„Rundfunkgebühr“ des tages

Ich wünsche auch weiterhin viel spaß beim ablegen der joseph-goebbels-gedenkabgabe… ähm… des rundfunkbeitrags, mit dem jetzt auch „privatwirtschaftliche“ zeitungen kwersubwenzjoniert werden, indem sie zum schnäppchen, schnäppchen, sonderpreis von kostetnix mit öffentlich-unrechtlichen schundfunkinhalten versorgt werden, nachdem sie ihr ursprüngliches geschäftsmodell langsam verlieren.

Und morgen in den sonntagsreden: harter wettbewerb und deregulierter markt. Nur für die speichellecker der p’litkaste gelten andere regeln.

Und was es wohl nie in der BRD geben wird: ein jederzeit für jeden menschen in der BRD zugreifbares archiv aller produkzjonen, für die die menschen in der BRD bereits bezahlt haben. Da drückt man das zeugs lieber den kumpels von der milljardärspresse in die hand.

Überwachung des tages¹

Das Nürnberger Verkehrsunternehmen VAG will mit Mobilfunkdaten Bewegungsprofile seiner Kunden erstellen […] Die anonymisierten Mobilfunkdaten werden als aggregierte Schwarm- und Massendaten für die Verkehrsstatistik verwendet […] Die Daten werden ja sowieso erfasst, auch wenn sie nicht Bahnfahren

So geht das mit dem ausbau der überwachung! Tut ja anfangs nicht weh, ja, man bemerkt es lange so gut wie gar nicht und dann wird immer mehr und in immer fernerliegende bereiche ausgeweitet, bis alldurchwaltende überwachung auf einmal eine tatsache ist, die sich nicht mehr aus der welt schaffen lässt. P’litische fantasien folgen dann von ganz allein, und die spur, der sie folgen sollen, ist vorgegeben: ausmerzung aller (verdächtigen, gefährlichen) abweichungen aus einem normbereich des verhaltens.

Fühlt euch weiterhin schön frei und schau mit euren wischofonen, ihr vollidjoten auf den weg in den borgwürfel!

¹Ich weiß, dass der verlinkte artikel schon etwas älter ist, aber er wurde mir heute erst in die aufmerksamkeit gemailt. Ich pflege es nicht, die webseit eines lebens- und leserverachtenden, nordatlantiktümelnden propagandablattes im kriegshetz- und neoliberalismus-modus gründlich zu lesen, so dass mir manches entgehen mag.

„Internetz der dinge“ des tages

Daran, dass ein kühlschrank, ein heizungsventil oder ein toaster am internetze hängen soll, haben wir uns ja alle gewöhnt, weil die jornallje so voll ist von den beglückungsideen der tinnefverkäufer. Neu ists hingegen, dass man einen ganzen fernsehsender so weitgehend häcken kann, dass er weltweit das programm der häcker und nicht mehr sein eigenes ausstrahlt — das dabei ganz nebenbei auch die webseit, der zwitscherchen-kanal und alles mögliche andere übernommen wird, ist ehrensache.

Ach, woran ich mich gerade erinnere, wenn so ein staatlicher französischer hirnfick- und propaganda-sender — das nennt man heute übrigens „Mit Untertiteln in Arabisch, Englisch und Mandarin versehen, soll es französische Unternehmen und die französische Lebensart positiv darstellen“ — mal von leuten übernommen wird, die sich im krieg mit frankreich befinden: kennt ihr noch diese szene aus „they live“. 😈

Auch weiterhin viel spaß dabei, alles ohne not ans internetz zu hängen! Es kann ja gar nichts dabei schiefgehen, und es ist alles noch nie ohne dieses internetzdingens gegangen, das man einfach für alles benutzen muss… :mrgreen:

Schneller nachtrag: das BRD-staatsfernsehen berichtet über den „schweren cyberangriff“ auf einen befreundeten propagandasender und zitiert den franzöischen außenmini Laurent Fabius:

Wir sind fest entschlossen, die Angreifer aufzuspüren und sie zu bestrafen, damit solche Cyberattacken künftig nicht mehr die Pressefreiheit treffen können

Weil, tja, müsst ihr verstehen: kwasistaatliche propagandasender heißen jetzt „pressefreiheit“. Klingt ja auch gleich viel besser.

Nachtrag 10. april 2014: Wie kommt es bloß zu so einem schweren, umfangreichen, nach ersten PResseerklärungen „gut vorbereiteten“ angriff? Zum beispiel, indem man spezjalexperten für kompjutersicherheit bei TV5 dranlässt:

Das Passwort für Youtube: „lemotdepassedeyoutube“

„passwortfueryoutube“ ist eine großartige wahl! Da kommt doch niemand drauf! Und hej, es ist immerhin deutlich sicherer als 123456. Wer würde da nicht sofort glauben, dass auch andere passwörter eines internazjonalen fernsehsenders ziemlich idjotisch vergeben wurden — und völlig überraschend kam es dann zum großhäck…

Händi-security des tages

Ein vermeintliches Verschlüsselungstool für Smartphones namens NQ Vault verschlüsselt offenbar seine Daten überhaupt nicht. Doch damit nicht genug: Es erstellt auch ungefragt Fotos des Nutzers

Ich wünsche euch auch weiterhin viel spaß mit euren zauber-äpps, die alles für euch gut machen! Ist doch alles bescheinigte kwalität und sicherheit, mit dicker, roter JPEG-tinte in der reklame und auf der webseit besiegelt:

Beworben wird die App weiterhin damit, dass sie von der kalifornischen Firma Truste ein Siegel erhalten hat, das den Apps der Firma einen hohen Datenschutzstandard bescheinigt

Muss ja gut sein! 😀

Die tolle nachricht des tages

Die NASA ist nur noch ein läppisches jahrzehnt davon entfernt, außerirdisches leben zu entdecken. Also immer noch ganz genau so, wie ich es schon seit fünfzig jahren gewohnt bin.

Ich wünsche der NASA viel erfolg beim p’litischen geldeinsammeln — und bitte, verschont mich mit ungerichteten presseerklärungen voller allzu vertrautem blahblah, die da drüben übern atlantik eh kein senator jemals zu lesen bekommt.

Und hej, golem, das mit der clickbait geht anders. Versuchts doch mal mit einer anderen überschrift. Zum beispiel: „Aliens ganz nah! Du wirst nicht glauben, was diese forscherin über außerirdisches leben sagt“! Damit sich die überschrift endlich mal an den inhalt anpasst… :mrgreen:

Bullshitjornalismus des tages

In wenigen Tagen beginnt der Vorverkauf der Apple Watch. Wir haben an einem der wenigen Testgeräte ausprobiert, was das neue Gadget wirklich kann

Kwelle des zitates: kwalitätsjornalistische webseit

Oder in anderen worten: wir gehören zum erwählten kreis der jornalisten, die äppel so tief in den arsch gekrochen sind, dass sie das privileg haben, irgendwelche testgeräte zu kriegen, über die sie dann werbetexte im redakzjonellen teil schreiben.

Und: was so ein richtiger scheißjornalist ist, kann sogar ganz stolz damit prahlen. Damit man auch gleich weiß, dass sich das lesen nicht lohnt.