Fysiklink des tages

Eine interessante frage zum informazjonsparadoxon bei schwarzen löchern: Könnte es sein, dass auf dem ereignishorizont eines schwarzen loches alles, was den horizont berührt, in ein hologramm verwandelt wird? Und wer davon noch nicht genug hirnkitzel bekommt:

In fact, he says, our world could be captured by a black hole, and we wouldn’t even notice.

Aber keine sorge, das merkt ihr dafür ein bisschen vorher. Zum beispiel an der synchotronstrahlung. Und an der gravitazjon. Und am linseneffekt rund um die scheinbare schwarze scheibe im universum. Und kurz danach merkt ihr gar nichts mehr… 😉

20 Antworten zu “Fysiklink des tages

      • Ups… das war wohl das falsche Vid, ist aber auch nicht schlecht für ein Gesammtbild.

        Aber hey, die Realitätstheorie ist ja keine Theorie – nööööö, die heißt nur so! 😀

          • Oh, das klingt ja dann schon richtig physisch und so toll mechanistisch – wie viel Geld verbraten die denn, mit ihrem geistigen Gewixxe – oder haben die tatsächlich einen realen Beweis für z.B. ein schwarzes Loch und nicht nur Theorien?

            Echt gemeinte Frage! Kennst Du so einen Nachweis, der nicht nur eine theoretisch und mathematische Schlussfolgerungen ist?

          • Nun, die relativitätsteorie ist die mit messungen wohl am genauesten verifizierte teorie. Und wenn sie sich halbwegs bekwem in den rest des gebildes einbetten würde – vor allem in die heitere welt, in die Max Planck und alle weiteren geführt haben – dann wäre alles viel klarer.

            Bis dahin: ein direkter nachweis für ein schwarzes loch ist schwierig, weil das dingens eben schwarz ist. (Natürlich nicht so schwarz wie mein humor, denn es strahlt noch Hawkins-strahlung ab.) Die gravitazjon ist aus der ferne gar nicht so auffällig (es ist nicht leicht entscheidbar, ob das anhand fernerreichender gravitativer wirkungen beobachtete dingens ein einziges massives objekt oder der schwerpunkt vieler massiver objekte ist, vor allem, wenn man keinen direkten blick drauf hat), und die energetischen signaturen einer akkrezjonsscheibe sind auch nicht so eindeutig. Man müsste schon eins in der nähe haben, aber das will denn auch wieder keiner wirklich haben… 😉

            Ich – natürlich als nichtfachmann – halte die indizjen für stark genug, um schwarze löcher für eine wirklichkeit zu halten. Aber es könnte sich genau so gut um eine schwäche unserer modellbildung handeln, und vieles, was jetzt absurd erscheint, wird klarer, wenn ein modell mit größerer beschreibungskraft gewählt wird.

            Tatsächlich ist das informazjonsparadoxon ein sehr schweres problem, weil es eben ein verstoß gegen erhaltungssätze ist. (Energie kann nicht einfach verschwinden, und informazjon als zustand geringerer entropie ist energie.) Meine ganz plumpe, aus dem bauch gezogene erklärung dafür ist, dass aus der sicht dieses universums materje, die in ein schwarzes loch fällt, niemals den ereignishorizont erreicht, weil die zeitdilatazjon so stark wird, dass der fall zunehmend langsamer wird, bis er zuletzt „unendlich“ langsam ist. Dabei entsteht allerdings das kleine problem, dass ein schwarzes loch niemals „waxen“ könnte, nur schrumpfen. Die indirekt beobachteten supermassiven schwarzen löcher wären dann etwas völlig anderes.

            Die eben aufgeschienene „unendlichkeit“ muss hierfür gar nicht erreicht werden, weil schwarze löcher nicht ewig bestehen, sondern über ihre Hawkins-strahlung langsam „verdampfen“. Es reicht, wenns so langsam wird, dass es innerhalb der existenzdauer des schwarzen loches niemals zu einer überschreitung des ereignishorizontes aus der sicht unseres universums kommt. Aus der „sicht“ des schwarzen loches würde dieser vorgang anders aussehen (wenns eine beobachtungsmöglichkeit gäbe), da das ganze universum in rasender geschwindigkeit seiner unerfreulichen zukunft entgegenginge, bis irgendwann die gravitation des schwarzen loches so klein geworden ist, dass der ereignishorizont regelrecht aufploppt. Der ereignishorizont verdeckte dann nicht nur die singularität des kwasimassepunktes kwasi unendlicher dichte vor uns, sondern auch das universum vor ihm, weil nichts hindurchkäme.

