Wahlbeteiligung

Die typen aus dem jornalistengeschmeiß erklären die geringe wahlbeteiligung in saxen (unter fünfzig prozent) mit dem letzten tag der schulferien, mit dem regenwetter und den eher unangenehmen temperaturen, als ob solche bedingungen die menschen davon abhalten würden, dinge zu tun, die sie für wichtig halten — schließlich wundert sich ja auch keiner, dass die leute zur arbeit gehen, obwohl sie auf dem weg nass werden könnten. In wirklichkeit dokumentiert die wahlbeteiligung nur, dass mehr als die hälfte der menschen angesichts der zustände in der BRD nicht daran glaubt, beim wählen eine wahl zu haben, die wahrzunehmen sich noch lohnt, die irgendeinen einfluss auf das p’litische geschehen nimmt. Es kann nur einer der korrupten parteiapparate mit dem programm des totalitären wirtschaftsliberalismus und der praxis der korruption angekreuzt werden — und damit ganz nebenbei ein herrschaftsapparat „demokratisch“ legitimiert werden, der zunehmend bananige zustände produziert. Wenn es die NPD und die AfD nicht gegeben hätte — es glaube bitte niemand, dass mir diese aussage gefällt, ich stelle hier nur fest — dann hätte die wahlbeteiligung vermutlich gar unter vierzig prozent gelegen, weil denen, die nicht eine weitere große partei wählen wollen, deren name gleich völlig auf p’litische posizjonierung verzichtet und stattdessen nur noch auf die sitzordnung im haus der pfründe und des bimbes verweist, nur die große partei der alternativlosen namens CDUSPDFDPGRÜNETC zur verfügung gestanden hätte.

Ja, jornalistengeschmeiß — das im brote jener milljardäre steht, für die die „pressefreiheit“ ein privileg ist — kann menschen, die AfD oder NPD wählen, mit nur gering verlarvtem vorwurf im worte als „protestwähler“ bezeichnen und denen, die „wegen des wetters“ nicht wählen, die „schuld“ daran geben, dass das ergebnis so ist, wie es ist. Ich gratuliere der AfD und der wegen nur 808 fehlender stimmen an der antidemokratischen fünf-prozent-willkür gescheiterten NPD (widerwillig) zur reich eingefahrenen ernte der so breit unter den menschen gesäten entpolitisierung und sage beiden parteien gute zeiten voraus, wenn das jornalistengeschmeiß mit seinem programm der entpolitisierung der massen nur so weitermacht, während die gekaufte p’litik von der „alternativlosigkeit“ ihrer tätig- und tätlichkeiten blahfaselt. Inzwischen sind die ersten menschen, die von jugend auf nichts mehr vor sich haben, dreißig jahre alt geworden und werfen selbst…

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