So lange sie damit durchkommen, scheiß auf datenschutz!

So lange internetz- und telefonunternehmen nach einem erfolgreichen angriff mit so einer „argumentazjon“ durchkommen, wie sie die belgacom betreibt, so lange kann auf den datenschutz geschissen werden. Die „argumentazjon“ ist keineswegs für die belgacom typsich und besteht aus den folgenden aussagen:

  1. Aber nein, unsere systeme sind sicher.
  2. Aber nein, natürlich sind keine kundendaten betroffen.
  3. Aber nein, wir wollen jetzt nicht deutlich und allgemeinverständlich sagen, was bei dem cräck überhaupt an daten abgegriffen wurde, aber hej, wie schon gesagt, natürlich sind keine kundendaten betroffen.
  4. Aber nein, wir können gar nicht angegriffen werden. Das hat in diesem fall nur geklappt, weil übermenschliche kräfte, unendliche mengen geldes und eine nicht für möglich gehaltene kriminelle energie zusammenkamen. Dann kann es klappen. Ansonsten sind unsere systeme sicher. Aber das haben wir ja schon gesagt.
  5. Die staatsanwaltschaft ermittelt.
  6. (Nur bei ehemaligen staatsbetrieben oder halbstaatlichen betrieben anzuwenden.) Die regierung ist empört.

Erst, wenn kein sprechepresser oder sonstiger bezahlter lügner mehr mit so einer plumpen, durchschaubaren nummer durchkommen kann, wird der datenschutz zu einem schutzrecht für jene menschen, von denen mit größter selbstverständlichkeit erwartet wird, dass sie ihre daten in großen datensammlungen zentral sammeln lassen. Erst dann wird der datenschutz übrigens auch so ernstgenommen werden, dass angemessenes geld in die sicherstellung des datenschutzes investiert wird. Im moment ist er das klopapier nicht wert, auf dem man verbraucherschutzrechte druckt.

Übrigens, piratenpartei…

Übrigens, piratenpartei, wenn ihr euch mal wieder dem zuwendet, was euch damals so groß gemacht hat, dass es wusch in ein paar landtage ging, wenn ihr euch mal wieder auf einen klaren kern von sachtemen konzentriert, die mit einer im sonstigen p’litikbetrieb fehlenden kompetenz vertreten werden, dann gibt es vielleicht auch wieder einmal wahlergebnisse über zwei prozent.

Auch weiterhin viel spaß mit dauerbeleidigten gendertröten im kreischmodus!

Katholen 2.0

Manchmal kommt mir die ehemalige alternativpartei „die grünen“ wie eine psychologische kopie der hl. röm.-kath. Kirche vor. Man soll sein ganzes leben in den dienst eines höheren wesens stellen, nennen wir es mal mutter erde. Wenn man das nicht tut, droht eine wahrhaft apokalyptische aussicht eines kochenden planeten, auf dem niemals mehr etwas gedeihen wird. An einem tag in der woche soll man auf fleisch verzichten, ganz wie beim röm.-kath. vorbild. Und ganz genau so wie beim röm.-kath. vorbild schafft es niemand den hohen maßstab einzuhalten, und deshalb gibt es auch eine art von ablasshandel, der in obskuren geschäften mit hochpreisigen produkten stattfindet, die sich biomärkte nennen — erstaunlich, wie häufig mit dem muttererdemordenden auto hingefahren wird! Und noch etwas: ab und zu mal ein kind zu ficken, ist auch kein problem und führt zu keinerlei angestoßenen denk- und reformprozessen innerhalb der ehemaligen alternativpartei.