            Ich weiß schon, warum ich mich lieber nicht mit fysik beschäftige. Nichts verursacht einen so anhaltenden hirnkitzel wie die kombinazjon kosmologischer fragestellungen mit grundlagenfragen… 😉

          • Zuerstmal, ja, ich bin auch nur Laie und das ist auch gut so.
            Am genauesten verifizierte Theorie, wenn scheinbar noch nicht mal das mit der Lichtkrümmung wirklich stimmt? (siehe oben das vid „Einstein widerlegt“).

            „Bis dahin“
            Du sagst es. Nichts genaues weiß man nicht und verkauft das als Wirklichkeit, ja man verdinglicht sogar die Phantasiegebilde der Mathematiker und behauptet schwarze Löcher wären real existente Dinge im Universum (das Wort für alles! Multi-Universum / -Universen ist wohl ein sprachlicher Hirnfick, aber auf jeden Fall per Definition unzulässig).
            Was den Hawking und seine Strahlung betrifft. Es hat schon etwas tragikomisches gerade diesen Mann, als Physiker zu bezeichnen und nicht als reinen (Relativitäts)Theoretiker – aber das soll man ja glauben, dass das ganze Hirngewixxe von Mathematikern etwas mit wirklicher Physik zu tun hätte. Soll er halt weiter von seiner Weltformel träumen. Aber hey, da fällt mir gerade ein, hatte der Typ nicht schon die Existenz schwarzer Löcher ausgeschlossen?

            Aber Du sagst es ja selbst. Mit Kosmologie beschäftigst Du dich nicht so gerne. Insofern ist es eigentlich auch völlig sinnlos und vergebene Liebesmühe (nicht nur hier) weiter darauf herum zu reiten – die Erde bleibt „bis dahin“ halt eine Scheibe. Und. Die Gravitationskosmologie eine Theorie die nur so vom „Schwarzen“ und „Dunklen“ *bibber* strotzt, sodass sie sofort auseinander fällt, wenn man diese schwarzen und dunklen Einhörner heraus nimmt oder eben nicht noch mehr Einhörner hinein baut 😀

            Alleine schon der Dopplereffekt ist ultra komisch und Hirnakrobatik der besonderen Art. Vom Schall (der sich im All ja bekanntlich nicht verbreitet) auf Licht zu schließen (was Hubble selbst noch als gewagt und mit Vorsicht anzunehmen bezeichnet hatte) spricht für mich schon eine deutliche Sprache.

            Alles IMHO.

          • Axo, eins noch, dann nerve ich auch nicht mehr in diesem Thread….. Ich glaube ohnehin nicht, dass Du Dir das anguggst und darüber nachdenkst, aber glauben bedeutet ja nicht wissen 😉

            „[…]was jetzt absurd erscheint, wird klarer, wenn ein modell mit größerer beschreibungskraft gewählt wird. […]“

            Zum einen bist es Du der wählt und nicht „man“ und zum anderen gibt es auch ein, aus meiner Laiensicht viel besseres und schlüssigeres Modell vom Universum, welches man sogar im Labor mit relativ einfachen Mitteln verifizieren kann und nicht die humanoide „Krücke“ Mathematik* von Autisten (ups pöses Wort, ich meinte natürlich Inselbegabte und andere Sheldons) alles bestimmt.
            Hier der Link: http://www.viaveto.de/plasmaverse.html

            *
            3 Äpfel minus 4 Äpfel = -1 Apfel – Richtig?
            Wo in alles in der realen Welt kann man z.B. auf dem Wochenmarkt mehr Äpfel mitnehmen als wirklich da sind. Wahrscheinlich auf dem Holomatrixmarkt im schwarzen Loch. 😀

            Ich mag ja SciFi sehr und annehmen bzw. glauben oder zusammen spinnen kann ja jeder was er, sie, es will. Wenn man das aber echte Wissenschaft und Realität nennt, dann hab ich schon ein kleines Problem damit.

