Zitat des tages

Liebe Freunde, unser Bundespräsident, der Kriege bekanntlich nicht grundsätzlich ablehnt, behauptet, er kämpfe für die Menschenrechte. Stimmt das? Bisher hat er u.a. China, Russland, Indien, Äthiopien und Nordkorea kräftig gerüffelt. Nächste Woche will er sich die Türkei vorknöpfen.

Bei Menschenrechtsverletzungen der USA aber eiert er ganz schön herum: “WENN Menschenrechte von unseren (US-) Freunden verletzt werden SOLLTEN, MÖGEN wir nicht schweigen, obwohl wir wissen, dass ANDERNORTS viel gravierendere Menschenrechtsverletzungen stattfinden“- erklärt unser „Held“.

Immer wieder habe ich diesen Satz studiert. Hatte ich mich verlesen? Wo liegt „ANDERNORTS“? Wo gibt es noch ein Land, das in den letzten Jahren durch einen völkerrechtswidrigen Angriffskrieg weit über eine halbe Million Menschen umgebracht und Hunderttausende zu Krüppeln gebombt hat- wie die USA im Irak??

Jürgen Todenhöfer (CDU) im fratzenbuch [Link geht zur mobil-versjon vom fratzenbuch, die ohne javascript funkzjonieren sollte, aber es ist und bleibt eine träckende datensammelwanze — und wer jung ist und Jürgen Todenhöfer nicht mehr kennt, das ist dieser ehemalige scharfmacher]

Kommentar des tages: das ende jeglicher privatsfäre

Dieser kommentar im heiseforum verdient ein bisschen bekanntheit: AR ist super, AR Nutzer sind der Teufel.

tl;dr Privatsfäre und „augmented reality“? Das geht nicht zusammen. Und alles, was machbar ist und verspricht, aus reklame noch mehr geld zu machen, wird auch gemacht werden. Alles, wirklich alles. Kleines zitätchen, flott aus der mitte gegriffen:

Wir überwachen uns künftig FREIWILLIG selber UND kaufen auch noch die hardware dafür – und das alles unr [sic!], weil wir mittlerweile zu dumm dazu sind, den nächsten Hipster-Starbucks einfach per Nachfragen zu finden…

Viel spaß mit eurer borgbrille von der NSA-datensammelkrake guhgell, ihr hirnkastraten! (Und natürlich mit eurem borghändi, dessen betrübssystem passenderweise „android“ heißt, damit ihr auch wisst, was ihr seid!)

Datenschutz des tages

Wie nennt man es mal, wenn ein striehming-dienst im web von seinen nutzern mindestens eine aktiv genutzte telefonnummer haben will (ohne, dass das vorher auch nur in den nutzungsbedingungsen angedeutet würde), wenn er fernerhin gern zugriff auf guhgell doppelplusgut und fratzenbuch nimmt, um mal eben den ganzen nahen und entfernten freundeskreis abzugreifen und mit reklame für den striehming-dienst zuzuspämmen und anschließend bei der nutzung des striehmings eine präzise datenbank der fernsehgewohnheiten und fernsehzeiten anlegt?

Bei golem, wo scheinbar niemand mehr hemmungen hat, reklametexte unreflektiert in den redakzjonellen teil zu übernehmen…

An dieser Stelle müssen sich übrigens zumindest die öffentlich-rechtlichen Sender die Frage gefallen lassen, warum sie dieses aus Datenschutz- und Sparsamkeitsgründen nicht wirklich sinnvolle Verfahren durch die Teilnahme an Magine TV unterstützen

…nennt man so etwas ein „aus datenschutzgründen wirklich sinnvolles verfahren“, ja, man nennt es „sparsam“. Geht einfach verrecken bei golem, denn um sich zusätzlich zu verblöden, braucht euch keiner!

Übrigens gibt es schon die erste exklusiv-vorschau darauf, wie gestreamtes BRD-staatsfernsehen aussehen wird:mrgreen:

Liebe kennt keine grenzen

Ich finde, dass diese kleine korrektur eines FDP-wahlplakates der beste denkbare beitrag zur p’litischen willensbildung ist:

Eigentlich sollen sich Wähler, die sich für die Arbeit von Alexandra Thein interessieren, über den QR-Code auf ihrem Wahlplakat über die Arbeit der FDP-Politikerin informieren können. Doch Unbekannte haben die Bilder überklebt – und die Wähler landeten auf einer Porno-Seite

Gerüchte

Nur als undefinierbares wispern zu vernehmende gerüchte, dass es nur aus einem einzigen grund nach über einem jahr funkstille noch mal eine sicherheitsaktualisierung für den opera 12 gibt, nämlich, weil die opera-entwickler ihren gegenwärtigen krohmartigen krüppelbrauser nicht selbst benutzen, sind durchaus nicht als völlig haltlos zu verwerfen… 😀

Unbuntu des tages: 14.10, das Utopische Einhorn

Die Linux-Distribution soll schneller, schlanker und besser wartbar werden

Bwahahahaha!

