Du sollst dumm sein! Deine regierung.

Guhgells scheff für rechtsangelegenheiten, Susan Infantino, setzte fort: „im verlaufe der vergangenen vier jahre ist ein verstörender trend konstant geblieben. Regierungen bitten uns weiter darum, p’litische inhalte zu entfernen. Richter haben uns darum gebeten, informazjonen zu entfernen, die ihnen bedenklich erscheinen, polizeibehören bitten uns darum, videos oder blogs zu entfernen, die ein licht auf ihr verhalten werfen, und lokale instituzjonen wie stadträte wollen nicht, dass die bevölkerung dazu imstande ist, informazjonen über ihre entscheidungungsprozesse zu finden. […] Diese vertreter führen häufig diffamazjon, privatsfähre und selbst urheberrechtsgesetze an, um politische äußerungen aus unseren diensten zu entfernen“.

Quelle: Ben Swann — U.S. government asks google to remove almist 4000 polical items from search

Feministischer knall des tages

Eine der Demonstrantinnen begründet dies wie folgt: „Die Weihnachtsgeschichte um die jungfräuliche Geburt des Jesu Christus war schon immer zutiefst sexistisch. Die religiöse Bedeutung von Weihnachten tritt jedoch immer mehr in den Hintergrund und was bleibt ist die verbreitete Symbolik des Tannenbaums.“

[…]

Ein großer Teil der Bevölkerung stelle sich zu Weihnachten mit der langen, graden Tanne ein Phallussymbol in die Wohnung, das anschließend mit Kugeln behängt werde. Gemeinsam mit den Kindern werde so in den meisten Fällen das männliche Genital durch das Anbringen von Kugeln vervollständigt und anschließend mit Beleuchtung versehen. Schaue man an Heiligabend in die Wohnzimmer sei der Weihnachtsbaum häufig die zentrale Lichtquelle. „Kurz,“ so die Aktivistinnen, „über die Feiertage wird den Kindern symbolisch vermittelt, männliche Genitalien als zentrales Symbol der Freude und des Glücks zu feiern. Dies ist eine heteronormative Beeinflussung der Frau und soll auf der Metaebene die Überlegenheit des Mannes transportieren.“

Allen lesern ein schönes langes wochenende! (Und bitte immer schön an den richtigen genitaljen rumspielen, denn wenn man wie gewisse ideolog_innen nur geistig wixt, dann kommen bisweilen ganz komische ejakulate aus dem kopf…)

Datenschleuder des tages

Datenschleuder des tages ist die dänische polizei, bei der mal eben vor einem jahr eine datenbank mit fahndungen in der EU (also auch in deutschland) wegkopiert wurde. Herzallerliebst auch die beschwichtigung, dass die daten kohdiert seien, weil da ja ein zahlenkohd drin steht, also so etwas wie (nur ein beispiel) 219 für „mit haftbefehl gesucht“ oder 233 für „als politischer extremist bekannt“. Dieser kohd ist ja ganz sicher hochgeheim und für niemanden herauszubekommen, den kennen ja nur total vertrauenswürdige und trotz erbärmlich mieser besoldung unkorrumpierbare polizisten… :mrgreen:

Immer wieder erstaunlich, für wie blöd die schergen der herrschenden die untertanen halten. Genau wie in der aussage zur nachfolger dieser datenbank, in der angeblich nicht nach jedem merkmal durchsucht werden kann. Da sagt jemand, der uns glauben machen will, eine bildschirmmaske sei die datenbank und eine beliebige abfrage auf irgendwann einmal irgendwie entwendete daten sei unmöglich. Um das zu glauben, muss man schon sehr ahnungslos sein. Wenn das ding eine SQL-datenbank ist, könnte sich sogar ein ziemlich unbeleckter mensch mit durchschnittlicher anwendererfahrung nach einrichtung einer ODBC-kwelle eine beliebige abfrage in „access“ zusammenklicken. Und wenns keine SQL-datenbank ist: erzähle mir niemand, dass man daten nicht konvertieren kann! Meine fresse, wie diese leute die anderen menschen verachten! Man sollte diesem pack für so einen intelligenzverachtenden blah einen ansatzlosen, graden fauststoß in das vor lüge stinkende fressbrett geben!

