S/M des tages

Das zwitscherchen, von allen medien als „stimme des internetzes“ und „motor der demokratie“ hochgejubeltes stummeltextdingens, ist und bleibt eine börsennotierte unternehmung ohne seriöses geschäftsmodell. Je mehr menschen das zwitscherchen nutzen, desto mehr verlust macht die unseriöse klitsche. Und nein, fast alle menschen werden sich etwas einfallen lassen, wenn das zwitscherchen ihre kommunikazjon mit unerwünschter reklame vergällt, um darüber klickergroschen zu machen — oder bei erster sich bietender gelegenheit zur nächsten heißen S/M-sau gehen. Denn mit treue ist nicht zu rechnen… kennt noch jemand „myspace“ oder „studiVZ“? 😀

(Vielleicht wird das blaue vögelchen ja irgendwann vom fratzenbuch aufgekauft, wenns mal billig zu schnappen ist. Das fratzenbuch hat nämlich auch kein seriöses geschäftsmodell und versucht, mit massenhaft einkäufen doch noch eines zu finden.)

„Lupenreiner demokrat“ des tages

Der lupenreine demokrat des tages ist der EU-handelskommissar Karel de Gucht, dem selbst die simulierte demokratie durch gewählte parlamente, die den beglückungsideen der EU-kommissjon zustimmen müssen, noch zu viel der „demokratie“ ist. Reicht ja schließlich, wenn man so etwas wie TTIP in den nach korrupzjon stinkenden dunkelkammern der europäischen scheindemokratie abkaspert.

Petizjon des tages

Auch weiterhin viel spaß mit euren nutzlosen klicki-klicki-petizjonen auf irgendwelchen mit feenstaub und wundern finanzierten „freien“ petizjons-webseits aus den vereinigten staaten eines teils von nordamerika, auf denen als besonderer beitrag zur p’litischen willensbildung auch noch sehr selektiv bestimmte petizjonen unsichtbar gemacht werden.

So, und jetzt weiter bücken und betteln!

No-no-spy-abkommen

Das „no-spy-abkommen“, mit dem die CDU/CSU im letzten wahlkampf so richtig laut wahlkampfgetöst hat, ist endlich dort angekommen, wo es von anfang an hinsollte: in den mülleimer mit den ganzen p’litischen lügen zur wahl. Jetzt kann Angela Merkel dem präsidenten der vereinigten staaten eines teils von nordamerika dank der flugbereitschaft wieder ganz schnell und ganz lang direkt in den enddarm fliegen.

Der duft, der da so aufdringlich in die nüstern dringt, ist der markante geruch von scheiße. Und die BRD ist seit 934 tagen ein rechtsfreier raum.

Feierfox-addon des tages

Feierfox-addon des tages: „Classic Theme Restorer“ zum ersetzen der… ähm… gewöhnungsbedürftigen benutzerschnittstelle des feierfox 29 durch etwas deutlich vertrauteres.

(Vermutlich könnte man mit dem australis-zeugs sogar einigermaßen leben, es wirkt beim ersten durchklicken zumindest nicht völlig unbrauchbar, sondern durchaus konsistent. Aber wer hat den leuten, die solche benutzerschnittstellen machen, eigentlich ins gehirn gerotzt?! Soll denn jetzt alles aussehen wie ein telefon, weil ausgerechnet so ein telefon der inbegriff der benutzerfreundlichkeit geworden ist? Oder weil es gerade so modern ist, telefone zu streicheln? Oder weil man für die digital dementen in ihrem zunehmenden funktionalen analfabetismus alles mit einem möglichst großen piktogramm mit möglichst kleiner schrift darunter darstellen muss? Mir kommt es vor wie damals in den neunzigern, als auf einmal alle anwendungen immer etwas wie eine webseite aussehen sollten. Als ob dieses klickige zeugs im regelmäßig abkackenden brauser so toll bedienbar und der inbegriff der benutzerfreundlichkeit war. Oder weil es zumindest irgendwie neu und aufregend aussah. Nun ja, ich habe mich zumindest damals oft „ein bisschen“ aufgeregt… Als ob es das wäre, wonach wir menschen alle uns immer wieder sehnen: ständige änderungen an den bedienkonzepten für softwäjhr, damit wir immer wieder einmal neue reflexe bei spaß und arbeit am kompjuter erlernen müssen? Nein, es muss nicht gleich wie „foxscape“ aussehen, es reicht im regelfall, wenn es im großen und ganzen bleibt, wie es ist, während es im kleinen immer besser wird. An dieser feierfox-startseite mit den neun großen schnellstart-vorschaubildern könnte man zum beispiel eine menge machen, um sie für den anwender besser einrichtbar und benutzbar zu machen; ich fänds zum beispiel nützlich, wenn ich dort direkt, bequem und ohne große klickorigen mit kwasizufälligen zwischenresultaten ein lesezeichen oder den inhalt eines tabs unterbringen könnte. Liebe entwickler, manchmal verstehe ich echt nicht, wieso ihr auf solche ideen wie diesen australis-murks kommt… Ach, wegen irgendwelcher mode? Überlasst das mit der mode gefälligst den schneidern, den aufschneidern und den tinnefverkäufern, denn es ist deren geschäft seit alters her: wer nichts neues und gutes hat, muss eben neues und gutes simulieren — da könnte der feierfox an ganz anderen ecken glänzen! Was meint ihr wohl, warum ich im alltag nicht den kromium¹ mit seiner simplifizierten GUI, sondern ausgerechnet den feierfox benutze? Glaubt ihr, das liegt daran, dass ich mich nach eurem australis-bullschitt gesehnt hätte? Oder glaubt ihr, ich wäre zu doof, mir den brauser zu installieren, den ich haben möchte? Ach, genug davon, die arme galle… es gibt ja bekweme abhilfe in form eines addons.)

¹Der kromium ist ein krohm ohne das zeugs von guhgell, aber mit sehr ähnlicher nutzerschnittstelle und identischem rendering-kohd — und abgesehen von der für meine bedürfnisse unbrauchbaren GUI wahrlich ein guter brauser. Das zeugs von guhgell will ich nicht. Grüße auch an die mitleser bei der NSA.