Kwalitätsjornalistische enteignung des tages

Die „westfalenpost“ möchte sich gern etwas komponieren lassen, und jeder darf mal einsenden. Wenn sie dann etwas nehmen, gibts tausend euro dafür. Dafür werden sämtliche rechte an der komposizjon abgegeben. Das heißt: die kwaltitätsenteigner dürfen das dann so oft sie wollen abspielen, bearbeiten, weiterlizenzieren und das alles exklusiv, das heißt, der urheber selbst darf nix davon.

So sieht es aus, das geschäft der jornallje — mit dem text von freien schreibern machen die das schon lange so (oder sehr ähnlich). Totale geistige ausweidung nenne ich das. Geschützt von einem extra von diesem scheißpack durch lobbyarbeit und mutmaßliche bestechung und nötiogung erkauften BRD-standesrecht namens leistungsschutzrecht, das weder etwas mit „leistung“ (der geschützten), noch etwas mit dem „schutz“ (der urheber) und schon gar nix mit „recht“ (im sinne von gerechtigkeit oder doch wenigstens vernünftigem interessenausgleich) zu tun hat.

Vielleicht haben ja noch ein paar leute mehr aufnahmen laut knallender fürze. :mrgreen:

5 Antworten zu “Kwalitätsjornalistische enteignung des tages

  1. „[…]Dafür werden sämtliche rechte an der komposizjon abgegeben.[…]“

    Och menno Nachtwächter. Du solltest es doch mittlerweile besser wissen. Das Urheberrecht kann nicht übertragen oder veräußert werden, nur vererbt. Es geht um Verwertungsrechte. Und. Wer mit der Industrie ins Bett geht, der ist selber schuld oder naiv oder beides.

    • Zugegeben, das stimmt… es geht um exklusive verwertungsrechte. Aber ein totalausverkaufsvertrag bleibt es.

      (Schade, dass bei einer tonaufnahme der geruch verloren geht.)

      • Jo. Aber wo ist das denn was neues und was ist so sonderbar daran, dass eine Firma ein Logo für immer und überall benutzen möchte?
        Auch ein Wettbewerb / Preisausschreiben ist doch keine neue Masche mehr, allenfalls die Höhe der „Belohnung“ scheint mir da ein Aufhänger zu sein. Nur. Soooooooooooooo harte Arbeit ist das wirklich nicht ein paar Sekunden Jingle Zusammen zu basteln (solltest Du doch auch wissen). Was die wollen weiß man doch eh nicht und heut‘ zu Tage reicht schon eine einzige fette Kickdrum die knallt, wenn man das gut verkauft (siehe Handywerbung mit den Krankenschwestern).

        • Mach doch mal als Grafiker ein Firmenlogo und behalte Dir das Recht vor, das Logo noch an andere verkaufen oder verschenken zu dürfen. Etc. pp.

        • Axo. Ich finde 1000€ (ka ob das jetzt stimmt) für 20 Sekunden schon eine enorme Menge! Dafür mach ich Dir sogar mehrere Entwürfe.

          Mir war so, dass man an jeder Ecke liest, dass Künstler insbesondere Musiker auch wie jeder andere Entlohnt werden sollen und nicht über Generationen an z.B. ein oder zwei Hits absahen sollen.

          Irgendwie erschließt sich mir die Logik dahinter nicht so ganz. Aber wenn ich das hier lese dämmert es mir schon ein wenig.

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