Wie kommt man auf ein tema für die dissertazjon?

Wie kommt man auf ein tema für eine medizinische dissertazjon? Zum beispiel so (zitat aus der einleitung der dissertazjon „Kontrollierte Studien zur Wirksamkeit der Quantenheilung“):

In einer persönlichen Krisensituation wurde ichinnerhalb eines Intervisions-Treffens von einer Kollegin spontan mit Quantenheilung behandelt. Die Methode umfasste ein Ritual, in dem zwei Körperpunkte berührt wurden, verbunden mit der Aufforderung, sich gedanklich auf einen gewünschten Gesundheitszustand auszurichten. Die umgehende positive psychische Veränderung erwies sich als anhaltend. Aus diesem Erleben entstand in mir eine wissenschaftliche Neugier, mit den unmittelbar folgenden Fragestellungen:

  • Was genau bedeutet Quantenheilung?
  • Welche Wirkfaktoren könnten dabei zugrunde liegen?
  • Bietet sich Quantenheilung als Behandlungsverfahren in Form einer Kurzzeitintervention an?

Gib mir bitte einer die neuzeit und die wissenschaft zurück! Wenn jemand scheißkrank ist (und im regelfall darunter leidet)…

Das Verständnis von Krankheit und Gesundheit ist kulturell wandelbaren Diskursen unterworfen. […] So kann auch das jeweilige Verständnis von Gesundheit und Krankheit als ein soziales Konstrukt betrachtet werden.

…dann wünscht er von einem scheißarzt sich nicht gerade sehnlich eine dekonstrukzjon sozjal-kultureller konstrukzjonen (die dann „Pest“, „Ebola“, „Pocken“, „Krebs“ oder „Influenza“ genannt werden), sondern linderung der symptome und im härtefall das überleben. Wenn so die heutige universitäre medizin aussieht, kann man auch gleich zum gesundbeten gehen — oder sich von einem gnädigen menschen einen genickschuss setzen lassen, falls man einmal wirklich auf derartiges doktorgeschmeiß angewiesen sein sollte.

Weiterlesen bei Hadmut Danisch

5 Antworten zu “Wie kommt man auf ein tema für die dissertazjon?

  1. Alles was mit Quanten zu tun hat, scheint so richtig populär zur Zeit und wahrscheinlich kann man da so einige Forschungsgelder abgreifen.
    So wie wir angeblich auf Quantenebene unseren Körper Steuern, mit dem Bewusstsein Einfluss auf die Materie nehmen, in dem wir denken z.B. das Bein zu bewegen oder zu sprechen und dann eben die Materie das macht, also das Beim oder die Futterluke samt Zunge, Stimmbänder etc. dann diese Befehle der Quantenebene ausführt – o.s.ä. HiHi

    Allerdings muss ich sagen, dass mit dem sozialen Konstrukt trifft schon auf die so genannten psychischen Krankheiten zu, denn es gibt keinen Nachweis, dass solchen Störungen, die es ja gibt, eine biologische Ursache zu Grunde liegt. Auch nicht nach Jahrzehnte langer, intensiver Forschung. Neuerdings sind es halt die Schaltkreise, die man genauer Untersuchen muss, obwohl man gar nicht sagen kann, was denn so ein Schaltkreis überhaupt sein soll. Man wäre schon, wie immer, auf dem richtigen Weg.
    Da geht es auch um sehr viele Forschungsgelder, wie der Direktor des NIMH, Thomas Insel unmissverständlich deutlich gemacht hat.

  2. Axo. Apropos Quanten, Realität und Konstrukt…..
    Das hier:
    http://grenzwissenschaft-aktuell.blogspot.de/2014/08/experiment-am-fermilab-untersucht-ob.html
    Ist imo auch so etwas Haarsträubendes. Als wenn es keine Wirklichen Probleme in der Welt gäbe…..
    Und nein, das steht nicht nur auf dieser lustigen Seite – auch hier:
    http://www.golem.de/news/neues-instrument-holometer-ist-unser-universum-zweidimensional-1408-108844.html
    Frag mich nicht, was dieses hoch empfindliche Gerät gekostet hat zu bauen, für ein paar geistig wixxende Sheldon Coopers.

    • Ich hab ja nichts gegen grundlagenforschung… aber wenns in der medizin zugeht wie bei den sozjal- und wirtschaftswissenschaftlern, dann wird mir übel. Einige teoretische fysiker sind freilich auch ein bisschen „entkoppelt“… 😉

      Apropos grundlagenforschung: die ESA blahfaselt ins sommerloch hinein, dass sie in zehn jahren eine bemannte landung auf dem mond hinkriegen will.

