DE-mäjhl des tages

Wenn man will, kann man dank eines berges von javascript ab jetzt seine DE-mäjhl auch PGP-verschlüsseln, so dass sie nicht mehr auf dem sörver zentral mitgelesen werden kann.

Wir alle wissen ja, dass webbrauser der inbegriff der kompjutersicherheit sind! Warum man das im webbrauser macht? Na…

Bisher sei der Einsatz von PGP „so komplex gewesen, dass lediglich Internet-Experten davon Gebrauch machten.“

…weil die benutzung einer mäjhlsoftwäjhr mit einem addon so irre komplex ist, dass es wenigstens vier semester informatik-studium braucht, um das zum laufen zu kriegen. Sagen jedenfalls die werbetexter der deutschen drosselkom. Aber jetzt ists gaaaanz einfach! Läuft ja im webbrauser!

(Ich habe es einer vierzigjährigen frau mit ernsthaften problemen in der technischen auffassungsgabe¹ mal binnen einer stunde erklärt, wie man mäjhl verschlüsselt. Das macht sie seitdem, ohne ein problem damit zu haben, wie ich immer wieder mal sehe, wenn sie mich anmäjhlt. Gut, wenn sie ihren rechner irgendwann einmal neu installiert oder sich einen neuen zulegt, wird man ihr vermutlich sagen müssen, wie sie schlüssel exportiert und hinterher wieder importiert… aber das ist auch das einzige problem.)

Und hej, endlich könnt ihr DE-mäjhl-deppen — so eine mäjhl ist ja nur was wert, wenn sie auch porto kostet — genau so gut verschlüsseln wie ich! Das ist doch mal ein fortschritt! Jetzt müsst ihr nur noch eines können können: mir eine ganz normale mäjhl mit eurem DE-mäjhl-parallelsystem auf den sörvern von NSA, BKA, GCHQ, MAD, BND und verfassungsschutz an meine mäjhladresse schicken. Dann könnten wir sogar kommunizieren. Ach, das geht nicht aus eurer virtuellen parallelgesellschaft? Na, dann bleibt mal schön unter euch; im deppennetz für mäjhlporto und unerfreuliche verpflichtungen, der geschlossenen anstalt fürs internetz der BRD, dieser datenautobahn mit langstreckendauerbaustelle mitten durch neuland.

¹Für die gendermäßige korrektheit: das problem ist (leider) nicht nur unter frauen verbreitet, aber unter frauen ist es irgendwie verbreiteter, sich auch mal helfen zu lassen…

Manchmal machts fratzenbuch auch freude…

Zum beispiel, wenn irgendwelche fratzenbuch-reklameverpester auf einmal von den fratzenbuch-algoritmen auf „unwichtig“ gestuft und damit weniger sichtbar werden.

Weil Facebook eingesehen hat, dass die Menschen gerne wissen, was im Leben ihrer Freunde abgeht, werden deren Status-Updates jetzt stärker priorisiert

Sollen die hungerkaufleute des S/M doch reklame kaufen (und dann nicht mehr an den adblockern vorbeikommen).

Was, gar kein geld da? Deshalb einfach immer nur die bescheuerte reklame in die große „timeline“-kloake geschissen, damit sie an möglichst vielen nasen vorbeifließe? Tja, dann gehts halt nicht, ich kann mir auch nicht immer alles kaufen. Habt ihr wirklich geglaubt, eine börsennotierte unternehmung wie das fratzenbuch wolle keinen profit machen? Was meint ihr, was ihr mit eurem kostenlosen reklame-gestrokel im fratzenbuch für das fratzenbuch seid? Kunden? Bwahahaha! :mrgreen:

Ihr könnts ja zur abwexlung einfach mal mit inhalten versuchen, die leute gern lesen statt mit der spämmigen generierung kurzfristiger künstlicher aufmerksamkeit über gutscheine und gewinnspiele. 😀

Kopieren durch windohs-aktualisierung ermöglichen…

Früher war ja alles besser, und wenn man früher unter MS/DOS oder windohs copy kwelle.ext F: getippt hat, dann wurde die datei kwelle.ext ganz einfach byte für byte in das aktuelle verzeichnis das datenträgers mit dem schönen buchstaben F: kopiert — das kann ein netzlaufwerk, ein anderer datenträger oder eine andere partizjon sein. Ist ja auch egal, was das für bytes sind und wohin die kopiert werden, denn kopieren ist — betrachtet man es eine ebene über den hardwäjhr-treibern und über den treibern für netzprotokolle — nun einmal immer der gleiche vorgang, technisch ungefähr so aufregend wie das betrachten einer wand. Unter… ähm… richtigen betrübssystemen ist das auch bis heute so, aber unter windohs scheint es etwas anders zu sein, wie der folgende meikrosoft-pätsch vom heutigen tag belegt:

Update to support copying .mkv files to Windows Phone from a computer that is running Windows

(Hinweis für allergiker: der link geht zu meikrosoft.)

Merken wir uns: meikrosoft schreibt betrübssysteme, die nicht einfach byte für byte daten schaufeln, wenn eine datei kopiert wird, sondern die das kopieren von daten für bestimmte arten von daten technisch verhindern oder erschweren. Meikrosoft tut dies vorsätzlich, denn derartiger kohd schreibt sich nicht von allein.

Ich wünsche euch auch weiterhin viel spaß beim bevormundet- und enteignetwerden!

Dass eine inhaltsprüfung zur durchsetzung solcher absurder technikbeschränkungen auch eure systeme ausbremst, stört euch ja eh nicht weiter, denn es ist verglichen mit dem ganz normalen irrsinn des antivirus-bullschitts kaum zu bemerken.

Brüller des tages

Achtung, der nachfolgend verlinkte artikel ist eine garantie für mehrere gewonnene runden bullschitt-bingo!

„Der Markt für Content Marketing ist riesig. Das ist Fakt“, frohlockt etwa C3-Chef Gregor Vogelsang. Das Problem an diesem neuen Big Business: Keiner weiß, was Content-Marketing genau ist

Es sind ganz harte zeiten für satiriker!

Richtige inseider wissen aber schon etwas lämnger, was dieses ominöse „content-marketing“ ist, das sich ja fast so anhört, als sollten zur abwexlung mal interessante inhalte in dieses web verklappt werden — ich selbst habe es ja benannt. Und diese scheiß-schleichwerbung ist schon längst der neue jornalismus geworden, wie ich mit unerfreulicher regelmäßigkeit feststellen darf.

P’litikerverdrossenheit des tages

Ein ehemaliger vorsitzender eines großen verbandes der piratenpartei, der ausgerechnet beim leistungsschutzrecht-lobbyisten axel springer SE einen mutmaßlich gut dotierten dschobb macht. Möge ihn der blitz beim scheißen treffen!

cheqotlhchugh maHaghbe“a‘? cheDuQchugh mareghbe“a‘? cheQlHchugh manoDbe“a‘?