Sicherheitsgefühl

„Wir wollen noch mehr in die Sicherheit unserer Reisenden investieren und ihr Sicherheitsgefühl weiter verstärken.“ Dafür hat sein Unternehmen mit dem Bundesinnenministerium eine Grundsatzvereinbarung geschlossen, nach der die Videoüberwachung und -aufzeichnung an Bahnhöfen ausgebaut und modernisiert werden soll. In den kommenden sechs Monaten sollen hierfür vom Staat 36 Millionen Euro aufgewandt werden, heißt es in einer Mitteilung des Ministeriums

Man fühlt sich ja so unsicher als bahnbenutzer! Überall diese brennden züge voller mordgesellen und verstümmelten leichen, überall räuber, bomben und al-kaida-schläfer. Da muss man doch unbedingt ein paar kameras auf den bahnhöfen aufstellen, damit sich die leute wenigstens sicher fühlen, wenn sie den allgegenwärtigen, zwingenden blick des großen bruders aus hundert elektrischen augen wahrnehmen. Und jetzt mit unauffälligem, emotionslosen gesichtsausdruck verpackt in durchschnittlicher kleidung zum gleis, sonst wird noch der unsichtbare polizist aufmerksam…

Wie, du willst dich wohl fühlen? Hier in der BRD kannst du dich an immer mehr orten nur noch sicher fühlen…

2 Antworten zu “Sicherheitsgefühl

  1. Wieder ein schönes Beispiel gegen die Etatisten. Es ist scheinbar Schicksal dieses Konstruktes Staat, dass er wie ein Krebsgeschwür wuchert und sich letzten Endes damit selbst abschaffen wird – wenn man es nicht vorher geschafft hat, den Gefängnisplaneten zu vollenden.

    • „[…]Panoptismus als Analyse-Instrument

      Die philosophisch-theoretischen Überlegungen zum Panoptismus können zur Analyse heutiger Machtstrukturen verwendet werden. Wichtig sind hierbei die Fragen:

      Wer oder was sind die Normsetzer, deren Normen mittels des panoptischen Prinzips verinnerlicht werden?
      Durch welche Instrumente, technischen Entwicklungen und deren (potentielle) praktische Anwendung

      werden heutzutage disziplinierende Zwänge ausgeübt? Stichworte hierbei sind beispielsweise Videoüberwachung, Telefonüberwachung, Rasterfahndung.
      […]“

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