Urteil des tages

Der oberste gerichtshof von italjen hat es möglich gemacht, dass man das mit einem kompjuter gekaufte meikrosoft windohs nach dem kompjuterkauf ungenutzt zurückgeben kann und die lizenzkosten dafür zurückfordern kann.

Die Richter haben scharfe Kritik an der Praxis geübt, PCs nur zusammen mit einem unfreien Betriebssystem zu verkaufen, und bezeichnen sie als eine „kommerzielle Politik der erzwungenen Verbreitung“. Das Gericht strafte dieses Verhalten als „tendenziell monopolistisch“ ab. Es hat des Weiteren hervorgehoben, dass die Praxis der Produktbündelung bedeutet, dass Endnutzer dazu gezwungen werden, zusätzliche unfreie Software zu verwenden, um Kompatibilität und Interoperabilität herzustellen, egal ob sie diese Programme in erster Linie wünschen oder nicht.

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Ein vielleicht wichtiger hinweis an alle nutzer von @twitter

Diese mäjhl von twitter werdet ihr demnächst auch bekommen. Vielleicht wird die sprache noch ein bisschen geglättet, aber in der eile, reibach machen zu müssen, spielt so ein kleinkram anscheinend gar nicht mehr so eine große rolle.

Auch weiterhin viel spaß mit den beglückungsideen eines börsennotierten unternehmens ohne seriöses geschäftsmodell!

Jugendschutz des tages

Der so genannte „jugendschutz“ fürs internet durch irgendwelche an guhgell weitergegebene sperrlisten ist ja eh schon nichts weiter als eine form der zensur, aber diese wird auch noch maximal willkürlich ausgeübt: einmal drin, bleibt die domäjn jahrelang gesperrt. Selbst, wenn man da andere inhalte draufhat. Oder die domäjn löscht.

Willkommen im „jugendschutz“ eines landes, das keine probleme damit hat, kindern in der schule das morden und sterben im feldgrauen hemd für die interessen von milljardären von geschulten offizieren nahelegen zu lassen, aber kreischende, alles vernichtende zensurpanik kriegt, wenn irgendwo mal ein schwanz, eine möse, ein arsch oder ein nippel als lustobjekt gezeigt wird.

Privatsfäre des tages (mit guhgell-aroma)

Stellt euch mal vor, ihr schreibt einen brief an hans müller, der an einer bestimmten adresse wohnt. Und der briefträger findet in dem haus keinen hans müller vor, aber dafür einen heinz meier. Also sagt sich der briefträger: diese namen klingen doch sehr ähnlich, stecke ich den brief einfach beim meier rein…

Üble vorstellung, nicht wahr? Natürlich müsste der brief im wirklichen leben als unzustellbar zurückgehen.

Guhgell mäjhl schickt mäjhls auch an… ähm… vertipper-adressen. Wenn ich eine mail an vorname.name at gmail punkt com schreibe, diese mäjhladresse aber nicht oder nicht mehr existiert, dafür jedoch eine mäjhladresse vornamename at gmail punkt com existiert, dann kommt die falsch adressierte mäjhl nicht etwa zu mir zurück (im besten fall mit einem hinweis auf die mögliche korrektur des vertippers), sondern geht an die existierende ähnliche mäjhladresse. Und der absender erfährt nichts davon.

Zu wie vielen milljonen, wenn nicht gar milljarden falschen zustellungen¹ diese tolle idee guhgells jedes jahr führt — auch von mäjhls, die sehr weit in die privatsfäre reinreichen oder ihrem empfänger das ändern von passwörtern ermöglichen (dafür reicht es ja oft, die mäjhl empfangen zu können).

