Achtzehn milljonen mäjhlpasswörter

Warum ich nichts zu diesen aufgetauchten achtzehn milljonen „mäjhlpasswörtern“ sage? Weil niemand nix weiß, alles, was darüber geschrieben wird, ziemlich hohl ist und das BSI bis montag zeit braucht, um eine presseerklärung zu formulieren, die wir dann von der webseit fotokopieren dürfen. :mrgreen:

Kann also nicht so eilig sein. Ursprünglich waren es übrigens „mäjhladressen mit passwörtern“, aber mitmensch kwalitätsjornalist findet es halt besser für die aufmerksamkeit, wenn proweiderübergreifend die mäjhlkonten gecräckt werden, dass es nur so rattert, als wenn es sich um… ähm… irgendwelche zusammen mit dieser mäjhladresse verwendeten passwörter handelt. In wirklichkeit hat sich das bundesamt für sicherheit in der informazjonstechnik schon im januar als laden erwiesen, der auch mal ganz laut und mit tagesschau-meldung die panik-alarmsirenen aufheulen lässt, ohne dass irgendein objektiver anlass dazu besteht. Wer wissen möchte, wie verbrecher an mäjhladressen und passwörter kommen können, lese bitte auf der datenschleuder-seite auf „unser täglich spämm“ weiter. Alle diese abgegriffenen daten fluktuieren untern kriminellen und werden teils aus mehreren kwellen zusammengeführt.

Also, lehnt euch zurück und wählt sichere passwörter! Ob das passwort sicher genug ist, erfahrt ihr übrigens hier. :mrgreen:

Ach ja…

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) arbeitet derzeit mit Hochdruck und in Zusammenarbeit mit Behörden und Providern an einer Lösung, wie und auf welchem Wege betroffene Internetnutzer informiert werden können

…natürlich heult die sirene mit „hochdruck“. Man kann förmlich die heißluft spüren, die daraus entweicht. Und was die da im januar benutzt haben, lässt sich wohl nicht so einfach benutzen, denn das war nur für genau die gleiche problemstellung — schneller test, ob eine mäjhladresse betroffen ist — gebaut. Lieber steuerzahler, hier sind deine steuergelder bei der arbeit! Mit hochdruck! Und alarmgeheule!

Eine Antwort zu “Achtzehn milljonen mäjhlpasswörter

  1. <vt>Könnte es vielleicht sein, dass der Staat als Organisator des großskaligen menschlichen Zusammenlebens in weiten Teilen durch Computer und Internet schlicht überflüssig geworden ist und nun krampfhaft versucht diesen Bedeutungsverlust durch operative Betriebsamkeit zu vertuschen?</vt>

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