Meikrosoft des tages

Nachdem ich in den letzten jahren so viel über meikrosofts jeweils jüngste jeckerreien abgejaucht habe, heute ein lobend wort von mir: die zurzeit leider nur gerüchtete idee, im kommenden windohs die systemaktualisierungen nicht über sörver von meikrosoft, sondern dezentral zu verteilen, ist eine gute idee. Sieht man ja an den ganzen torrentz, mit denen jetzt schon softwäjhr ausgesprochen effizjent „verteilt“ wird.

Ich habe neulich bei jemandem gesessen, dem der hauptrechner kaputtging und der seinen ersatzrechner mit windohs sieben hochfuhr. Den hatte er rd. anderthalb jahre nicht hochgefahren. Die aktualisierungsorgie, die dann eintrat, kann sich jeder vorstellen, der windohs nutzt — und nein, wir hatten beide nicht an WSUS offlein gedacht und deshalb dem irrsinn raum gegeben, sich nach meikrosofts vorstellungen in den geduldigen tag hinein zu entfalten, so dass der rechner während der neun stunden aktualisierung kaum benutzbar war. Dabei ist mir wieder einmal aufgefallen, wie unfassbar lahmarschig der daunlohd vom meikrosofts sörvern sein kann. Päckchen mit ein paar MB zogen sich eine viertelstunde lang hin. Kein wunder, es war ja auch gerade kurz nach pätschdäj… und auch monströs große sörverparks und wirklich dicke datenrohre haben nur einen begrenzten durchsatz. Das problem, das meikrosoft da behandelt, besteht wirklich, ist zuweilen ausgesprochen nervig, und es dürfte mit dezentralerer verteilung gegessen sein. Und außerdem ist es das erste mal, dass ich von einer meikrosoften beglückungsidee in windohs zehn höre, die einen wirklichen nutzen hat. Der rest ist bullschitt.

Aber ohne netzneutralität ist dieses stückchen vernunft zum scheitern verurteilt. Schade, dass die BRD von p’litkern regiert wird, die sich allen ernstes von digitalhohlköpfen daten als eine neue elektrizität erklären lassen, ohne dabei haltlos und laut loszulachen und ansonsten alles mit ihren von lobbyisten gekauften gestaltungsideen zerstören, was das leben der menschen besser machen könnte. Die inkompetenz von heute ist der technische und gesellschaftliche zerfall von morgen.

5 Antworten zu “Meikrosoft des tages

  1. Da hab ich nun ne Verständnisfrage. Was wolltet ihr denn tun, mit dem Rechner? War das etwas onliniges, oder etwas wofür man keine Internetzverbindung braucht?

    • Einmal das übliche: ein bisschen mäjhl, ein bisschen schreiben, ein bisschen recherchieren. Nicht, dass es nicht gegangen wäre, aber der arme rechner war ganz schön am kratzen und kriechen.

      • Ah Ok, verstehe. Wie Du schon anmerkst „nicht dass es nicht gegangen wäre“, ich bin da aber auch lieber auf der sicheren Seite, denn neu aufsetzen oder Stunden der evtl. Entseuchung macht noch weniger Spaß.
        Ich bin ja auch so. Wenn ich an den Rechner gehe, dann mach ich meist zuerst den Router an.

        Aber da sieht man mal wieder, das was ich und ich bin mir ziemlich sicher Du auch, schon lange gesehen habe – das „always on“ Paradigma ist eher Fluch wie Segen. Das Internetz macht schon recht „abhängig / süchtig“.

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