Der proll bekam ein publikum

Scriehschott guhgell mit dem prollblog an erster stelle, kino.to tot

Und ich wunderte mich schon, wo auf einmal die ganzen leser herkommen, aber dann wurde es mir klar. Sie kamen von guhgell und landeten bei einer satirischen unfrage (eine alltagsfrage im gegensatz zur sonntagsfrage) zum tema schließung von kino.to — und ein erklecklicher teil hat sogar eine antwort gegeben. Will ich mal hoffen, dass die antworten nicht auch noch ernst gemeint waren, denn zurzeit ist für 28 prozent der leute das leben sinnlos geworden.

So viel interesse binnen einer einzigen stunde hat ein beitrag im proll-blog bislang nur zwei mal gefunden: Als Angela Merkel ihre titten vor den kameras präsentierte, und als Vera Lengsfeld in berlin noch mehr titten zu bieten hatte. Da wächst gerade zusammen, was schon lange zusammengehört, aber nicht so wie es die fleischgewordene korruption namens Helmut Kohl damals meinte…

Interessant daran ist allerdings eines: in allen drei fällen spielte twitter bei den träffick-spitzen nicht die geringste rolle — nur, falls euch mal irgendein dahergelaufener „internetz-experte“ einen vorlabert, wie wichtig dieses ganze web-zwo-nullige gedöns mit zwitschern und fratzenbuchen ist. Es war einfach nur ein tema, das die menschen bewegte und zu dem sie einen treffenden und für menschen geschriebenen text fanden und meist über recht altmodische kanäle weitergaben. Unfassbar, wie viele referer aus den redirect-dingern der webmailer und einiger kleiner webforen kamen (gut die hälfte), und ich schätze, ein weiterer großer teil ging über tschätts und übers ICQ.

2 Antworten zu “Der proll bekam ein publikum

  1. Ich war der erste, der abstimmte… es würde mich auch nicht sonderlich stören, wenn die 28 Prozent ihrem „sinnlosen Leben“ ein Ende setzen würden. Blödheit gehört bestraft.

    • Ich verstehe gar nicht, was die leute an dieser dreckssite so abfeiernswert fanden. Es war ein von kostenfallen-überrumpelungsversuchen, links auf mälwäjhr-schleudern und scheißreklame übervolles stück scheiße im internetz, angereichert um die filme, die ich mir eh nur für schmerzensgeld anschauen würde, bei denen umsonst noch zu teuer war — gemacht für opfer, die aus irgendeinem grund nicht dazu imstande sind, einen modernen kleient fürs feilschäring zu benutzen. Und die kriegen schnell ihre nächste falle gestellt, denn der markt mit der idjotie ist ein verdammt guter.

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