Justiz des tages

Besonders verheerend ist die Einschätzung von Ralf Eschelbach, Richter am Bundesgerichtshof, den Darnstädt zitiert: Dass es „kaum falsche Strafurteile gebe“, sei eine „Lebenslüge der Justiz“, so Eschelbach. Er geht davon aus, dass jedes vierte Strafurteil [!] ein Fehlurteil ist. Konkret hieße das: An jedem Werktag würden in Deutschland 650 Menschen unrechtmäßig wegen einer Straftat verurteilt […] „Es wird die Gefahr übersehen, wie einfach und gebräuchlich es ist, unerwünschte Personen im Wege des Strafverfahrens aus dem Verkehr zu ziehen.“

Und so lange die richter wie die tronenden götter im rechtsfreien raum des gerichtssaales sitzen und niemals dafür zur verantwortung gezogen werden, was sie durch mangelnde sorgfalt und übertriebene härte im leben anderer menschen anrichten, so lange wird das auch so bleiben.

Wer primitiv ist und menschen kaputtmachen will, wird schläger oder mörder. Wer nicht so primitiv ist, studiert und wird richter. Und wer wieder etwas primitiver ist, aber so „intelligent“, dass er nicht von einem richter verurteilt werden will, der wird polizist und führt dem richter die leute zum zerstören zu.

Eine Antwort zu “Justiz des tages

  1. Ich hab ja jetzt schon verschiedene Gerichtsgebäude auch von innen gesehen und ich bin mir immer sicherer: der Rechtsstaat beginnt nicht dort, dort endet er (so er überhaupt irgendwo anfängt)

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