Und dann dieser aufklärungswille! Irgendwann 2012 wurde der kräck durchgeführt, am 6. märz 2013 wurden andere polizeien über den kräck aufgeklärt und erst jetzt im dezember — vermutlich, nachdem jemand mit einem rest von verantwortungsgefühl sich mal an die jornallje gewandt hat und die sache nicht mehr verschleiert werden konnte — erfahren die betroffenen, nämlich alle menschen in der europäischen union und in den schengen-staaten, mal etwas davon. Ja, jeder kann im prinzip in so einer datenbank aufscheinen. Da stehen nämlich auch leute drin, von denen eine beteiligte polizei meint, dass sie überwacht oder kontroliiert werden müssten, weil es gründe gibt, anzunehmen, dass sie in zukunft straftaten begehen (artikel 99 schengener durchführungsübereinkommen, ich finde den text gerade nicht mehr beim auswärtigen amt).

Wer noch ein argument gegen das „argument“ braucht, dass die daten beim staat ja in sicheren händen seien, winke winke, da ist es. Jede derartige zentrale datensammlung hat nicht nur ein riesiges polizeistaatliches missbrauchspotenzjal, sondern sie weckt begehrlichkeiten diverser gestalten und führt zu angriffen, die eben auch einmal erfolgreich sein können. Kompjutersicherheit ist kein zustand, sondern ein prozess, der in der auseinandersetzung mit einem unsichtbaren, großen und sehr kreativen gegenüber entsteht, und dieser prozess beinhaltet auch das versagen von getroffenen maßnahmen (nebst anschließender analyse und zukünftiger verhinderung dieser angriffsklasse). Der einzige wirklich wirksame datenschutz ist datensparsamkeit. Alles andere ist schlangenöl und hokuspokus. Wer dem staat mit seinen datensammlungen vertraut, weil er staat ist, der glaubt auch an den weihnachtsmann!

Schlagzeile des tages

45 von 7870 Amerikanerinnen behaupten jungfräuliche Empfängnis — und da sage noch einmal jemand, es geschähen heute keine wunder mehr… :mrgreen:

(Achtung, hier endet die jugendfreie und geschmacklich erträgliche zone!)

Da geht eine nonne zum arzt, weil sie unter müdigkeit, depressionen und magenproblemen sehr leidet und bekommt eine gründliche untersuchung. Danach stellt der arzt ihr die diagnose: „sie sind schwanger“. Da sagt die nonne: „mein gott, es ist doch echt nicht zu fassen, was heute alles auf die kruzifixe geschmiert wird“.

Security des tages

Ihr wisst ja, wenns internetz im händi ist, ists gehirn im arsch.

Wie versenden banken eigentlich so eine SMS mit einer MTAN? Das wird ja als ganz großer sicherheitszugewinn verkauft. Und das wird auch ordentlich telefonkosten bei den banken verursachen, wenn jeden tag eine fünf- bis siebenstellige anzahl SMS versendet wird. Nun, tatsächlich versuchen die banken da zumindest manchmal kosten zu sparen, indem ganz fragwürdige dienstleister genommen werden. Dass da noch jemand anders die SMS mitlesen kann, ist egal, hauptsache geld gespart.

Und fast noch besser: ganz viele leute installieren sich eine äpp, die es anderen, unbekannten menschen ermöglicht, SMS mit fremder absender-telefonnummer zu versenden (kriminelle freuen sich), weil sie dafür einen zehntel US-cent pro SMS bekommen. Für so wenig geld — noch nicht einmal einen lumpigen cent — werden idjoten mit einem wischofon in der hand freiwillig zu dienstbereiten schergen der spämmafia und der professionellen enthirner aus der reklameindustrie.

Manchmal finde ich es wirklich schade, dass mord verboten ist. 👿

Was kann man gegen demonstrazjonen tun?

Es antworten BRD-p’litiker, vorwiegend aus der hamburger CDU:

  • Man kann leute, die demonstrazjonen anmelden, im vollem umfang haftbar für die taten anderer menschen machen.
  • Man kann jede demonstrazjon präventiv videoüberwachen — es handelt sich ja sowieso um gewalttätigen abschaum.
  • Man kann telefonie und internet in der BRD vollständig anlasslos überwachen, um irgendwelche verabredungen aufzuspüren.
  • Man kann demonstranten den führerschein wegnehmen.
  • Man kann demonstranten das abitur und hochschulabschlüsse verweigern.

