Selbstbezüglichkeit des tages

Ich kann mich noch gut an die mitte der nuller jahre erinnern, als kwalitätsjornalisten über die selbstbezüglichkeit der „bloggosfäre“ — das war damals das bullschittmodewort für die bloggenden menschen — gespottet haben, darüber, dass blogger über blogger bloggen. Von daher erfüllt es mich mit einer gewissen nachträglichen genugtuung, dass bezahlte zuarbeiter aus der menschenverachtenden contentindustrie so völlig anders sind:

Wie absurd waren heute im ZDF-Morgenmagazin die Bilder vom Besuch der Angehörgen der japanischen Absturzopfer an der Gedenkstele in Frankreich? Polizei-Wagen fuhren vor, um der Kamera-Horde den Blick auf die Trauernden zu verwehren. Das zeigt, wie vorbereitet die Polizei auf mediale Berichterstattung ist. Was passierte? Die Kameras filmten sich gegenseitig, wie sie nicht filmen konnten, was sie filmen wollten

Auch weiterhin viel spaß mit dem geschreibe von menschenfeinden, die irgendwelche köder brauchen, mit denen sie menschen zur reklame locken!

Nie um ein leeres wort verlegen…

Nie um ein leeres wort verlegen ist Günther Oettinger, EU-kommissar. Weil der begriff „viertes reich“ irgendwie belastet klänge, nennt er seine überwiegend ideologischen und substanzlosen ideen von einer gesellschaftlichen neuordnung lieber gesellschaft 4.0.

(Hej, leute, den haben sie zum EU-kommissar fürs „internetdingens“ gemacht, und ihr regt euch über einen stinkefinger vom griechischen finanzminister auf. Dass der typ die verantwortung für auch nur etwas mehr als die lagerung von bauschutt übertragen bekommen hat, ist der größte stinkefinger, der den menschen in der EU von der p’litischen kaste gezeigt wurde.)

Schleichwerbung des tages: mimikama

Auch, wenn man die tarnung von reklametexten als redakzjonellen content jetzt bullschittneudeutsch content marketing und nicht mehr schleichwerbung nennt: ich bin alt genug und bleibe beim klaren und unmittelbar verständlichen wort, weil ich immer noch daran glaube, dass man störende nebengedanken und missverständnisse am ehesten vermeiden kann, indem man dinge beim namen nennt.

Nach der heutigen intelligenz- und leserverachtenden kaspersky-schlangenöl-schleichwerbung (mit der extraporzjon angst für alle fernsprechteilnehmer) bei mimikama [vorsätzlich nicht direkt verlinkt, und sollte die peinlichkeit demnächst einfach gelöscht werden, hier ist eine dauerhaft archivierte versjon der leserverachtenden kaspersky-schleichwerbung] habe ich diese webseit aus allen linklisten (und aus meiner RSS-kost) rausgenommen. Ich würde das auch jederzeit jedem anderen empfehlen. Wer sich hinstellt und die aufklärung gegen betrug und spämm beim fratzenbuch mit derartigen nicht als reklame gekennzeichneten reklametexten für bullschittprodukte zur herstellung der „gefühlten sicherheit“ vergällt, ists nicht wert, gelesen zu werden.

Und hej, ihr da hinten bei mimikama: wenn sich das mit dem bloggen — trotz einer zu vielen hochseriösen links führenden kooperazjon mit mehreren kriminalpolizeien der BRD — nicht lohnt, dann werdet doch einfach jornalisten! Den kaputten karakter, den man dafür braucht, habt ihr ja inzwischen schon entwickelt. 👿

Durchschaubare propaganda des tages

Hej, die pösen chinesen machen gerade einen ganz fetten und dauerhaften DDOS gegen github. Warum? Na, weils da softwäjhr gibt, mit der man die chinesische internetzzensur umgehen kann und weils da von china zensierte inhalte gibt. Und jetzt glaub bitte einfach, lieber pawlowscher hund an deinem volxpropagandaempfänger, dass die chinesische gewaltregierung zwar beliebige inhalte im internetz einfach für ihre bevölkerungsverfügungsmasse sperren kann, dass ihr das aber ausgerechnet beim US-amerikanischen unternehmen „github“ nicht gelingt und dass sie es deshalb mit fast schon peinlicher DDOS-sabotahsche auf kindergartenniveau erledigen muss. Und wenn du schon so schön am glauben bist, dann halt das US-amerikanische (und mit vom „patriot act“ garantierter NSA-schnittstelle ausgestattete) unternehmen „github“ bitte auch gleich für einen aufrechten, mutigen bannerträger der freiheit und der menschenrechte und mach die versjonsverwaltung für deine softwäjhr bei einem US-amerikanischen unternehmen, statt irgendwo im bedarfsfall so eine steinzeittechnik wie einen selbst kontrollierten CVS-sörver¹ aufzusetzen!

Auch weiterhin vielen dank für deine leichtgläubigkeit, volxgenosse!

¹Ja, ich weiß, was CVS für schwächen hat. Aber hej, es funkzjoniert und ist völlig ausreichend (wenn man nicht gerade einen betrübssystemkern oder einen webbrauser entwickelt oder eine linux-distribuzjon zusammenschraubt und wenn die darüber verwalteten kwellen nur aus textdateien bestehen).

Menschenverachtender kwalitätsjornalismus des tages

Laut einem Seelsorger soll sich sogar ein Journalist mit einer Notfallseelsorger-Warnweste unter die Schüler gemischt haben

Was tut so ein jornalistenarschloch nicht alles für ein paar „hübsche“ bewegende bilder, bewegtbilder und orginalstimmen, die nur dazu da sind, als ein köder lese-, glotz- und klickvieh anzulocken, damit reklame vermarktet werden kann. Menschenfeinde, die diese tätigkeit und die dazugehörigen tätlichkeiten ausüben, haben nur noch eines verdient: einen herzhaften tritt in die dumme, menschenverachtende fresse!

Wichtiger Nachtrag, 31. März: angesichts der tatsache, dass Mika Baumeister für seinen bericht inzwischen mindestens einmal von einem höherrangigen vertreter des BRD-kwalitätsjornalismus juristisch bedroht wurde, steht zu befürchten, dass sein bedeutendes dokument zur zeitgeschichte in kürze nicht mehr im deutschsprachigen internetz zur verfügung stehen könnte. Um zu verhindern, dass BRD-kwalitätsjornalisten vom wenig vorteilhaften karakter eines… ähm, sagen wir mal: Thomas Heise von „spiegel TV“… einen für viele menschen hoffentlich augenöffnenden text mit geldmächtiger juragewalt aus dem internetz kegeln, habe ich ein dauerhaftes archiv des textes von Mika Baumeister angelegt. Ich verbinde dies mit der bitte und aufforderung, eventuelle spiegel-abos zu kündigen, niemals mehr einen spiegel zu kaufen und sich auf gar keinen fall von professjonellen PR-lügnern weismachen zu lassen, dass die „TV-redakzjon“ trotz der plakativ gleichen verwendeten marke nichts mit der „print-redakzjon“ zu tun hätte — denn das ist der einzige einfluss, den der leser an dieser stelle hat: verhindern, dass damit auch noch geld verdient wird.

Stirb, jornalist, stirb!