ARD-kwalitätsjornalistin des tages

Die ARD-kwalitätsjornalistin des tages ist Anja Reschke (NDR), die echt gut darin ist, eifrig zwitschernd andere jornalisten mit retorischen fragen zu wortbeschmeißen und ihre integrität in frage zu stellen, aber dabei aus jornalistentypischer brettdoofheit mit vollem anlauf ein eigentor schießt¹. Macht aber nix… denn sie wird sich schon bei näxster gelegenheit wieder selbst zu feiern verstehen mit ihrem tollen investigativen panorama-magazin. Auch, wenn sie gerade keine einschaltempfehlung ausgesprochen hat.

¹Wer keine lust hat, sich zum zwitscherchen durchzuklicken: hier ist eine archivierte versjon ihres fiepsers in form eines bildschirmfotos. Darin gibt es auch extratolle argumentazjonen — jemand meinte auch, da twittere sich jemand um kopf und kragen — bei denen ich es sehr schade fände, wenn sie durch eine schlichte löschung einfach so verschwänden…

Zitat des tages

Dass die Eurokrise nicht durch verschwenderische Regierungen, sondern durch die Rettung und Rekapitalisierung von Privatbanken verursacht wurde, wird im Diskurs der politischen Klasse der EU einfach ignoriert […] Der Mythos, dass Griechenland von der EU „gerettet“ wurde, ist genau das: Ein Mythos. Das meiste Geld kam nie in Athen an, sondern floss an deutsche und französische Banken, deren Existenz durch ihr Griechenland-Abenteuer bedroht war. Sie wurden gerettet. Das einzige, was die Griechen erhielten, waren neue Schulden

Entdoktorung des tages

Die entdoktorung des tages — natürlich wie immer wegen abschreibens ohne angabe der kwellen in der dissertazjon, also wegen wissenschaftlichen betrugesist der herr dr. Wolfgang Dippel von der CDU. Aber hej, diese häufung von betrugsdoktoren in der p’litischen kaste und dort noch einmal im bürgerlichen lager mit CxU- und FDP-geschmack ist ganz sicher nur ein dummer zufall und hat nix damit zu tun, dass die leute da eben so leicht mit irgendwelchen akademischen graden vorm namen zu verblenden sind…

ILOVEYOU des tages

Wie macht man eigentlich einen „cyber-bankraub“?

Die Angreifer verschicken E-Mails mit gefährlichem Dateianhang an Adressen, hinter denen sie Bankmitarbeiter vermuteten. Sobald die den Anhang öffnen, zum Beispiel ein infiziertes Word-Dokument, installiert sich das Schadprogramm von selbst und öffnet den Angreifern eine Hintertür ins Banknetzwerk

Weia, wie damals die mäjhl-würmer mit wörd-anhang, und sowas wird auch noch aufgemacht und das makro darin ausgeführt! Einmal mit profis arbeiten!

Ich wünsche euch auch weiterhin viel spaß mit meikrosoft windohs, meikrosoft offißß und… vor allem… mit sicherheitstechnisch offenbar völlig ungeschulten bankmitarbeitern, die auf alles zu klicken scheinen, was an einer mäjhl hängt! Ist ja ansonsten nur geld, was über deren rechner bewegt wird, und dieser rechner hängt nur im gleichen netzwerk wie die banknotenausgabeautomaten… was kann da denn schon passieren?! :mrgreen:

Und nein, ihr idjoten da draußen: antivirus-schlangenöle helfen nicht. Aber eine schulung der mitarbeiter nebst einem hausstandard, dass anhänge nur in digital signierten mäjhls geöffnet werden, das hätte vielleicht geholfen. Ein anderes betrübssystem als das lieblings-OS der organisierten kriminalität hätte ebenfalls vielleicht geholfen, aber nur zusammen mit der schulung, denn gegen dummheit ist technik machtlos.

Ach ja, was der spiegel da verschweigt: natürlich können die verbrecher auf die gleiche weise auch sämtliche kundendaten einer bank abgreifen, und die ragen weit in die privatsfäre der menschen rein. Was der datenschutz den scheißbanken wert ist, zeigt sich daran, wie einfach dieser *tamtamtam!* „cyber-bankraub“ durchzuführen war. Was die scheißbanken euch sonst erzählen, ist nur scheißlüge aus der scheißreklame.

Transatlantische freunde des tages

Auf über 500 Rechnern rund um den Globus haben die Sicherheitsexperten von Kaspersky Lab brandneue Schadsoftware entdeckt. Die Virenforscher sprechen von bislang ungeahnter Komplexität und Qualität, vom „Todesstern der Malware-Galaxie“. Die Superspähprogramme stammen vermutlich von der NSA

Was so eine globale megaGESTAPO den leuten halt auf die kompjuter spielt…

Siehe auch bei heise. Dort auch das folgende:

Die analysierte Malware läuft demnach in allen Fällen unter Windows, aber man habe Hinweise auf Exploits für andere Betriebssysteme. So nutzten offenbar viele Ziele einer betroffenen Gruppe in China Computer mit Mac OS X. Außerdem habe man einen Hinweis dafür gefunden, dass iPhones infiziert werden können

Wer auf privatsfäre angewiesen ist, geschäfte macht und den datenschutz ernst nimmt, wissenschafts- und wirtschaftsspionage sowie finanzielle manipulazjonen verhindern will oder einfach nicht irgendwelche widerwärtigen spanner von den horch- und morddiensten der vereinigten staaten eines teils von nordamerika in seinem leben haben will, sollte also besser ein weniger populäres betrübssystem mit geringer verbreitung verwenden. Das kostet ja auch nichts.

Gruß an den herrn friedensnobelpreisträger! *spuck!*