Kwalitätsjornalistische enteignung des tages

Die „westfalenpost“ möchte sich gern etwas komponieren lassen, und jeder darf mal einsenden. Wenn sie dann etwas nehmen, gibts tausend euro dafür. Dafür werden sämtliche rechte an der komposizjon abgegeben. Das heißt: die kwaltitätsenteigner dürfen das dann so oft sie wollen abspielen, bearbeiten, weiterlizenzieren und das alles exklusiv, das heißt, der urheber selbst darf nix davon.

So sieht es aus, das geschäft der jornallje — mit dem text von freien schreibern machen die das schon lange so (oder sehr ähnlich). Totale geistige ausweidung nenne ich das. Geschützt von einem extra von diesem scheißpack durch lobbyarbeit und mutmaßliche bestechung und nötiogung erkauften BRD-standesrecht namens leistungsschutzrecht, das weder etwas mit „leistung“ (der geschützten), noch etwas mit dem „schutz“ (der urheber) und schon gar nix mit „recht“ (im sinne von gerechtigkeit oder doch wenigstens vernünftigem interessenausgleich) zu tun hat.

Vielleicht haben ja noch ein paar leute mehr aufnahmen laut knallender fürze. :mrgreen:

Die extratolle nachricht des tages!!!!!1!!11!

Die wischofon-äpp „whatsapp“ wird in zukunft nicht nur für nachgebildete SMS-funkzjonen verwendet werden können, sondern auch um einen „einfach nutzbaren“ sprachdienst erweitert werden. Großes kino! Endlich kann man mit einem telefon telefonieren, niemand hätte einen derartigen fortschritt mehr für möglich gehalten! Und das extrabeste daran: alle diese telefonate laufen nach der übernahme von „whatsapp“ übers fratzenbuch! Das ist ja noch besser als gut! Das ist ja geradezu doppelplusgut!

Ich wünsche euch mit euren wischofonen auch weiterhin viel orwellness.

Zitat des tages

Dennoch. An alle “Nachwuchsjournalisten”: Lasst dies unser Motto sein: Frag nicht, was die Medienbranche für dich tun kann, sondern was du gegen die Medienbranche tun kannst

Jaou, macht einfach kaputt, was euch kaputt macht; fresst auf, was euch das leben wegknabbert! Allein die vorstellung, dass die dreckspresse keine billigschreiber mehr zur verfügung haben könnte, ist göttlich.

Prof. dr. Offensichtlich

Prof. dr. Offensichtlich macht jetzt mal wieder einen nebendschobb als investigativer jornalist und hat dabei rausgekriegt, dass die überwachung der gesamten kommunikazjon auf der welt auch beinhaltet, dass nicht nur die frau bummskanzler, sondern auch die minster der BRD überwacht werden. Niemand hätte das erwarten können!

Ach, und übrigens, tagesschau des BRD-staatsfernsehens: die bildzeitung ist keine kwelle. Niemals. Für nix. (Nicht einmal für spocht und tittitäjnment.) Wer die bildzeitung als kwelle hat, der kann auch in guhgell als suchbegriff „verschwörung“ eingeben und alle damit gefundenen seiten als kwelle betrachten — zumindest die eine oder andere gefundene webseit wurde mit mehr sorgfalt und verantwortungsgefühl erstellt als das mit gezielten lügen und falschdarstellungen an leicht entflammbare affekte appellierende, bluttriefende mordblatt aus dem springer-verlag.

Guhgell des tages (verschwörungsteoretisch gedeutelt)

Je besser sich die rechtschreibung an die standards der jeweiligen sprache hält, also: je besser der inhalt einer webseit von automatischen tuhls der NSA untersucht werden kann, desto höher ist das ränking bei guhgell

Na, jetzt wo die SEO-spämmer ahnen, dass guhgell sehr einfache kwalitätsmaßstäbe ansetzen könnte und vielleicht sogar mit vierzig jahre alten rechtsschreibprüfern arbeitet, werden sie sicherlich alle emsig ihre drecksseits überarbeiten. Manche untersuchen sogar schon seit jahren, ob es nicht besser ist, blogkommentare zu korrigieren. Vielleicht sollten sie es doch besser mit inhalten für menschen als für maschinen versuchen… :mrgreen:

(Und nein, das beta-blog mit seiner rechten gutschreibung kackt auch weiterhin auf sein ränking bei irgendwelchen kommerzjellen internet-filtern, die von spämmern manipuliert werden.)

Ändräut des tages

Viele Virenscanner für Android senden mehr Daten an ihren Hersteller, als sie sollten. c’t hat sie dabei ertappt, wie sie Privates übertragen und HTTPS unterwandern. Eine der größten Datenpetzen wurde über 100 Millionen Mal installiert

Ich wünsche euch auch weiterhin viel spaß mit euren von technischen kwacksalbern angebotenen schlangenöl-programmen für gefühlte sicherheit auf euren wischofonen. HTTPS wird noch einmal im klartext übertragen und damit durch das antivirus-schlangenöl überhaupt erst bekwem für einen dritten überwachbar. Und warum das alles: tja, weil die überprüfung in der „cloud“ stattfindet. Großes kino! Sahnehäubchen ist übrigens, dass ihr auch noch das zusätzliche datenvolumen für diesen eingriff in eure händisicherheit und eure privatsfäre bezahlen dürft oder dass dieses datenvolumen von eurem volumentrarif abgeht. Da freut man sich doch gleich doppelt!