Alles miteinander „lupenreine demokraken“…

„RSA security“ des tages

Man habe „niemals einen geheimen Vertrag mit der NSA geschlossen, um einen bekannt anfälligen Zufallszahlengenerator in die Verschlüsselungsbibliotheken von BSAFE zu integrieren“

Ich verstehe, es war euch einfach nicht bekannt, dass der vom NSA gelieferte RNG anfällig war. Und ihr habt es euch dann auch nicht bekannt gemacht. Danke für die erläuterung.

Tolle preiserhöhungs-idee des tages

Die tolle preiserhöhungs-idee des tages: digitale preisschilder in rewe-supermärkten, die richtig schnelle preisänderungen ermöglichen, ohne dass da einer noch irgendwelche etiketten austauschen müsste. Wäre ja auch scheiße, wenn die preise übern tag konstant blieben und nicht zu den stoßzeiten rasch ein bisschen angehoben werden könnten. Ich wünsche rewe für diese tolle idee viel negatives sozjales fiehdbäck seiner kunden und wegbrechende umsätze, weil sich kaum jemand so an der nase herumführen lassen möchte. Diese verachtung der intelligenz von kunden sollte rewe in vollem ausmaß zurückgegeben werden, bis die geschaffene möglichkeit der schnellen, tageszeitaktuellen preisanpassung zur gewinnerhöhung einfach wieder entfernt wird. Oder will wirklich jemand da draußen die auf diese weise völlig intransparent gemachten preiserhöhungen haben?

Natürlich gilt das nicht nur für rewe, sondern für jeden scheißladen, der mit so einer scheiße anfängt. Ich behellige ja ungern Fefe mit meinen vorschlägen, aber eben ist eine mäjhl rausgegangen. Denn das ist in meinen augen ein gutes tema für die „bildzeitung des deutschen internetzes“… 😉

Kleines neusprech-bonbon dazu: ein LCD nennt man jetzt „e-ink“, weil… ähm… ja, weil das irgendwie neu und besser als LCD klingt. Und wegen des modernen „e“, versteht sich.

Kompjutersicherheitsexperten des tages

Kleine anfängerfrage für angehende webmaster: Mit welchen rechten sollte ein websörver auf einem kompjuter laufen? Nur mit den für den betrieb erforderlichen? Am besten mit einem extra dafür eingerichteten benutzerkonto, das nur die rechte am dateisystem hat, die es benötigt? Damit im falle eines erfolgreichen angriffs auf die installazjon des websörvers der schaden begrenzt bleibt? Bravo! Grund-kwalifikazjon gezeigt.

Manche scheinen von solchen gedankengängen überfordert zu sein, etwa die spezjalexperten bei „CRU Wiebetech“:

Wundram fand heraus, dass der Webserver Lighthttpd in diesem Gerät mit vollen Root-Rechten betrieben wird […]

Natürlich hat das web-frontend auch eine ausbeutbare XSS-lücke. Und mit solchen werkzeugen werden dann gerichtsfeste „beweise“ gesichert (oder im böswilligen fall: von den ermittlern produziert).

Warum man eine forensisch zu untersuchende festplatte nicht einfach an einem kleinen kompjuter anstöpselt, der ein betriebssystem von einem nur-lese-medium hochfährt und die festplatte für die analyse read-only mountet, bleibt übrigens etwas schleierhaft. (Bei dieser konfigurazjon könnte sogar mit dd ein komplettes abbild der platte auf weiteren datenträgern untergebracht werden, die dann in weniger eingeschränkten umgebungen untersucht werden können, ohne dass das original überhaupt beschädigt werden könnte. Aber vermutlich ist so ein denken einfach zu preiswert für unsere werten strafverfolger. Oder handelt es sich bei den beschriebenen „sicherheitslücken“ etwa… achtung, verschwörungsteorie… um leistungsmerkmale, die gegen aufpreis freigeschaltet werden können?)