Hasslisten schreiben…

Was einige menschen und menschinnen nebenan beim zwitscherchen besonders gut zu können scheinen, ist das verfassen von hasslisten mit der aufforderung, leute mit spämblock-missbräuchen aus dem zwitscherchen wegzubeißen. Wie es ist, dort weggebissen zu werden, habe ich ja auch schon einmal erlebt, es weiß ja schließlich jede*r, dass ich ein ganz pöser nazi, frauenhasser, leichenesser und maskuarsch bin. Und wers noch nicht weiß, bekommts eben von denen und deninnen gesagt, dies wissen. Das hilft der bekwemlichkeit beim klickigen kampf um eine bessere welt doch sehr, und es passt auch so lachmuskelzerrend prächtig zu einer webseit, in der man „follower“ sammelt, dass es bei manchem nur so hitlert.

Aber dass ich auf der gegenwärtig umlaufenden liste gar nicht erscheine, verwundert mich schon ein wenig. Wie viele Danisch- und Hoffmann-links und zitate muss ich denn noch verbloggen? Kommt leute und leutinnen, gebt mir tiernamen, schreibt aufforderungen zum missbrauch von vorrichtungen zum spämschutz und macht mich fertig! So sieht doch endlich jeder, dass ihr für eine gerechtere welt einsteht!

Ach ja, fangen wir doch gleich mal mit einem neuen link auf einen text von Hadmut Danisch an, damits auch anlass gibt:

Mal wieder so eine typische Frauenquoten-Stelle (oder typisch für die Entsorgungsanstalten von Altpolitikern): Nichts machen und hoch dauerbezahlt werden.

Und jetzt noch eine kleine aufforderung an meine mitleser*innen, denen nach solchen worten noch nicht vor wut die buchstaben vor den augen verschwimmen: was haltet ihr eigentlich davon, mal so richtig sorgsam analytisch und politisch zu untersuchen, was bei der transformativen übernahme feministischer forderungen durch das bürgertum herausgekommen ist. Diese frage ist nämlich alles andere als unwichtig, vermutlich sogar wesentlich wichtiger als kindergartenmetoden, mit denen alle eure anliegen in die scheiße und in die kackscheiße gezogen werden. Ihr habt eine zeit erlebt, in der eine frau bundeskanzler und ein homosexueller mann vizekanzler werden konnte, und das in einer CDU-geführten regierung. Wenn ich das jemanden in den achtziger jahren erzählt hätte, man und frau hätte mich für völlig verrückt gehalten.

Und ja: für konstruktive mitarbeit an einem solchen projekt bin ich zu haben. Da ist verdammt viel kwellenarbeit zu leisten, die meiner meinung nach sehr erforderlich ist. Und eine Alice Schwarzer als freundin der bildzeitung — verglichen damit ist so eine kleine steuerhinterziehung wirklich lächerlich und offenbart nur einen karakter, der sich vorher schon jahrelang zeigte — wird das nicht tun.

2 Antworten zu “Hasslisten schreiben…

    • Der nächste spämmblock-missbrauch beim zwitscherchen gegen mich kommt bestimmt – spätestens, wenn die unerfreulichen diskussjonen der letzten inizjator*innen mit ein paar sehr bekannten, unzweifelhaft »linken« menschen wieder vergessen sind.

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