unfug so konzipiert wurde, wie er eben konzipiert wurde, liegt darin, dass eine verschüsselung von ende zu ende (also der absender verschlüsselt seine mäjhl mit dem öffentlichen schlüssel des empfängers, und nur der empfänger ist zur entschlüsselung befähigt) p’litisch gar nicht gewünscht ist. Denn bei diesem bereits seit langer zeit zur verfügung stehenden verfahren könnte niemand in der mitte des vorganges mitlauschen und die mäjhls auf vorrat speichern.

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Andere medien finden das internetz kacke…

Andere medien finden das internetz kacke, weil dort ihre „inhalte“ so ein schwer kontrollierbares eigenleben entwickeln, oft auch fern des ganzen vergeldmachungsapparates der kontent-industrie. Die tagesschau hingegen empfiehlt angesichts der gesetzlich vorgeschriebenen zwangslöschung ihrer webseit-inhalte zurzeit leise zwischen den zeilen

Deshalb empfehlen einige Nutzer, die derzeit verfügbaren Inhalte zu sichern und auf anderen Servern zur Verfügung zu stellen. Es könnte also sein, dass Inhalte von tagesschau.de künftig länger an anderen Stellen im Netz zu finden sind.

…dass man diese doch an anderen stellen duplizieren könnte.

Sonst kommt vielleicht noch jemand auf die idee, dass es schlechterdings absurd ist, in der BRD als besitzer eines kompjuters diese rundfunkzwangsgebühr zahlen zu müssen.

Also komm, tagesschau, vergiss es! Du wirst von mir und von anderen einfach nicht mehr verlinkt werden, und so lange du den ganzen bockmist aus den amtlich gefälschten statistiken zu armut und arbeitslosigkeit als erfolgsmeldung der regierung hinstellst, die deinen wasserkopf finanziert und am leben hält, wirst du von mir gewiss nicht gespiegelt werden. Aber zitieren werde ich dich, du tagesschau, wenn du mal wieder so richtig realsatirisch in die kacke greifst, während du in gewohnt sachlichem ton deinem verblödungsauftrag genügst.

So ein „löschgesetz“ hingegen, das finde ich auch ziemlich… hirnpotezjalresistent. Wie den größten teil des restes der p’litik in der BRD.

ISDN

Es kommt durchaus häufiger bei mir vor, dass ich sehr alte zeitschriften lese — vor allem so etwas wie die spektrum der wissenschaft. Dabei sind nicht nur die artikel interessant, sie werden auch sehr durch die alte werbung aufgelockert.

Heute habe ich die april-ausgabe 1995 der spektrum der wissenschaft in die hand bekommen, die mich besonders wegen des artikels zu den Ljapunow-diagrammen interessierte (ich habe da ja auch noch so ein fraktal-blog). Darin ist nicht nur ein ausgesprochen lustiger aprilscherz (allein für den hat es sich gelohnt, das alte papier zu bekommen) auf den seiten 24 bis 26, darin ist auch eine ausgesprochen lustige realsatire. Diese ist eine doppelseitige reklame der deutschen telekom auf den seiten 64 und 65. Diese reklame war gewiss nicht billig, aber sie sollte ja auch den neuesten schrei der damaligen technik verkaufen, damals, im jahre 1 nach den mosaic netscape 0.95beta, der den heutigen internetz-wahn einleitete.

Der (für die telekom) neueste schrei war ISDN. Die reklame zeigt einen sichtbar ungeduldig im zug zwischen zwei zeitungslesern sitzenden schlipsaffen und darunter prangt im großen schriftgrad der text „Halbstündige Konferenzen können einen ganzen Tag dauern. Oder mit ISDN und Ihrem PC nur 30 Minuten.„. Über die beiden seiten sind kleine grafische augenfänger verstreut, jedes mit einem kleinen text. Rechts außen in der mitte sind etwa zwei stapel heiermänner, neben denen „ISDN spart nicht nur Zeit, sondern auch Reisekosten“ steht, unten rechts ist ein billiger schokocrem-doppelkeks mit dem erläuternden text „Gute Verpflegung stärkt die Nerven. Leider sind warme Mahlzeiten beim ‚Lokaltermin‘ eher die Ausnahme.“ und unten links zeigt die telekom neben einem monitor mit ein paar chart-grafiken und einem fenster, in dem ein gesicht sichtbar ist, ihr damaliges verständnis von der zukunft der telekommunikation: „Multimedia-Kommunikation von PC zu PC. Z.B. mit dem günstigen ProShare 200™ Video System der Deutschen Telekom.

Der in einem relativ kleinen kasten eingeschlossene, eigentliche werbetext sei hier kurz zitiert, ich habe mich fast weggeschmissen — so ein dummfug stand damals zwar in fast jeder zeitung und zeitschrift, wie ich mich jetzt wieder erinnern musste, aber in den letzten fünfzehn jahren habe ich das alles gut verdrängt:

Mit ISDN arbeiten Sie direkt von PC zu PC zusammen. Ganz einfach per Multimedia-Kommunikation. Statt zeitraubender Reisen genügt so ein Knopfdruck, um sich zu einem Arbeitsgespräch zu treffen. Durch die hohe Übertragungskapazität des ISDN können Sie sich auf dem PC gleichzeitig sehen, hören, sprechen und gemeinsam an Dokumenten arbeiten. Also z.B. zusammen Texte bearbeiten, Grafiken diskutieren oder Kalkulationen besprechen. Und selbstverständlich können Sie über Ihren ISDN-Anschluß auch Daten und Texte austauschen, faxen und parallel dazu mit digitalem Komfort telefonieren — national sowie international.
Interesse? Sprechen Sie mit uns über ISDN. Telefax 01 30-80 80 44 oder Telefon 01 30-80 80 88

Wie lächerlich wohl die technischen heilsversprechen der heutigen werber in ein paar jahren wirken werden?

Hey, „heise security“…

Hey, „heise security“, so ganz korrekt scheinen eure foren im moment auch nicht zu sein. Denn wenn ich da eingeloggt bin, denn sehe ich nicht nur die möglichkeit, mich auszuloggen…

Einloggen | Ausloggen

…sondern an der stelle, wo früher einmal mein nick stand, auch die möglichkeit, mich einzuloggen. Dieses nebeneinander von zwei niemals gleichzeitig möglichen angeboten der interakzjon tröstet mich ja richtig über ein paar kleinere programmierstümpereien hinweg, die ich in den letzten acht wochen verbrochen habe. 😉