Dosenkost

Ein matematiker, ein fysiker und ein informatiker werden ohne dosenöffner in einem raum voller konservendosen eingesperrt.

Sechs monate später wird der raum mit dem informatiker geöffnet. Der ganze raum ist dreckig und stinkend, die wände kleben vor gammlig gewordenen essensresten, überall liegen verbeulte und aufgeplatzte dosen in kleinen haufen herum. Der informatiker ist ebenfalls dreckig und stinkend, aber er lebt noch. Er hat überlebt, indem er die dosen einfach immer so lange gegen die wand geworfen hat, bis sie irgendwie aufgegangen sind.

Auch der raum mit dem fysiker wird geöffnet. Dieser raum ist relativ sauber, der fysiker auch. Eine der wände ist mit formeln vollgeschrieben, und an einer ecke des raumes sind ein paar kratzer an der wand. Der fysiker hat sich einfach hingesetzt, um die winkel, kräfteverhältnisse und luftwiderstands-beiwerte zu berechnen, die er brauchte, um die dose so an eine bestimmte stelle der wand zu werfen, dass sich der deckel löst.

Der letzte raum wird geöffnet. Der matematiker liegt tot und verwest in der ecke, alle dosen sind noch zu. Der raum ist über und über mit formeln beschmiert. Unten, an einem stück wand neben der verwesten leiche findet sich die letzte berechnung: „Annahme: Wenn ich die dose nicht öffnen kann, werde ich verhungern. Beweis: Angenommen, es gelte das gegenteil …“