Wer ein konto bei guhgell hat — und wer hat das nicht? — kann es eigentlich niemals kündigen. Was noch an mäjhl auf seine adresse geht, steht in gefahr, nach erlöschen der mäjhladresse zu einem völlig anderen menschen zu gehen. Es reichen ein paar bekannte, die nach ein paar jahren funkstille mal wieder kontakt aufnehmen wollen und deshalb an die nicht mehr aktive adresse schreiben. Der von guhgell nach irgendwelchen hokuspokus-algoritmen zur besseren nutzererfahrung auserkorene falsche empfänger kann nach belieben eine fremde identität missbrauchen und vermutlich fast alles über den inhaber der anderen adresse herauskriegen. Damit kann man zum beispiel betrugsnummern machen, man kann sich aber auch aus dem relativ anonymen medium heraus als psychopat üben. Dass da draußen leute rumlaufen, die eine sich bietende gelegenheit nutzen werden, ist für mich klar. Was guhgell mit dieser intransparenten umleitung von mäjhl auf ein nicht als empfänger angegebenes konto macht, ist eine verantwortungslose förderung der kriminalität und ein scheißen auf das bedürfnis der menschen nach privatsfäre in ihrer persönlichen kommunikazjon.

Oder ist es etwa von guhgell gar nicht vorgesehen, dass jemand mal sein guhgell-konto kündigt? Steht da „ihr vertrag mit guhgell erlischt erst mit dem tod, und auch dann nur unter dem vorbehalt, dass wir nicht irgendwann eine technik entwickeln, noch aus leichen profit zu schlürfen“ tief in den nutzungsbedingungsen verborgen, die dem nutzer jedes recht nehmen und guhgell dazu ermächten, sich eiskalte unverschämtheiten als recht herauszunehmen?

¹Wieviele nutzer hat guhgell mäjhl? Eine milljarde? Zwei milljarden? Nicht die zwangsregistrierungen aufgedrängten registrierungen nach dem händikauf vergessen!

Manchmal habe ich lust…

Manchmal habe ich lust… vor allem, wenn ich irgendwo lese, wie die reklameheinis „denken“… mir adblock edge zu nehmen und so umzufrickeln, dass es die scheißreklame nicht nur ausblendet, sondern zudem noch einen klick in die scheißreklame simuliert¹. Damit es für die idjoten, die den rest der welt mit diesem müll belästigen wollen, richig teuer wird, ohne ihnen irgendetwas einzubringen. Vermutlich kann man den rotz anders gar nicht mehr stoppen, und es wird höchste zeit für derartige akte der beherzten selbsthilfe.

Was zum hl. henker soll da denn noch stehen?! „Seitenbetreiber beklagen sich, werbekunden wollen nicht und media-agenturen befürchten“… wenn man das so liest, wie es aus dem PR-gesalbten maul rausgeflossen ist, könnte man ja glatt denken, dass es nur einen gibt, der mit der ganzen scheißreklame zufrieden ist: der normale internetnutzer, diese unter der last ihres viel zu wenig durch überrumpelungen abgemolkenen kontos laut stöhnende geldkuh.

Scheißwerber, hirnloser! Ich kann dir versichern, dass das nicht der fall ist und dass so gut wie niemand deinen ekligen, vergammelten psychomanipulazjonsglibber irgendwo drinhaben will. Wenn die andere seite, also die einblender und die werbenden, auch nur problemchen damit haben, warum gibts den ganzen scheiß überhaupt noch? Ach scheißwerber, du glaubst die antwort zu kennen: weil er noch nicht perfide genug ist, weil er noch nicht genug überwachung und träcking implementiert? Komm, scheißwerber, du intelligenz- und menschenverachtendes arschloch! Schließ dich in irgendeinen dunklen keller ein und schmeiß den schlüssel weg! Erspar dem mit hirn gesegneten rest der menschheit deinen geistigen dünnschiss!