Ich muss gerade an einen ganz alten witz denken: „wir sind nur noch ein jahrzehnt von der lösung aller energieprobleme durch die kontrollierte kernfusjon entfernt… und wir werden es immer bleiben“.

Bwahahahaha!

Seit gefühlten fünf jahren wird unbuntu (kein verschreiber) jedesmal besser und soll in der näxsten versjon immer noch besser werden. Und schlanker. Und besser administrierbar. Und schneller. Und jede versjon wird beschissener. Und fetter. Und verfrickelter. Und unzuverlässiger. Und aufgeblähter. Und undurchschaubarer.

„Schneller, schlanker und besser wartbar“…

Bwahahahaha!

Ich habe auf einem unbuntu (kein verschreiber) 12.04.4 LTS in einer „virtual box“ ein debian. Die virtuelle maschine hat 512 MiB RAM zugeteilt bekommen und nutzt einen CPU-kern. Der XFCE-desktop ist darauf fühlbar flotter als der gleiche XFCE-4.10-desktop (über den PPA der x-unbuntu-entwicker installiert) auf dem wirtsystem, der immerhin zwei CPU-kerne und 4 GiB RAM nutzt. Das muss man erstmal hinkriegen, langsamer als die gleiche softwäjhr durch eine virtualisierungschicht mit beschränkten resorßen zu werden. Unbuntu (kein verschreiber) kriegt das hin! Locker! Und mit lustigen reklametexten bei der installazjon. Und die wollen „schneller, schlanker und besser wartbar werden“? Na, vielleicht kriegen die das auch noch hin, das ergebnis muss ja nicht gleich schnell, schlank, durchschaubar und konfigurierbar werden! Wie schön doch so ein komparativ ist: dunkelgrau ist auch weißer als schwarz.

Ich wusste gar nicht, dass heise so eine gute satireabteilung hat.

Oder kann ich werbung durch gekaufte artikel nicht mehr von richtiger satire unterscheiden?

Scheißegal, der witz ist gut!

Moment, wie soll die 14.10 heißen? „Unstable umbrellabird„? Ach kwatsch, das war nur wieder meine kecke fantasie, unbuntu bevorzugt ja sympathische und vor allem richtige tiere als namensgeber. „Utopic unicorn“ heißt die nächste versjon der beliebten blähware. Das lässt mich das mit dem „schneller, schlanker und besser wartbar“ auch gleich richtig verstehen.

Bwahahahaha!

Heise, das könnt ihr doch nicht machen!

Der lachkrampf tut weh! Echt jetzt mal.

Bwahahahaha!

Oh scheiße, der witz ist ja noch gar nicht zuende…

Alles, was hässlich und unbenutzbar ist, soll weg

Wie, soll der komische „unity“-wischedesktop jetzt weg und durch etwas ersetzt werden, mit dem man arbeiten kann? Oder mit dem man wenigstens ohne komischen, unintuitiven arbeitsschritt — wie etwa im terminal „neues fenster öffnen“ im menü zu wählen oder die anwendungen einfach aus einem terminal heraus zu starten — zwei instanzen der gleichen anwendung öffnen kann? Das ist doch ein mehrprozesssystem, so ein linux!

Oder haben die gerade — nachdem sie einen erklecklichen teil früherer unbuntu-nutzer mit scheißdesktop und eingebauten amazon-träckingwanzen zu linux mint getrieben haben — gemerkt, dass meikrosofts ideen in windohs acht irgendwie ziemlich scheiße und zum scheitern verurteilt waren?

Oha, das könnte sein:

Das große Ubuntu-Thema der vergangenen eineinhalb Jahre – die Integration der Desktop-Version mit Ubuntu Touch für Mobilgeräte – taucht gar nicht mehr auf; das Stichwort Konvergenz fällt nur noch am Rande im Zusammenhang mit der Entwicklung von Apps

Herr Schüttelwert scheint ja ein längeres gespräch mit prof. dr. Offensichtlich geführt zu haben. :mrgreen:

Bwahahahaha!