SEO-brüller des tages

Doch weil die Suchmaschinen dieses Verhalten jetzt negativ bewerten, betteln manche Spammer nun darum, dass ihre Links entfernt werden

Wenn ich gewusst hätte, dass es mal so weit kommt, hätte ich mir die ganzen alten handgeschriebenen kommentarspämms — es waren verdammt viele — der SEO-dressierten halbaffen von der ein-euro-elendsarbeitsfront aufgehoben, um sie jetzt mit einem schnellen UPDATE in der datenbank freizuschalten. 👿

Vielleicht hat ja jemand anders ein derartiges archivchen…

Mögen die SEO-spämmer langsam verbrennen und kwalvoll verrecken!

Amazon des tages

Oh, gucke mal! Das ist aber böse! „Amazon“ nutzt seine marktbeherrschende stellung, um den buchverlegern tiefere einkaufspreise reinzudrücken, damit „amazon“ noch mehr reibach macht, weil der buchkäufer ja am ende den gleichen preis bezahlt. Die sind doch wirklich böse, kommt, ruft gleich den henker zum netzwerkkabel! Und was für eine böse metode die anwenden: die belügen einfach den kunden und sagen, dass das verfügbare buch nicht verfügbar sei und deshalb ein paar wochen später komme.

Schnell raus die PResseerklärung, die dann die anderen verleger in ihre jornalistischen glanzwerke stempeln, damit auch mal allen klar wird, wie unsagbar pöse dieses „amazon“ ist — zur unterstützung der lobbyarbeit, die demnächst kommen wird.

<sarkasm>
Tja, wenn diese buchverleger jetzt ihre produkte in diesem neumodischen neuland-internet einfach selbst verkaufen würden, dann könnte es bei dieser genialen erpressungsidee amazons glatt sein, dass der kunde immer häufiger einmal gar kein amazon mehr benutzte, weil ihm seine wünsche andernorts halt direkt und ohne ein paar wochen erpressungs-wartezeit erfüllt würden. Echt schade, dass die letzten zwanzig jahre eine viel zu kurze zeit waren, um — vielleicht in zusammenarbeit mit einem logistisch erfahrenen versandhändler aus der nähe — einen vertrieb übers internet aufzubauen. Und so sind sie halt erpressbar, die verleger. Und dieses amazondingens ist voll böse und muss demnächst mit p’litischer gewalt behandelt werden; für die kultur, die bücher, die kunst und die vielfalt! Und in der näxsten sonntagsausgabe: „die kräfte des freien marktes und die wunder, die sie über die menschen bringen“.
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Ich wünsche auch weiterhin allen viel spaß dabei, sich unnötigerweise in einem dezentralen medium von solchen künstlichen zentralisierern abhängig zu machen — gewerblichen anbietern ebenso wie kunden! Und die verleger können meinethalben allesamt ihre druckerschwärze fressen — niemand wird ihre dienste in zwanzig jahren noch brauchen. Und das ist verdammt gut.

Brüller des tages

Vorratsdatenspeicherungsforderer sind entsetzt, dass sie schon längst vom deutschen bummstag bevorratsdatenspeichert werden, was für eine schreckliche überwachung das doch ist! Aber hej, das ist doch kein überwachen, das ist gut und nützlich:

Im Bundestag verweist man darauf, die Datenspeicherung sei ein Service für Abgeordnete, damit diese ihre Kommunikation nicht individuell sichern müssten

Bwahahaha!