      • „entkoppelt“ ist da schon eine ausreichend genaue Unschärfebeschreibung *G* 😉
        z.B.

        „[…]Das sei wie bei Figuren in einer Fernsehsendung, vergleichen die Wissenschaftler: Sie glaubten, sie befänden sich in einer dreidimensionalen Welt. Diese gebe es aber in Wirklichkeit nur auf einem zweidimensionalen Bildschirm.
        Der Zuschauer wiederum sehe ein vollständiges Bild. Gehe er aber ganz nah an den Bildschirm heran, so erkenne er, dass das Bild in Wirklichkeit aus vielen kleinen Pixeln, also Datenpunkten, zusammengesetzt sei.[…]“

        SoSo in Wirklichkeit… Wie durchgeknallt, auf Droge oder religiös muss man sein um so etwas zu sagen? Fernsehstudios, Reporter vor Ort mit Kameras usw., das ist nicht die Wirklichkeit? Aber vielleicht verstehe ich einfach nicht mehr das Sesamstraße Niveau, das die da blahfaseln um etwas für den Laien zu erklären.
        Gut. Es mag ja theoretisch möglich sein, dass auf subatomarer Ebene solche zweidimensionale Bits irgend etwas kodieren, aber deshalb verschwindet doch nicht der Raum ansich, die dritte Dimension, also die Makro-Ebene, superatomar oder wie auch immer dass jetzt in Sheldisch genau heißt *g*

        Grundlagenforschung find ich ja auch OK. Wenn es aber nur zum Selbstzweck gemacht wird, so wie dein Beispiel mit der ESA, oder unbewiesene Thesen zum wissenschaftlichen Mainstream werden, dann find ich das schon mehr wie albern und unnütz. Nimm doch mal den Herrn Lesch und sein Spezialgebiet, die schwarzen Löcher. Hat die schon mal irgend jemand beobachtet und nachgewiesen, oder ist das alles nur Mathematikgewixxe? So wie dunkle Materie?
        Manchmal kommt es mir so vor, dass die einfach nur etwas an ihre ganzen Formeln dran basteln, Stunden lang umstellen bis es aufgeht, damit das komplette Konstrukt nicht zusammen fällt und dann ne These in die Welt setzen.

        Naja. Wie auch immer. Ich könnte da richtig wütend werden, angesichts fassbarer Probleme in der Welt. Sollen sie halt weiter geistig wixxen und ich schau dann mal, wenn sie ihre 2-dimensionale Holomatrix gefunden haben, wie das dann die Welt grundlegend zum besseren verändert – so wie der CD-Player, der laut Lesch ja ein Produkt solcher Forschung ist – danke – jetzt kann jeder CDs essen m(

        Medizin. Das ist ja noch nicht mal ne exakte Wissenschaft und war es noch nie. LoL

  3. Ah sieh mal da.

    „> So kann auch das jeweilige Verständnis von Gesundheit und Krankheit als ein soziales Konstrukt betrachtet werden.

    So völlig falsch sind beide Aussagen nicht. Psychische Erkrankungen sind als anerkannte Krankheiten relativ neu, früher hatten diese Leute einfach einen “Schaden” und wurden nicht als krank angesehen. Das traditionelle Krankheitsbild ist eher mechanisch, soll heißen, erkennbare Verletzungen und symptombehaftete Erkrankungen wurden als Krankheit angesehen, Erkrankungen im psychischen Bereich eben nicht. Da hat es durchaus einen gesellschaftliche Wandel gegeben.[…]“

    Auch wenn ich der Grundaussage schon im letzten Kommentar zustimmte, scheint dieser Kommentator etwas misszuverstehen. Die Psychiatrie ist eine Disziplin der Medizin. Auch das Krankheitsmodell der so genannten psychischen Krankheiten beruht darauf, also auf irgendwie geartete biologische Störungen (z.B. gestörter Hirnstoffwechsel, Vererbung etc.) und solche Störungen wurden eben noch nie gefunden bzw. nachgewiesen. Man kann im Grunde also gar nicht von Krankheiten sprechen, auch wenn solches absonderliche Verhalten und Erleben als Krankheit anerkannt ist. Dass es da unter anderem, z.B. der sozialen Kontrolle, um das liebe Geld geht, sei nur am Rande erwähnt.

    Ein Beispiel für die Dekonstruktion von Krankheiten in diesem Zusammenhang gibt es aber auch. Und zwar ist das z.B. die Homosexualität. Bis (~)1973 war das noch ne Krankheit und im DSM zu finden. Bis heute hört man noch den einen oder anderen fundamentalen frommen Priester davon sprechen , dass das krank und heilbar wäre.

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