Wohltäter des tages

Am Montag hat die DFL also reagiert. So wirkt es jedenfalls für Außenstehende, denn die Liga informierte in jener Pressemittelung „Profifußball unterstützt Flüchtlinge“, dass die Bundesligateams am kommenden Wochenende das Logo der „Bild“-Aktion „Wir helfen – #refugeeswelcome“ auf dem Trikotärmel tragen werden. Somit werde „für eine aktive Willkommenskultur in Deutschland geworben“

Wi. Der. Lich. Zumindest ist mir beinahe jeder flüchtling willkommener als die menschenverachtenden und kryptofaschistischen macher der bildzeitung.

„Cisco“ des tages

Auf Cisco-Routern wurde eine Hintertür entdeckt, über die Angreifer beliebigen Schadcode nachladen können

Aber hej, leute, wenn ihr irgendwas von „cisco“ bei euch rumstehen habt, dann wisst ihr ja schon, wie das ist…

Auf einer liste von unternehmungen, von denen man niemals irgendwas kaufen sollte, steht „cisco“ nämlich ganz weit oben. Das ist denen sogar scheißegal, wenn man vier jahre offen in „ciscos“ supportforum nachlesen kann, dass da ein offenes scheunentor in allen produkten ist, ohne dass „cisco“ irgendwas dagegen macht.

Ob die NSA wohl das haftungsrisiko für cisco übernommen hat, weil so schöne hintertürchen eingebaut wurden? :mrgreen:

Na ja, generell sind zurzeit produkte aus china [!!] vertrauenswürdiger als solche aus den USA. Habt ihr toll gemacht, ihr weltüberwacher von der NSA! Ich hoffe, dass den verantwortlichen für diese ganze scheiße der dankesorden des volkes am strick verliehen wird.

Kugelschröder des tages

Der kugelschröder in der großen scheiße… ähm… koalizjon — besser bekannt unter seinem namen Sigmar Gabriel — hat ein ganz tolles gesetz in der tasche, mit dem man nicht nur freifunk und freie WLAN-zugänge, sondern beinahe jede aktive internetmitgestaltung in der BRD beliebig und willkürlich kriminalisieren kann. „Hosting“ mit pseudonymer nutzung kann es nämlich zum beispiel auch sein, wenn nutzer eines webforums beliebige avatare hochladen können (was standard ist). Ein derartiges forum ist dann ein „gefahrgeneigter dienst“. Und wer dann als betreiber nicht nach gutdünken vorauseilend löscht, der hat riesige, unter umständen sogar existenzbedrohende haftungsrisiken. Die hamburger dunkelkammer wird solche regeln ganz gewiss so anwenden.

Aber keine sorge, die welt ist groß, und wer eine geschäftsidee hat, kann die ja auch in einem anderen land als in der rückständigen, geistig mittelalterlichen und alles kriminalisierenden BRD verwirklichen… das ist wirtschaftsförderung nach des maßgaben des extrakompetenten spezjalexperten von wirtschaftsminister namens Sigmar Gabriel, SPD! :mrgreen:

Oh henker, walte deines amtes!

Um nämlich die Zertifizierung durch US-Behörden zu bekommen, werden mithilfe einer Whitelist nur bestimmte Chips zugelassen. Alle anderen MiniPCI-Karten quittiert das Notebook mit der Meldung beim Bootvorgang:

1802: Unauthorized network card is plugged in - Power off and remove the miniPCI network card.

„Gefühlter datenschutz“ des tages

Kennt ihr dieses „snapchat“, das seine händi-äpp mit dem funkzjonsmerkmal anpreist, dass die damit übermittelten fotos nur einmal angeschaut werden können und beim empfänger nicht gespeichert werden?

Ich zitiere mal den eintrag bei guhgell pläjh:

Genieße schnelle und lustige Chats! Snap ein Foto oder ein Video, schreibe etwas dazu und schicke es an deine Freunde. Sie sehen es sich an, lachen, und schon verschwindet der Snap vom Bildschirm, es sei denn, sie machen einen Screenshot!

