Entdoktorung des tages

Nicht nur bei den p’litischen lügnern, auch bei den reklame- und PR-lügnern wertet man sich zuweilen gern mit einen doktor vorm namen auf, um ordentlich zu blenden… aber jetzt ist die PR-scheffin der deutschen bahn die frau dr. Antje Lüssenhop.

Vermutlich wird der massenhafte wissenschaftliche betrug in diesen ganzen auf blenderei versessenen parallelgesellschaften erst aufhören, wenn jeder beim hören oder lesen des doktortitels denkt: aha, wieder ein betrüger.

Stephan Weil!

Herzlichen glückwunsch zu ihrer wahl zum bundesratspräsidenten! Würden sie jetzt bitte einmal so nett sein, sich an die wahlplakate zu erinnern, mit denen sie niedersaxen vollgekleistert haben? Die landtagswahl ist jetzt 264 tage her, und es gibt immer noch studiengebühren in niedersaxen.

Ach, das ist ihnen mitlerweile scheißegal, sie haben ihre p’litische karriere und brauchen sich nicht mehr an ihr geschwätz von gestern zu erinnern? Ja, ganz genau so habe ich sie auch eingeschätzt, genau so wie jedes andere arschloch aus der p’litischen klasse.

Fratzenbuch des tages: scheiß auf privatsfäre

Na, schön auf das schlagenöl der privatsfären-einstellungen beim fratzenbuch reingefallen und dafür gesorgt, dass nicht jeder mit der allgemeinen fratzenbuch-suche dich und deine mitteilungen finden kann? Tja, das nützt dir jetzt auch nichts mehr, denn diese möglichkeit wurde vom fratzenbuch ersatzlos entfernt. Aber hey, du kannst immer noch andere fratzenbuch-datenstripper einzeln blockieren, das ist doch auch was… :mrgreen:

Jenen, die nicht offen im fratzenbuch sichtbar sein wollen — vieles mag man ja nicht vor kollegen, mitschülern, bekannten, vermietern, eltern, schwiegereltern, personal-scheffs oder stalkern offenlegen — wünsche ich jetzt viel spaß bei der stundenlangen nacharbeit, wenn sie die sichtbarkeit einzelne mitteilungen nachträglich verändern — was natürlich auch nur so ein privatsfären-schlangenöl ist, das jeden tag vom fratzenbuch einseitig gekündigt werden kann.

Auch weiterhin viel spaß mit euren wischofonen…

Auch weiterhin viel spaß mit euren wischofonen und euren äpps, ist ja alles so wisch, bunt und benutzerfreundlich. Dass man auf eure privatsfäre durchgehend scheißt und dass ihr eine träckingwanze in euer leben implantiert habt, stört euch ja nicht weiter; und dass es auf händis völlig normal geworden ist, wenn eine anwendung — blendneudeutsch: äpp — trojaner-funkzjonen hat und kräftig den abrieb eures daseins zu irgendwelchen trojaner-programmierern wie fratzenbuch und twitter funkt, geht euch ja auch am arsche vorbei. Da wird es euch bestimmt auch nicht weiter stören, dass ein in vielen äpps benutzter kohd für die reklameeinblendung ein bisschen mehr kann, als einfach nur reklame einblenden, nämlich…

  • die eindeutige identifikazjon eures wischofons abgreifen;
  • euern aufenthaltsort abgreifen;
  • auf eure geschriebenen und empfangenen SMS zugreifen (na, macht jemand onlein-bänking mit SMS-TANs?);
  • auf euer gesamtes adressbuch zugreifen;
  • auf eure gesamte anrufliste zugreifen;
  • piktogramme auf eurem grabbelschirm platzieren;
  • brauser-lesezeichen beliebig setzen; und sogar
  • beliebigen kohd nachladen und diesen ausführen; sowie
  • die kamera anschalten und fotos machen.

Und das alles, um vorgeblich ein bisschen scheißreklame einzublenden. Und natürlich — in den händis kombiniert sich ja die sicherheits-blauäugigkeit der neunziger jahre mit der organisierten internetz-kriminalität der zehner jahre — geproggt, ohne besonders an die sicherheit zu denken, so dass sich der kohd auch durch andere ausnutzen lässt. Im moment sind äpps mit diesem tollen trojaner-kohd 200 milljonen mal heruntergeladen worden… tja, wo man die trojaner großer börsennotierter internetz-unternehmungen mit flottem wisch abnickt, da installiert man sich jede hintertür freiwillig.

Wenns internetz im händi ist, ists gehirn im arsch.

„Open source“ ist sicher…

Mitmensch „denkt“ ja manchmal so: „open source“ ist sicher und fehler werden ganz schnell beseitigt, weil viele leute in die kwelltexte reinschauen und fehler beseitigen. Außer manchmal, wenn ein kleiner fehler im x-sörver erst nach zwanzig jahren entdeckt wird

Faszinierend ists übrigens, wer da hinten in der karl-wiechert-allee alles so texte ins CMS tippen darf. Da wird man ja glatt zum meikrosoft-fänn, wenn man die folgende aussage liest:

Mit dem Erhalt des Patches für die Lücke arbeiten die Entwickler nun daran, diesen nun auch in die kommenden XServer-Versionen 1.15.0 und 1.14.4 einzupflegen. Bis diese Versionen den Weg zum Endbenutzer finden, kann es je nach Betriebssystem allerdings eine Weile dauern. Die meisten Linux-Distributionen aktualisieren zentrale Komponenten wie den Xserver nur mit der Veröffentlichung von ordentlichen Hauptversionen

Das ist natürlich kwatsch. Aber ein autor, der mutmaßlich noch nie das wort „backport“ gehört hat, kann es wohl nicht besser wissen. Sollte das fehlerchen auch nur teoretisch ausbeutbar sein, wird der pätsch natürlich auch in die älteren versjonen eingepflegt und demnächst gibts für viele nutzer frische, neue x.org-paketchen an den sicherheitsbewussten RPM- und DEB-empfangsgeräten — und ob das fehlerchen ausbeutbar ist, gehört zu den dingen, die sich genau in diesem moment ganz viele, teilweise gut eingearbeitete und recht kompetente leute mit den kwelltexten vor augen anschauen. Wenn man einen absturz provozieren kann, weil ein pointer in die wildnis zeigt, bin ich mir ohne blick in die kwelltexte allerdings schon sehr sicher, dass man daraus in einem angriff noch viel mehr machen könnte.

So ein heise-autor, der nicht weiß, was ein „backport“ ist, meldet dann auch lieber schlachtzeilenträchtige 20 jahre sicherheitsloch und nicht, dass es nur zwei tage gedauert hat, den fehler zu beseitigen, als er bei den entwicklern erst einmal bekannt war. Falls „fab“ hier mitliest: dieses „damals noch X.org“ hieß übrigens im damaligen damals „XFree86“ (und in seiner konfigurazjon viel durchschaubarer als heute) — der x-sörver ist für uns alle neuland… 😀