Und ich dachte immer, kompjuter könnten rechnen…

Hier haben sie Beispiele konstruiert, bei denen aus der Theorie bekannt ist, dass das Ergebnis positiv sein muss. Doch gelegentlich erhielten sie negative Zahlen, und was noch schlimmer ist: Ein und dieselbe Berechnung zweimal hintereinander ausgeführt lieferte unterschiedliche Ergebnisse

Aber hej, so ein fehlerchen bleibt, wenns gemeldet wird, ein jahr lang drin — denn bei wolfram waren sie viel bestrebter darum, ganz viel total moderne sachen mit internetz und so (siehe auch den heise-reklamejubelartikel hier) in ihr algebra-system zu verbauen. Dann hat fürs fixen der neuen fehler eben niemand mehr die zeit übrig.

Wer ein kompjuter-algebra-system braucht: „marple“ nehmen und die verbosity so hoch einstellen, dass man hinterher im zweifelsfall (zugegebenermaßen auch mit mühe) nachvollziehen kann, was der kompjuter getan hat. Mit „mathematica“ geht das nicht, vermutlich, weil die leute von wolfram so eine nachvollziehbarkeit für irgendwie altmodisch halten.

Eine Antwort zu “Und ich dachte immer, kompjuter könnten rechnen…

  1. Wahlergebnisse sind die Mathematica der Politik. Da wird Nachvollziehbarkeit auch als überflüssig angesehen. Stimmvieh hat die Verkündung so hinzunehmen wie den Papstsegen „Urbi et orbi“, sprich es soll auch noch dankbar sein – für nichts!


    Vertrauen ist gut.
    Kontrolle ist besser.
    Transparenz ist am besten.

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