Falls sich der text demnächst ändern sollte (wovon auszugehen ist), hier ist ein bildschirmfoto. Das kann man sich übrigens mehr als nur einmal anschauen… :mrgreen:

Das nutzen ja ganz viele dumme kinder, um rubbelbildchen von sich selbst zu machen und an andere zu schicken, scheißegal, ob dann über ein paar sicherheitslöchlein die pädofilen an ihre frischen wixvorlagen kommen.

Ja, dieses „snapchat“ hat eine neue geschäftsidee entwickelt: man kann jetzt „snapchat“ einen dollar geben, und sich ein foto nochmal anschauen! Das wird das unseriöse geschäft dieser entbehrlichen klitsche mit ihrem vor allem dummen kindern angebotenen äppchen für „gefühlten datenschutz“ ganz sicher so richtig weit nach vorne bringen!!1! Damit kann man jetzt endlich an die börse gehen!!hundertelf!!1!

Und ihr wisst jetzt hoffentlich alle, dass eure schwänze und mösen dauerhaft bei den betreibern eines unternehmens ohne seriöses geschäftsmodell gespeichert werden. Vielleicht gibts demnächst sogar die möglichkeit, hundert dollar zu legen und auf alle fotos jederzeit zuzugreifen. Ich wünsche euch auch weiterhin viel spaß mit eurem „gefühlten datenschutz“ und eurem festen vertrauen in die zusagen irgendwelcher wischofon-äpp-klitschen! Und natürlich mit euren wischigen träcking-, enteignungs- und technikverhinderungsdingern!

Warum man niemals brauser ohne adblocker benutzt

Warum man niemals webbrauser ohne adblocker benutzt (und warum man die ausführung von javascript so weit wie möglich unterdrückt)? Darum:

Malvertising – die Auslieferung von Malware über Werbeanzeigen – hat in den vergangenen Jahren stark zugenommen. Dabei schleusen Kriminelle gefälschte Werbeanzeigen auf Webseiten ein, um die Nutzer mit einem Exploit-Kit zu infizieren […] Die Werbeanzeigen wurden direkt von den Servern der vorgeblichen Firmen ausgeliefert. Sie enthielten selbst keinen Schadcode, im Hintergrund leiteten sie jedoch auf mit dem Angler-Exploit-Kit infizierte Webseiten um, um die Nutzer anzugreifen. Einem aktuellen Bericht von Cisco zufolge kann sich dieses Exploit-Kit auf 40 Prozent der Rechner installieren, mit denen es in Berührung kommt

Dieser eine, sehr wichtige und sehr gefährliche infekzjonsweg wird über einen adblocker an der wurzel abgeschnitten — und dabei macht man sich das web auch gleich ein bisschen schöner und schneller. Adblocker sind eine elementare und wichtige softwäjhr zum schutz der kompjutersicherheit, und jeder, der zu einer abschaltung von adblockern auffordert, ist jemand, der ein gutes umfeld für die organisierte internetz-kriminalität schaffen will. Ich gehe sogar so weit, dass ich sage, dass ein adblocker im alltag wesentlich wichtiger als ein so genanntes „antivirus-programm“ ist.

„Smartwatch“ des tages

Hacker könnten die Bewegungssensoren einer Smartwatch anzapfen und über die Bewegungsmuster der Hände Passwörter erraten

Bwahahahaha!

Gut, die forscher, die das mal ausprobiert haben, scheinen nicht die besten erkennungswerte gehabt zu haben und decken lieber den schleier des schweigens über ihre erfolgskwote. Klingt also sehr alfa. Aber das prinzip funkzjoniert, und ich kann jedem nur empfehlen, seine teure datenglotzuhr immer am handgelenk derjenigen hand zu tragen, mit dem die PIN beim geldziehen am automaten getippt wird… 😀