pydoc re

Das hier nennt man dann wohl kwalitätssicherung:

Screenshot pydoc re in einem Terminal -- The following documentation is automatically generated from the Python source files.  It may be incomplete, incorrect or include features that are considered implementation detail and may vary between Python implementations.  When in doubt, consult the module reference at the location listed above.

Kurze übersetzung für nicht-techniker: Wir dokumentieren unsere standardbibliotek zwar im kwelltext und wir haben ein tolles progrämmchen, mit dem man sich diese dokumentazjon bekwem anschauen kann, aber was da drinsteht, kann völlig falsch, irreführend, veraltet und unbrauchbar sein. Großes kino!

Übrigens: wenn ihr jemals ein CGI-skript in python schreibt und euch wundert, dass das bei der ausgabe mit print() komische exceptions für unicode-fehler schmeißt — das liegt daran, dass dieses depperte python in den umgebungsvariablen für die eingestellte locale nachschaut, was für ein zeichensatz verwendet wird und seine interne unicode-darstellung dorthin konvertiert. In einer shell funkzjoniert das wunderbar. In der umgebung, die so ein websörver beim aufruf eines CGI-programmes setzt, steht so etwas aber natürlich nicht drin. Und wenn man dann nur ein einziges zeichen ausgibt, das über 7-bit-ASCII hinausgeht, weiß dieses python nicht, was es damit machen soll und behandelt das als fehler.

Es gibt mehrere möglichkeiten, diesen fehler zu umschiffen. Die möglichkeit, die ich empfehle, ist, einfach bytestrings auszugeben und nicht-ascii-zeichen in XML-entitäten umzuwandeln. Wenn in der variablen output drinsteht, was ausgegeben werden soll, könnte das ungefähr so aussehen:

sys.stdout.flush()
sys.stdout.buffer.write(output.encode('ascii', 'xmlcharrefreplace'))

Ja, das ist ein bisschen stupide. Der flush() steht da übrigens für den fall, dass schon etwas „ganz normal“ mit print() ausgegeben wurde, etwa ein paar HTTP-kopfzeilen — print() ist aus den üblichen fiesheitsgründen gebuffert. Die meldung „malformed headers“ im log des websörvers ist dann auch nicht wirklich hilfreich.

Das fernsehen der DDR informiert

Heute abend, um 22:45 gibt es im zweiten programm des staatsfernsehens — danke nochmal für die zwangsgebühren, die wir ihnen mit gewalt aus der tasche ziehen — nach der vermeldeten plansollerfüllung und vielen geschichten aus dem BRD-politbüro ein interwjuh mit Erich Mielke

Mister President, SHUT THE FUCK UP! Nobody needs your interview, there are more than enough liars in Germany.

Jornalisten, die bloggen…

Jornalisten, die bloggen, haben aber auch komische probleme: „Ich habe angst vorm bloggen, weil andere sehen können, dass ich rechtschreibfehler mache“. Hallo?! War das ein zug zuviel an der lustigen zigarette? Oder ist dieser text etwa als satire gemeint, und ich bin gerade zu verpeilt, die satire zu erkennen?

Übrigens: gestalten mit solchen problemen schreiben die zeitungen. :mrgreen: