Router des tages

Alle asus RT-AC68U (nein, das sind keine pfennig-billigkisten) sind anfällig für einen XSS-angriff in der web-benutzerschnittstelle. Ein übergebener parameter wird ungefilter auf die seiten übernommen und ermöglicht so das einschleusen beliebigen kohds. Und als ob das nicht schlimm genug wäre, kann man den dingern auch beliebigen kohd zum ausführen unterjubeln; ein fehler, den asus jetzt schon fast einen monat lang kennt und nicht behandelt.

S/M-brüller des tages

Ich mache mir ja vor lachen fast in die hose, wenn ich lese, dass die reklameheinis sich irgendwie vom fratzenbuch erpresst fühlen, wenn ihre drexreklame-pohstings immer weniger im fratzenbuche sichtbar sind. Wie überraschend, dass ein börsennotiertes unternehmen reibach machen will! Da konnte ja wirklich niemand mit rechnen…

Ich hoffe von ganzem herzen, ihr verachtenswerten professjonellen lügner, dass ihr hunderttausende von euro letztlich für die katz investiert habt, um eure lügen-PR übers fratzenbuch zu transportieren!

Aber immer daran denken, hirnkrepel: das geld, das ihr demnächst für fratzenbuch-reklame ausgeben werdet, könnt ihr genau so gut im kamin verbrennen, wenns um die werbewirksamkeit geht. Ach, ist nicht euer geld, sagt ihr bei der reklameklitsche. Na, dann ist ja alles gut.

Nachtrag 22:00 Uhr: Thomas Knüwer reagiert auf das gejammere der reklameheinis gleich viel weniger erheitert, eher schon in einer mischung aus angeödetsein und latentem zorn

EiFohn und guhgell und Äpp des tages

Nun erkennt Google beispielsweise, dass derselbe Anwender, der Werbung in einem Youtube-Video angesehen hat, das beworbene Produkt über Chrome kaufte. Anonym kann der Anwender gegenüber Google auf iOS nur noch sein, wenn er sich gar nicht anmeldet – doch dann sind Dienste wie Gmail auch nicht mehr nutzbar

Toll, diese süddeutsche zeitung!

Toll, diese süddeutsche zeitung, die guhgell vorwirft, dass es antworten zur eigenen datensammelpraxis aus dem wege gehe! [Vorsätzlich nicht direkt verlinkt] Immer ganz großes kino, wenn kwalitätsjornalisten sich zu fürsprechern des datenschutzes aufschwingen, im fall der süddeutschen zeitung mit träcking und datensammel-javascriptfetzen von…

  • DoubleClick
  • Facebook
  • Google +1 [!!!]
  • Google Adsense [!!ölf!]
  • Google Tag Manager [!!!ölf!hundertölf!!]
  • Twitter

…im artikel (unvollständige liste, weil ich nicht noch weiter durch die javascript-wüsten im kwelltext scrollen wollte). Da bekommt der ruf nach datenschutz erst so richtig viel gewicht! Und plumpst wie ein sack scheiße stinkend auf den boden…

Geht sterben, kwalitätsjornalisten, mit euren hirnfick-propagandaartikeln!

Stellt euch mal vor…

Stellt euch mal vor, ein gericht hebt internetzsperren auf, die von der regierung durchgesetzt wurden und der regierung ist das völlig gleichgültig und die sperren bestehen weiter und das alles hat keine besonderen konsekwenzen…

Wer sagt denn auch, dass dieses recht für die verbrecher gilt, die einen staat regieren. So langsam kwalifiziert sich die türkei für eine aufnahme in die EU…

Der grimme trostpreis

Der Grimme-Preis gilt als Schutzschild, wenn man jetzt quotenmäßig, sagen wir mal, relativ wenig Erfolg hatte, dann hat man aber wenigstens einen Grimme-Preis, und man kann sich sozusagen mit den Preisen am Schluss des Jahres noch ein wenig schmücken. Aber medienpolitisch geht das nur bis zu einer ganz bestimmten Ebene, das kommt nicht in die obersten Etagen überhaupt ins Bewusstsein, glaube ich

Barbara Buhl, WDR, leiterin der programmgruppe fernsehfilm, zitiert nach Stefan Niggemeier

Toll, wie bei kwasistaatlichen fernsehsendern, die über eine eingezogene zwangsgebühr finanziert werden, alles nur um die zuschauerkwote geht. Das ergebnis solchen strebens kann man jeden tag durch einschalten eines fernsehers sehen.

Achtzehn milljonen mäjhlpasswörter

Warum ich nichts zu diesen aufgetauchten achtzehn milljonen „mäjhlpasswörtern“ sage? Weil niemand nix weiß, alles, was darüber geschrieben wird, ziemlich hohl ist und das BSI bis montag zeit braucht, um eine presseerklärung zu formulieren, die wir dann von der webseit fotokopieren dürfen. :mrgreen:

Kann also nicht so eilig sein. Ursprünglich waren es übrigens „mäjhladressen mit passwörtern“, aber mitmensch kwalitätsjornalist findet es halt besser für die aufmerksamkeit, wenn proweiderübergreifend die mäjhlkonten gecräckt werden, dass es nur so rattert, als wenn es sich um… ähm… irgendwelche zusammen mit dieser mäjhladresse verwendeten passwörter handelt. In wirklichkeit hat sich das bundesamt für sicherheit in der informazjonstechnik schon im januar als laden erwiesen, der auch mal ganz laut und mit tagesschau-meldung die panik-alarmsirenen aufheulen lässt, ohne dass irgendein objektiver anlass dazu besteht. Wer wissen möchte, wie verbrecher an mäjhladressen und passwörter kommen können, lese bitte auf der datenschleuder-seite auf „unser täglich spämm“ weiter. Alle diese abgegriffenen daten fluktuieren untern kriminellen und werden teils aus mehreren kwellen zusammengeführt.

Also, lehnt euch zurück und wählt sichere passwörter! Ob das passwort sicher genug ist, erfahrt ihr übrigens hier. :mrgreen:

Ach ja…

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) arbeitet derzeit mit Hochdruck und in Zusammenarbeit mit Behörden und Providern an einer Lösung, wie und auf welchem Wege betroffene Internetnutzer informiert werden können

…natürlich heult die sirene mit „hochdruck“. Man kann förmlich die heißluft spüren, die daraus entweicht. Und was die da im januar benutzt haben, lässt sich wohl nicht so einfach benutzen, denn das war nur für genau die gleiche problemstellung — schneller test, ob eine mäjhladresse betroffen ist — gebaut. Lieber steuerzahler, hier sind deine steuergelder bei der arbeit! Mit hochdruck! Und alarmgeheule!