Während sich alle welt drüber zu freuen scheint…

Während sich alle welt drüber zu freuen scheint, dass der bildrechtevermarkter „getty images“ jetzt das bekweme einbetten vieler seiner bilder in blogs ermöglicht; während alle zu denken scheinen, dass ein angebotener IFRAME mit kohd von anderen leuten drinnen einer revoluzjon gleichkommt, sehe ich miesmacher darin nur eines: Es handelt sich um eine weitere möglichkeit zum seit-übergreifenden träcking im netz! Und bis diese massenhaft eingesammelten daten (in teilweise deanonymisierter weise) verkauft oder mit scheißreklame vergoldet werden, kann es nicht lange dauern.

Leute, wenn ihr keine bilder für eure blogartikel habt, versucht es doch einfach mal mit guten, altmodischen wörtern! Nur, weil die contentindustriellen drecksseits der jornallje zu jedem drexartikel ein — übrigens oft himmelschreiend idjotisches¹ — bild verwenden, und zwar nicht, weils ein mehrwert für den leser wäre, sondern nur, weil da im CMS der zeitungsdrexseit ein platz für ein bild vorgesehen ist, müsst ihr doch noch lange nicht diese hirnverrottete form imitieren. Und schon gar nicht so, dass euren lesern dabei eine weitere in eure blogs eingebettete träckingwanze untergejubelt wird, davon gibt es nämlich wahrlich mehr als genug.

¹Hej, DPA, auf eine CD „kinderpornographie“ draufschreiben, das von einem knippser knippsen zu lassen, um es dann für derartige meldungen zu lizenzieren, das ist eine tolle idee. Und so vielsagend. Nicht zum tema, für das dieses bild gedacht ist, sondern zum geschäft der kontentindustrie. Geh sterben, DPA, und stib schnell!

Ei-fohn und ei-pädd (mit ei-ätz) des tages

[…] soll es Werbekunden demnächst erlaubt sein, Unterbrecherwerbung im Vollbildformat samt Videowiedergabe zu platzieren. Diese sogenannten „Interstitials“ könnten beispielsweise zwischen einzelnen Leveln eines Spiels auftauchen oder zwischen Nachrichtenartikel geschaltet werden

Und wenn euch das immer noch nicht dazu bringt, bei euren wischofonen und wischopädds wenigstens manchmal (wenigstens versehentlich) nach einer drecksreklame zu grabschen, dann werden sie schon in wenigen monaten darüber nachdenken, ob es nicht irgendwie möglich ist, die reklame-unterbrechungen durch unerwartete elektroschocks „anzureichern“. Auf dass sich das geschäft äppels und das geschäft der werbeheinis lohne!

Und nein, mit irgendwelchen skrupeln ist nicht zu rechnen:

Werbekunden scheinen sich bereits für das neue iAd-Format zu interessieren

Klar: den (in der BRD oft recht teuren) datentransfer für die unerwünschten nervvideos bezahlt natürlich der benutzer.