Dinge, die die welt nicht braucht

Das erste technologiefreie wischofon. Zum kaufen. Mit kapitaleinsammlung über „crowdfunding“. Denn die welt ist reif. Und sie will ganz dringend gepflückt werden:

Fast Tausend Menschen haben ein NoPhone bereits vorbestellt

Ich empfehle passend zum „NoPhone“ die „NoApp“ (nur echt ohne hübsches piktogramm), selbstverständlich hochkwalitativer, aus sicherheitsgründen digital signierter und überhaupt echt guter kohd zum freien daunlohd. Wer dafür etwas bezahlen möchte, so dass ich die „NoApp“ auch in zukunft weiterentwickeln kann, kann ja auf meiner homepäjtsch eine spende geben. 😀

Biometrie des tages

Richter Steven C. Frucci vom Bezirksgericht in Virginia Beach im Bundestaat Virginia entschied, dass dafür nicht das Auskunftsverweigerungsrecht des fünften Verfassungszusatzes greift. Dies gelte nur für Kenntnisse oder Wissen, nicht aber für physische Objekte wie Handschriftproben, DNA-Profile, materielle Schlüssel und eben auch Fingerabdrücke

Nicht nur, dass die technikverhinderungssoftwäjhr in wischofonen die nutzer letztlich vom eigenen gerät enteignet, nein, die darin verbaute biometrie kann sogar zu einer allgemeinen juristischen entrechtung führen. Ist ja auch gar nicht so eine große überraschung und wird hier in der BRD vermutlich nicht anders betrachtet — schließlich konnten auch hier menschen schon immer gezwungen werden, in einem strafverfahren ihre fingerabdrücke abzugeben, hingegen wurden sie nur in den übleren zeiten dazu gezwungen, sich durch eigene aussagen selbst zu belasten. Auch weiterhin viel spaß mit den beglückungsideen eurer techniktinnefverkäufer!

Fratzenbuch über TOR nutzen…

Eine tolle idee für mehr privatsfäre und wisst schon: man kann das fratzenbuch jetzt auch über eine darknet-adresse via TOR nutzen.

Ich kann mir so richtig die zielgruppe für dieses tolle angebot vorstellen. Mitglieder dieser zielgruppe sehen die startseite vom fratzenbuch, wenn sie nicht angemeldet sind, lesen den text der marke „wir wollen deinen realnamen, damit du dich anmelden kannst, und jetzt teil uns mal mit, was du gerade machst, was du gemacht hast, such dir deine freunde bei uns zusammen, damit wir auch wissen, mit wen du das machst und gemacht hast und lade am besten noch ein paar fotos mit dir und deinen freunden hoch und markier deine freunde auf den fotos“; melden sich an und tun das alles… und sagen sich: „Juchu, ich bin anonym im fratzenbuch!“

Es sind ganz harte zeiten für satiriker…

(Die idjoten, die das wirklich machen und damit einen brauser-fingerprint und ein fratzenbuch-cookie fürs fratzenbuch und damit für die NSA einer sehr konkreten person zuordnen, brauchen kein anonymisierungsnetzwerk, sondern eine porzjon handelsübliches gehirn.)