            Alles IMHO.

  1. Die Idee, dass wir bereits hinter dem Ereignishorizont eines schwarzen Lochs (mit entsprechend inverser Geometrie?) gefangen sind, ist nicht neu. Ich erinnere mich dunkel an die Zusammenfassung eines ArXiv-Preprints, in dem die Autoren aufgrund ihrer Modellrechnungen zu der Schätzung gelangt sind, dass das schwarze Loch dann etwa 10^4 Sonnenmassen groß sein müsste. Habe den Artikel aber noch nicht wiedergefunden.

  2. Nebenbei: Meines Erachtens müsste die sichtbare schwarze Scheibe nicht nur den Ereignishorizont, sondern sogar die Photon-Sphäre abdecken. Bin aber im Netz noch nicht über diesbezügliche Aussagen gestolpert.

    Ach ja, den referenzierten Susskind habe ich besonders aus einer Vorlesungsreihe über String-Theorie und M-Theorie in Erinnerung (ist auf Youtube), wo er die Dimensionszahl der Theorie erklären sollte und dazu meinte, es gäbe da eine kurze und eine lange Version, und er würde hier nur die kurze bringen, and dann würden wir ihn für verrückt halten. Und er brachte die kurze Version, und wir hielten ihn für verrückt.

      • Und das ist mmn auch so gewollt von diesen arroganten „Sheldon-Cooper-Märchenerzählern“ – siehe z.B. oben das erste Vid.

    • Dazu mal ne verrückte Frage.

      Wie viele Dimensionen brauchen „sie“ denn um was zu kapieren?
      Reichen nicht erst mal die 3, bis 4 wenn man auf Ein-Stein-s Zeitzement nicht verzichten will, die man mal aufräumt und in Ordnung bringt?

      Vielleicht war das ne rhetorische Frage….. oder halt doch verrückt, dann würde es mich auch nicht wundern wenn man mir keinen Glauben schenkt. Nur. Warum sollte man dann diesen anderen Verrückten glauben. Nur weil sie besser rechnen können?

  3. Wenn’s noch ein bisschen erstaunlicher sein darf: Vor einigen Jahren ist ja die Firewall-Idee erst in Schwung gekommen und als Gegenstück zur bis dahin vorherrschenden Meinung aufgetreten, dass beim Passieren des Ereignishorizonts nix Besonderes geschieht, was jetzt spezifisch dem Horizont zuzuschreiben sei (insbesondere keine gigantisch hohe Temperatur oder Ähnliches). Susskind hat dazu dann gesagt, dass sich die beiden Lehren, genau genommen, nicht einmal widersprechen würden, denn der Widerspruch ließe sich nur feststellen, wenn Kommunikation nach außerhalb des Horizonts möglich wäre. Es wäre also kein Widerspruch, wenn der Durchfallende kühl bleibt, aber von einem externen Beobachter langsam am Horizont verdampfen gesehen wird…

  4. „[…]Vor kurzem schrieb mir ein Zeitgenosse, die Relativitätstheorie, welche man scheinbar im modernen Neusprech heute lieber Relativitätsmechanik nennt, vermutlich um sich selbst in die Tasche zu lügen und diesem geistigen Mathematikgewixxe von Inselbegabten „Sheldon Cooper’s“ den Anstrich von etwas echtem und real existentem zu verpassen das auch besser in das vorherrschende mechanistische Weltbild passt, wäre die, mit Messungen am besten verifizierte Theorie über das Universum.[…]“

  5. Moin 😀
    Stichpunkte dunkelschwarz unsichtbar -> SiFi -> Tinseltown -> The core…..

    Was wenn die Möglichkeit, noch nicht oder generell, des Humanoiden, Adapter für seine Sinne zu bauen um das überhaupt wahrnehmen zu können gar nicht existiert?
    Also die supertolle Formel da garnix anzeigt…..ausser halt das schwarze Loch, wie in jedem Computeranimations-Hirnfickcomic, vielleicht noch mit ein wenig Linseneffäääct….
    LoL

    „bis dahin“ könnte das auch ne schwarze Sonne sein, so ganz ohne Loch 😀
    War da nicht auch mal was? 😉

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