Polizei des tages

Die polizei in münchen lädt mal eben siebzehntausend menschen ein, weil sie sich mit ihren händis in der nähe eines tatortes befunden haben. Auch weiterhin viel spaß mit der ständigen totalüberwachung durch die geilen blinken peilwanzen in eurer tasche!

Und nein, wenn so eine „einladung“ im briefkasten steckt, ist niemand verpflichtet, da auch hinzugehen. Wer es dennoch tut, leistet mit dieser angsthandlung einen beitrag zu einer polizeistaatlichen willkür, die jeden menschen aufgrund einer unverschämten datensammelei jeder tat verdächtigt.

Und hier das leckerli aus diesem vorgang, der schlimmer als die machenschaften der scheiß-stasi ist:

Die Polizei will nicht „auf Funkzellenabfragen zu genau eingehen, weil wir nicht auch noch den Letzten darauf hinweisen wollen, sein Handy auszumachen.“

Wäre ja schlimm, wenn die menschen sich der überwachung entzögen! Und morgen im gleichen überwachungsstaat: sie sind verdächtig, weil sie kein eingeschaltetes händi haben.

Geht einfach sterben, kwalitätsjornalisten!

[…] hier ist Journalismus nur noch ein Vorwand dafür, Leser an die werbungtreibende Industrie zu verkaufen, zur Not durch Täuschung

Aber die leser dazu auffordern, den adblocker abzuschalten. Kommt, geht einfach sterben, ihr seid überfällig!

(Ach ja, und die „krautreporter“ sind auch bald wieder weg. Bis schließlich und endlich der beruf des jornalisten weg ist. Und niemand ihn mehr vermissen wird.)

Kwalitätsjornalistische schleichwerbung des tages

Ja, ich habe gesehen, dass da „kommentar“ drüber steht, aber es ist ein reiner reklame- und bejubelartikel für eine äppel-programmiersprache, den äppel mutmaßlich gut bezahlt hat. Und hej, eure informazjonen zu „swift“ — das wort meint übrigens keinen „falken“, wie ihn eurer englisch-spezjalexperte im piktogramm zu erblicken meinte, sondern einen mauersegler — sind ja echt toll:

Swift scheint nun einfach zu erlernen zu sein und ist offenbar bei alledem auch bei der Performance Objective-C überlegen – nicht umsonst wirbt die Sprache mit dem zweifelsohne schnellen Falken im Logo –, und das, obgleich man gerade bei High-Level-Sprachen wie Objective-C durch ihre Hardwarenähe schnellere Programme vermutet. Hier punktet Swift wie auch das ebenfalls interpretierte Python, gegen das es auf der World Wide Developers Conference in Stellung gebracht wurde, durch schlanken Code, den zu verarbeiten es weniger Zeit benötigt.

Merken wir uns: interpretierte programmiersprachen sind neuerdings schneller als programmiersprachen, die durch einen optimierenden compiler in direkt ausführbaren maschinenkohd übersetzt werden (wie zum beispiel objective C — übrigens eine in meinen augen syntaktisch ziemlich grausame sprache, die zudem alle fallstricke von C bereithält). Und swift ist jetzt ganz großartig, weil der kohd so klein ist und die sprache so leicht zu erlernen ist. Und natürlich, weils neu ist. Und interpretiert. Und natürlich, weils von äppel ist und proprietär ist und auf absehbare zeit nur auf äppel laufen wird, also nicht C#, Java oder F# heißt…

Wenn ihr so weiter macht da hinten in der karl-wiechert-allee — neben solchen immer häufigeren schleichwerbeartikeln gibts ja in letzter zeit eine ungute und für leser sehr nervige tendenz zur klick- und S/M-linkerheischenden überschrift ohne etwas dahinter — und wenn ihr glaubt, die intelligenz eurer leser dauerhaft verachten zu können, dann ists auch mit euch bald vorbei. Denn die zielgruppe, das ihr mit eurer neuen, gerade entstehenden machart bedienen wollt, die ist besser von einem gleichfalls unerfreulichen blatt der axel-springer-AG bedient.

Achtung! Immer die internetz-leitung mitnutzen lassen!

Eine kurze und ziemlich gute nachricht vom bundesgerichtshof:

Wenn ein Internetanschlussinhaber in einem Filesharing-Verfahren angeben kann, dass Dritte Zugriff auf den Zugang hatten oder der Anschluss nicht hinreichend gesichert war, gilt die Störerhaftung nicht

Also: WLAN-passwort an freunde und nachbarn geben (mit einem spruch wie: falls das internet bei euch mal rumzickt), und mitmade abmahnanwalt kann euch im großen und ganzen am arsche lecken! Das schlimmste, was passieren kann, ist, dass man mal rumfragen muss, wer das gewesen ist… und da wird natürlich niemand etwas zugeben, was teuer werden kann. Wenn in der bundesrepublik abmahnistan in zukunft nur noch egoisten abgezockt werden, erfüllt mich das mit einer gewissen freude…

Kannste dir gar nicht ausdenken…

Die polizei in berlin hat probleme, junge mitarbeiter zu bekommen — was bei der scheißbezahlund, den bescheidenen aufstiegsschangsen in den mittleren dienst, den miesen arbeitszeiten (mit massenhaft „selbstverständlichen“ überstunden) und dem nicht gerade guten ansehen der prügelbullen für die herrschenden und besitzenden nicht besonders überrascht. Und die polizei in berlin hat eine tolle idee, wie sie der zielgruppe klarmacht, weshalb sie sich bei der polizei als bullenazubi bewerben sollten: indem einen tag lang jeder einsatz im stummeltext-kanal des zwitscherchens rausgepustet wird. Großes kino!

Hej, polizisten, damit ihr zu dieser zielgruppe kompatibel werdet, müsstet ihr schon den polizeifunk aufs zwitscherchen umstellen… 😀

Aber immerhin gibts für die vielen verpeilten in berlin jetzt eine neue möglichkeit, kurz an zwitscher-ruhm zu kommen: indem sie bei der polizei anrufen.