S/M des tages¹

Kurzer link auf einen englischen text, der erklärt, warum man sein web-geschäftsmodell besser nicht von einer S/M-klitsche wie dem zwitscherchen und der dort angebotenen API abhängig machen sollte. Natürlich hat das zwitscherchen inzwischen ein eigenes bildhochladedingens und will aus den üblichen träcking-, datensammel- und reklameeinblend-gründen, dass die nutzer das auch nutzen. Und zwar exklusiv.

In diesem fall war das „geistige eigentum“ die juristische keule, mit der „twitpic“ erschlagen wurde. Das zwitscherchen glaubt offenbar auch „rechte“ an marken zu haben, die irgendwie aus dem verb „to twit“ gebildet wurden und setzt diese „rechte“ mit API-erpressungen und drohbriefen seiner rechtsabteilung durch.

Meine kleine profetie: die ganzen komischen klitschen, die sich irgendwie an das zwitscherchen drangeklemmt haben, werden irgendwann ähnliches erleben, während das zwitscherchen im sauseschritt zum zweiten fratzenbuch heranzuwaxen strebt. Die offene API war was für die markteinführung, jetzt ist sie zunehmend unerwünscht, und die ebenfalls offenen RSS-fiehds wurden ja schon vor jahren einfach weggemacht. Offenheit passt nicht zu den möglichen geschäften des zwitscherchens Ein seriöses geschäftsmodell hat dieses börsennotierte unternehmen natürlich immer noch nicht…

¹S/M ist meine abk. für „social media“. Aus gründen.

Urteil des tages

Rechteinhaber sind mit einer Filesharing-Klage vorm Antsgericht Braunschweig gescheitert: Das Gericht sah es als nicht widerlegt, dass sich Dritte über eine Sicherheitslücke im Router des Beklagten Internetzugriff verschafft haben

Immer häufiger entsteht für die verwerter „geistigen eigentums“ die bislang eher ungewohnte situazjon, dass sie ihre vorwürfe gerichtsfest belegen müssen — und nicht etwa so, wies bislang in der BRD gehandhabt wurde, dass ein anschlussinhaber seine unschuld beweisen musste, wenn die spezjalexperten der rechteverwertungsindustrie mit irgendwelchen IP-adressen rumwedelten.

Wenn dieses richterrecht bestand behält, dann ists mit abmahnistan vorbei, und zwar endgültig. Den geforderten beleg, dass es kein ausgebeutetes sicherheitsloch gegeben hat, kann man nicht erbringen. Vielleicht sollten sich die geistigen eigentümer mal etwas anderes überlegen als diese taktik, einzelne leute rauszupicken und an ihnen unter gewissen pressetamtam teure exempel zu statuieren. Kleiner tipp von mir an die rechteverwerter: holt euch das geld doch mal von den ganzen zugangsproweidern, die ihren zahlenden kunden einen (oft unsicheren) zwangsrouter reindrücken und somit niemanden eine schangse geben, etwas gegen einen möglichen missbrauch des internetzzuganges zu machen. Ich würde mich freuen, wenn dieser BRD-typische schwachsinn aufhört.

Übrigens: wer eine abmahnung im briefkasten hat, lese bitte hier weiter. Und ans gehorsame zahlen und unterschreiben des mitgeschickten formschriebs gar nicht erst denken! [Danke, Hans!]

Fratzenbuch des tages

Geschlecht: benutzerdefiniert.

Warum zum hackenden henker soll man bei so einer seite wie dem fratzenbuch überhaupt ein geschlecht angeben müssen? Ach, stimmt ja, die haben ja kein seriöses geschäftsmodell und müssen deshalb daten sammeln, damit die unerwünschte reklame besser trifft. Und genau deshalb gibts auch in zukunft nicht die einzig vernünftige auswahl bei so einem in die genitaljen vordringenden fratzenbuch-datensammelbogen: „das geht euch einen verdammten scheißdreck an“.

(Ich würde mich ja nicht wundern, wenn da demnächst sehr viele menschen aus datenschutzgründen eine nonsens-auswahl treffen, woraus die genderhokuspokusprofessoren dann nach eingehender untersuchung ableiten, dass es viel mehr menschen mit unbestimmter geschlechtlichkeit gibt, als man das bislang vermutet hätte. Und mit diesem „untersuchungsergebnis“ sammeln sie dann wieder fördergelder ein und alimentieren ihre besonders speichelleckerischen günstlinge. Aber ich bin ja auch ein wirrer verschwörungsteoretiker.)