Feierfox (mit „iceweasel“-geschmack) des tages

Der feierfox in der debian-geschmacksrichtung namens „iceweasel“ ist wirklich sehr darum bemüht, den erwartungen seiner nutzer zu entsprechen. Deshalb lädt er zum beispiel noch bevor man irgendwas in die adressleiste eingegeben hat das „favicon“ von ihh-bäh und amazon runter. Das ist ein extrem wichtiges funkzjonsmerkmal. Wo kämen wir auch hin, wenn der brauser nicht schon damit anfinge, die erste reklame (von zwei üblen, träckenden und die privatsfäre der menschen mit füßen tretenden scheißläden aus den USA) runterzuladen, bevor wir auch nur damit rumbrausen? Oder, ums mal so zu sagen, wies dann gesagt wird, damit anwender auch kapiert, wer herr ist:

If you don’t want the functions that Firefox provides, don’t use it.

Ich bin inzwischen viel zu kaputt, um das fette dingens zu forken und einen „dietfox“ draus zu machen (einschließlich kompromisslos datenschützender voreinstellungen), aber jemand muss es tun! Dringend! Die alternative zum fork ist, dass sich der feierfox immer weiter in eine als „freie softwäjhr“ getarnte, halbtrojanische reklameplattform für halbseidene klitschen ohne seriöses geschäftsmodell verwandelt. Das kann keiner wollen, krohm gibts doch schon…

[via Rosa Elefant]

2 Antworten zu “Feierfox (mit „iceweasel“-geschmack) des tages

  1. „Ich bin inzwischen viel zu kaputt, um das fette dingens zu forken und einen “dietfox” draus zu machen (einschließlich kompromisslos datenschützender voreinstellungen), aber jemand muss es tun!“

    Pale Moon ist inzwischen ein Fork. Ohne den Bloatkack, ohne Australis.

  2. Sind anscheinend die Favicons für das Suchmaschinen-Menü, die beim ersten Mal in den Cache sollen, und eine Safebrowsing-Liste.

    Beides kann man abschalten, aber dazu muss man ja erst in die about:config, und vorher sollte man den Firefox nicht ins Internet lassen. Also Netzwerkverbindung AUS, bevor Browser AN… nicht gerade naheliegend.

    Das hatte ich mir schon mal angewöhnt nach NoScript-Updates, weil dann ja ein Zwangs-Aufruf der NoScript-Webseite kommt und dafür JavaScript standardmäßig freigeschaltet ist…

    Schon wieder diese Attitüde: „Wozu dem Benutzer die Kontrolle lassen, wenn wir SEINEN Rechner mal machen lassen können, was WIR wollen? Grrrr.

    An manchem ist man selber schuld; RSS-Lezezeichen im Browser habe ich aufgrund des automatischen Ladens bei jedem Browser-Start schon seit Jahren nicht mehr.

    Das Safebrowsing ist übrigens (neuerdings) nicht ganz so orwellsch implementiert, wie man das befürchten sollte; anstatt Google direkt über jede Webseite zu fragen, benutzt der Browser anscheinend eine zweistufige Hierarchie von Hashes „böser“ URLs und hält diesen Hash-Verzeichnisbaum mit Hilfe von Google-Servern aktuell, die zweite Ebene erst bei Bedarf.

    Google kriegt so noch andeutungsweise etwas bei der ersten Prüfung einer URL mit, wenn anhand der ersten 32 Hash-Bits alle passenden 256-Bit-Hashes von Google-Servern abgefragt werden. Da Google die Hash-Listen erzeugt, hat Google auch die Möglichkeit, Tabellen für die umgekehrte Nachschlagefunktion zu erzeugen, kann also „erstmals vom Browser geprüfte URLs“ anhand der ersten 32 Bits ihres Hash-Wertes zu identifizieren versuchen. Das ist nicht unbedingt eindeutig, aber Google dürfte das genügen; und konkurrierende Spione müssen selber URLs crawlen und hashen, um da mithalten zu können.

    Mir ist das immer noch unheimlich, also habe ich auch diese Form der Bemutterung abgestellt, wann immer ich einen Firefox zu konfigurieren hatte.

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