Prof. dr. Offensichtlich zum jornalismus

Prof. dr. Offensichtlich hat seine neuesten erkenntnisse zur „diskussjon“ um die zukunft des jornalismus — die übrigens etwa so zukunftsweisend und so esoterisch ist wie eine diskussjon um die zukunft des fuþark in einer seit langem vom lateinischen alfabet geprägten schriftsprache; einer technik, die sogar von den sehr konservativen isländern adaptiert wurde — anonym publiziert, indem er als Sascha Lobo im Blog von Stefan Niggemeier die unfassbare, neue und sehr überraschende erkenntnis unterbreitete, dass für einen mann mit einem hammer alles wie ein nagel aussieht

Übrigens, sixt, ihr widert mich an!

Übrigens, sixt [bewusst nicht verlinkt], dass eure werbeheinis auf die idee gekommen sind, einfach so das BRD-justizopfer Gustl Mollath für reklame zu verwursten [bewusst nicht verlinkt], lässt einen sehr tiefen einblick in die niedertracht, kälte und unmenschlichkeit der von euch bezahlten scheißwerber zu. Oder, um es einmal in deutlichem deutsch zu sagen: es zeigt, dass die von euch bezahlten scheißwerber einfach nur widerwärtige, menschenverachtende arschlöcher sind, deren nichtexistenz die welt ein bisschen wärmer und menschlicher machte. Wer sich ein auto von euch mietet, der bezahlt damit indirekt widerwärtige, menschenverachtende arschlöcher. Wenn ihr glaubt, dass das die richtige ansprache ist, um menschen zu kunden zu machen, dann macht einfach so weiter — ihr könntet zum beispiel auch mal ein paar auschwitz-überlebende missbrauchen, um das noch zu überbieten. 👿

tos;dr

„Ich habe die Nutzungsbedingungen gelesen und stimme ihnen zu“ ist die größte Lüge des Web. Wir wollen das reparieren.

Leider gibt es das zurzeit nur in englisch, aber einen link ist es mir wert. Zum beispiel ist die eingedampfte versjon der nutzungsbedingungsen fürs zwitscherchen viel verständlicher als die bleiwüste, der jeder nutzer einmal (in aller regel: ohne sie gelesen zu haben) zugestimmt hat. Schade, dass diese webseit von leuten gemacht wird, die es nicht für nötig halten, dass eine potenzjell so wichtige webseit auch ohne javascript funkzjoniert — und hey, das javascript zum lesen der TOS-kurzfassungen ist objektiv unnötig. Da hätte es auch ein guter alter link auf eine kleine HTML-datei mit der zusammenfassung getan.

Kennt ihr noch die piraten-wahlwerbung von 2009?

Die könnte die piratenpartei beinahe völlig unverändert noch einmal benutzen — nur, dass inzwischen jedem klar ist, wie weitgehend im „rechtsfreien raum“ überwacht wird und wie sehr diese so genannten grundrechte für geheimdienste und politische kaste nichts weiter als ein stück papier zum arschabwischen sind.

Aber hey, piratenpartei, das mit dem trollfeminismus ist dann ja unter twittrigen aufkreisch-geräuschen viel wichtiger als jeder inhalt geworden, und während man in der SPD einen bekennenden rassisten und sozjaldarwinisten „genosse“ immernoch nennt, habt ihr euch von den schmierigen propagandajornalisten ein naziproblem ans bein schreiben lassen… idjoten, idjotische! Mit dem versuch, p’litikfähig im sinne von burda, springer und co. zu werden, seid ihr im turbotempo zur lachnummer geworden, zu den welken 2.0, genauso unwählbar und kotzreizerregend wie die andere ehemalige alternativpartei.