„Gemeinsam gegen die NSA“

Es ist ja nicht so, dass die CDU nichts gegen die NSA tun würde. Sie geht da sehr entschlossen vor, hier ist ein symbolbild aus hamburg für diese tätig- und tätlichkeit der partei Merkels¹… :mrgreen:

(Wieso stempeln die überhaupt diese merkelfresse über ihren nichtssagenden bullschitt. Will frau Merkel etwa einflusslose abgeordnete des EU-parlamentes werden? Dann hätte sie sich wohl auf die liste setzen lassen müssen… das ist doch wahlkampf mit zielgruppe „leute, die nicht verstehen, was da überhaupt gewählt wird“. Oder klarer gesagt: das zeigt, dass die zielgruppe der CDU nur noch aus entp’litisierten idjoten besteht.)

¹Wer es nicht gleich erkennt: das mit der merkelfresse überklebte plakat ist ein plakat der piratenpartei.

Brüller des tages

Wie umfassend die NSA ihre Alliierten nach dem jeweiligen Stand der Technik ausspionierte, wie selektiv die Amerikaner mit ihren deutschen Kollegen vom BND umgingen, war dem ostdeutschen Ministerium für Staatssicherheit seit 1985 bekannt

Und hier in der BRD tun p’litikarschlöcher im jahre 2013 als ganz miese und volxverachtende laienschauspieler vor den kameras und mikrofonen von glotze und jornallje so, als fielen sie aus allen wolken — was für ein absurdes teater!

EuGH-urteil: Das „recht auf vergessen“ wird genutzt

Erste Anträge auf Löschung von unliebsamen Links gingen bei dem Konzern bereits ein. Ein Unternehmenssprecher bestätigte auf Anfrage einen Bericht der BBC, wonach ein Politiker, ein Pädokrimineller und ein Arzt entsprechende Anträge gestellt hätten

Übrigens: es gibt auch andere suchmaschinen als die von guhgell. Wenn guhgell in den näxten monaten so richtig von leuten mit juratrollen an der seite durchgelöscht wird, die es nicht so gern haben, dass man weiß, was sie für leute sind, dann ist es wichtig, daran zu denken. Ein vergleich von suchergebnissen zwischen guhgell und einigen zurzeit eher unbekannten suchmaschinen kann dann hochinteressant sein, insbesondere, wenn nach dem namen von personen des allgemeinen intresses gesucht wird.

Der europäische gerichtshof hat hier nämlich so einen bullschitt wie zensursulas stoppschilder aufgestellt; es ist ein versuch, vorhandene inhalte schwerer zugänglich zu machen, indem sie aus ergebnissen der suchmaschine entfernt werden, ohne die vorhandenen inhalte zu entfernen. Das mag juristisch sinnvoll erscheinen, aber es zeugt von technischer inkompetenz und menschlicher dummheit, und es wird viele gerichtsverfahren nach sich ziehen. Zum beispiel, weil leute damit beginnen, mit guhgell nicht mehr auffindbare informazjonen im zwitscherchen, im fratzenbuch, im diaspora-netzwerk und an sonstigen stellen zu verbreiten — die löschpflicht für bestimmte links muss schnell auf alles mögliche ausgeweitet werden, weil sie sonst objektiv nutzlos und eine benachteiligung einer einzigen unternehmensform ist. Das ist einfach nur gaga, was danach kommen wird. Und es stellt zweierlei recht her: das recht des menschen mit geld, der sich recherschöre und anwälte leisten kann, um den einen oder anderen unerfreulichen abrieb seines karakters aus der öffentlichen wahrnehmung zu entfernen, und das nicht vorhandene recht dessen, der sich dergleichen nicht leisten kann.

Tja, und wer es sich selbst nicht leisten kann, seine biografie zu glätten, der soll dann ja auch irgendwann wählen. Gibt er heute den namen eines p’litikers in eine suchmaschine ein, dann findet er eine menge zeug, auch idjotische äußerungen, straftaten und die kleinen momente, „in denen der zensor mal pinkeln war“, wie Fefe immer so schön monoton bloggt. In zukunft findet er allerdings nur noch die vom p’litiker gewünschten ergebnisse, also die ganze sonnenhell gefärbte scheißlügenpropaganda von professjonellen lügnern aus der PR. Ich nenne dieses urteil des EuGH antidemokratisch. Und wenn mein eben ausgedachter netznutzer einen neuen nachbarn bekommt, der auf dem spielplatz immer viele bonbons verteilen kann — achtung! klischeealarm! — und heute den namen sucht, kann er eventuell aus vergangener berichterstattung herausbekommen, dass es sich um einen menschen handelt, der wegen kindesmissbrauch verurteilt wurde, ein paar jahre gesessen hat und auf bewährung draußen ist, was vielleicht nicht so ganz unwichtig ist, wenn jemand nicht möchte, dass seine tochter im zarten alter mit verachtenswerter gewalt gefickt wird. In zukunft findet er — wenn sich mein ausgedachter klischee-pädofiler die durchsetzung der löschung seines namens aus den suchmaschinen leisten kann — nichts mehr. Ich nenne dieses urteil des EuGH gewaltfördernd und menschenfeindlich. Und wenn mein ausgedachter netznutzer mal krank ist und zu einem arzt will und den namen des arztes eingibt, bekommt er keine erfahrungen von anderen pazjenten dieses arztes mehr zu sehen und ist um eine wichtige möglichkeit beraubt, seine entscheidung sinnvoll vorzubereiten. Für den unfähigen arzt, der dann mehr pazjenten bekommt und mehr verdient, ist das natürlich toll. Ich nenne dieses urteil des EuGH gesundheitsschädlich und dem gedanken des freien wettbewerbes entgegengerichtet.

Also lasst euch nicht erzählen, dass ihr jetzt mehr datenschutz habt! Das werden die profitöre dieses urteils — die oft nennenswerten einfluss auf die althergebrachten medien haben — aus hundert mündern und gekauften federn irgendwelcher kwaltätsjornalistenarschlöcher zu erzählen versuchen, und sie werden dafür viele tolle wörter finden (und natürlich auch feierlich über guhgell triumfieren, diesen monsterkonzern, an dessen unseriösem geschäft mit der großen datensammlung und der reklamevermarktung sich exakt nichts durch dieses urteil des EuGH ändert).

Und bevor ihr euch vom jornallje- und politikerjubel über solche urteile datenschutz-einlullen lasst: ihr wisst doch hoffentlich, wo ihr niemals ein recht auf vergessen habt?! Richtig. In den riesigen internetüberwachungsdatensammlungen der geheimdienste der USA, großbritanniens und des staates, den ihr mit eurer arbeit am leben haltet. In diesen von staaten unterhaltenen rechtsfreien räumen wird kein furz (und dank biometrie demnächst auch: kein gesichtsausdruck mehr) von euch jemals vergessen, wenn er nur irgendwie aufgezeichnet wurde — und erst recht nicht das automatisch nach undurchschaubaren und willkürlichen kriterjen bewertete gespräch mit dem arbeitslosen verzweifelten freund, mit dem bekannten, der am liebsten seine frau umbringen wollte, mit der alkoholkranken tochter, mit dem sterbenden vater. Da werdet ihr von geheimpolizisten verdatet und nach nicht nachvollziehbaren maßstäben bewertet — gar nicht auszudenken, was passiert, wenn sich das p’litische system dieses staates einmal ändert und der harmlose spruch von heute zu langjähriger folterhaft führen kann! (So richtig viel wert sind die so genannten „grundrechte“ ja heute schon nicht mehr.)

Ach!