Hej, und „native advertising“… da wüxe dann endlich zusammen, was immer schon zusammenstrebte: politischer hirnfick durch kwalitätsjornalisten und der als content getarnte reklamehirnfick in jornalistischer mimikry. Macht das! Macht das so schnell wie möglich! Ich bin froh über jede garrotte, die man der scheißpresse mit ihren hehren jornalistischen idealen im sonntagsreden-selbstverständnis um den hals legt und genussvoll zuschnürt! Erst wenn jedem aufmerksamen ölfjährigen klargeworden ist, dass irgendwelche PR-groschennuttenblogger mit ihren schnell aufgeschäumten clickbait-versuchen genau das gleiche geschäftsmodell und genau die gleiche vorgehensweise wie die scheißpresse haben und dass das nichts neues ist, sondern nur neuerdings ein bisschen besser auffällt, ist endlich jene klarheit eingetreten, die eintreten muss! Der rest erledigt sich dann binnen zehn jahren von allein durch aussterben der alten, die aus sturköpfigkeit weiterhin glauben, dass jornalismus von verlagsmilljardären für ihre bildung so wichtig wie ein kleines steak ist; und die scheißjornalisten, die mit ihrer neoliberalen neofeudalistischen² scheißpropaganda den hartz-IV-staat herbeigeschrieben haben und herbeischreiben, können endlich selbst von hartz IV leben und von unbezahltem praktikum zur zeitarbeit zum unbezahlten praktikum gehen. Hoffentlich bringen sie sich unter dem instituzjonalisierten terror der „jobcenter“ nach einigen psychischen zusammenbrüchen schnell um, so wie einige meiner freunde. Oder machen zwölf jahre zeitsoldat für ihren staatsmordeinsatz irgendwo in der welt, wo gerade „die deutschen grenzen verteidigt“ werden, ob russland oder afrika und nennen das morden und erschossenwerden für die interessen von milljardären immer noch „verantwortung übernehmen“. Arschlöcher, alle miteinader arschlöcher!

¹Da man dafür eine menge nicht dargestellter reklame laden müsste, um sich durch die ganze damit verbundene scheiß-javascript-trickserei durchzuhangeln, wäre so ein ansatz natürlich nichts für volumentarife. Die inzwischen monströs gewordene träcking-kacke in der scheißreklame müsste man auch noch irgendwie behandeln. Und trivial wäre dieses umfrickeln auch nicht. Das ist es ja, was mich davon abhält. Aber manchmal hätte ich lust…

²Ich finde, dass „neoliberal“ ein wort ist, das den gedanken der liberalität beschädigt, wenn man damit die errichtung eines modernen feudalsystems unter zunehmender verarmung und entrechtung immer größerer anteile der bevölkerung beschreibt.

Contentindustrie (und reklamepest) des tages

Ich gratuliere den arschl… ähm… machern von „golem“ zu ihren tollen monetarisierungsideen und wünsche ihnen auch weiterhin alles gute auf ihrem lebensweg. Hoffentlich haben sie keinen schirm dabei, wenns mal irgendwo ein bisschen gehirn regnet. Aber vermutlich werden die sich bald mit ihrem gehirn techniken ausdenken, um leser mit adblocker auszuschließen, denn…

Das amerikanische Interactive Advertising Bureau (IAB) hatte im Frühjahr einen Standard verabschiedet: Eine Anzeige kann demnach nur abgerechnet werden, wenn mindestens 50 Prozent des Werbemittels für eine Sekunde auf dem Bildschirm eines menschlichen Nutzers zu sehen war. Neue Tracking-Techniken werden bereits in die Adserver integriert, um die „Viewability“ exakt zu messen

arschl… ähm… kwantitätsjornalisten werden ein gehirn nur dazu einsetzen, sich bessere techniken für ihre leserverachtung einfallen zu lassen.

Stirb, contentindustrie, stirb!

Aber danke noch einmal, dass ihr noch im verrecken zur ausbreitung der einsicht beitragt, dass reklame im internet nichts weiter als leser- und intellgenzverachtung ist. Für adblocker braucht man dank solcher hirnkastraten wie euch keine werbung machen…